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Ausstellung | | von Theaterforum Gauting
© Florian Holzherr
© Florian Holzherr

Florian Holzherr – Shaker Architektur

Ausstellung vom 26. September bis 16. Dezember

In seiner Ausstellung zeigt Architekturfotograf Florian Holzherr Bauwerke der Religionsgemeinschaft der Shaker. Zur Eröffnung spricht er über die Shaker Architektur und ihren Einfluss auf europäische Strömungen in den Bereichen Architektur, Design und Möbel.

„Der Wirklichkeits- und Wahrheitsgehalt von Bildern wird nicht nur durch Absicht im Abbild, sondern zu allererst durch seine mediale Umsetzung geprägt. Jeder Fotografie liegt ein gewünschter Zusammenhang im Machen, als auch im Wahrnehmen zugrunde. Worin liegt das Interesse an einer zölibatären Religionsgemeinschaft für einen Fotografen? Und wie kommt eine Auswahl von Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert zustande?

Die nun ausgestorbene Religionsgemeinschaft der Shaker, nahm Mitte des 18. Jahrhunderts ihren Ursprung in Europa und konnte durch geschickte Fusion mit den Baptisten sehr rasch die Zahl der Ordensmitglieder erhöhen. Der Bedarf an Wohn- und Wirtschaftsgebäuden wuchs und wurde regional abgestimmt entwickelt. Natürlich spezialisierten sich einzelne Mitglieder aufgrund ihrer Fähigkeiten und gaben dem gesamten Vorhaben die Präzision, die wir heute in allen handwerklichen Berufen so vermissen. Formfindung und Funktion treffen sich im puristischen Verständnis der Zeit und spiegeln den Umbruch.

Man merkt sehr schnell, dass sich freie und befreite Gesellschaftsschichten mit ähnlichen Themen beschäftigen. Das Besondere und der große Erfolg dieser Gemeinschaft liegt vor allem in der Anwendung aufklärerischer Ideale und spiegelt sich in der gleich berechtigten Aufnahme beider Geschlechter, sowie der Zulassung farbiger Schwestern und Brüder. Obwohl sie zeitweise über riesige Ländereien verfügten, konnte der Bedarf an menschlicher Arbeitskraft in den rasch wachsenden Städten durch die Industrialisierung, den Nachwuchs nicht mehr decken – ihr Untergang begann. So stellen wir auch heute die Frage warum die Städte im Aufbau so starken Zuwachs brauchen und im Umgang mit diesem, aus sich heraus nicht mehr bewältigen?“ Prof. Dietmar Tanterl

Florian Holzherr, 1970 in München geboren, absolvierte seine Ausbildung zum Fotografen an der Staatlichen Fachakademie für Fotodesign in München. Seitdem realisierte er zahlreiche Projekte mit Künstler*innen und Architekt*innen und Untersuchungen zum Verlust durch gesellschaftliche Veränderung und zählt inzwischen zu den Top Ten deutscher Architekturfotograf*innen. Florian Holzherr ist als Universitätslektor an der Technischen Universität Wien tätig und hat Lehraufträge an Hochschulen im In- und Ausland. Seine Fotografien wurden u.a. auf der Architekturbiennale in Venedig 2012 ausgestellt.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des bosco sowie während der Abendveranstaltungen für die Gäste der entsprechenden Veranstaltung zugänglich.

Quelle: Theaterforum Gauting

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Florian Holzherr – Shaker Architektur

Ausstellung vom 26. September bis 16. Dezember

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„Der Wirklichkeits- und Wahrheitsgehalt von Bildern wird nicht nur durch Absicht im Abbild, sondern zu allererst durch seine mediale Umsetzung geprägt. Jeder Fotografie liegt ein gewünschter Zusammenhang im Machen, als auch im Wahrnehmen zugrunde. Worin liegt das Interesse an einer zölibatären Religionsgemeinschaft für einen Fotografen? Und wie kommt eine Auswahl von Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert zustande?

Die nun ausgestorbene Religionsgemeinschaft der Shaker, nahm Mitte des 18. Jahrhunderts ihren Ursprung in Europa und konnte durch geschickte Fusion mit den Baptisten sehr rasch die Zahl der Ordensmitglieder erhöhen. Der Bedarf an Wohn- und Wirtschaftsgebäuden wuchs und wurde regional abgestimmt entwickelt. Natürlich spezialisierten sich einzelne Mitglieder aufgrund ihrer Fähigkeiten und gaben dem gesamten Vorhaben die Präzision, die wir heute in allen handwerklichen Berufen so vermissen. Formfindung und Funktion treffen sich im puristischen Verständnis der Zeit und spiegeln den Umbruch.

Man merkt sehr schnell, dass sich freie und befreite Gesellschaftsschichten mit ähnlichen Themen beschäftigen. Das Besondere und der große Erfolg dieser Gemeinschaft liegt vor allem in der Anwendung aufklärerischer Ideale und spiegelt sich in der gleich berechtigten Aufnahme beider Geschlechter, sowie der Zulassung farbiger Schwestern und Brüder. Obwohl sie zeitweise über riesige Ländereien verfügten, konnte der Bedarf an menschlicher Arbeitskraft in den rasch wachsenden Städten durch die Industrialisierung, den Nachwuchs nicht mehr decken – ihr Untergang begann. So stellen wir auch heute die Frage warum die Städte im Aufbau so starken Zuwachs brauchen und im Umgang mit diesem, aus sich heraus nicht mehr bewältigen?“ Prof. Dietmar Tanterl

Florian Holzherr, 1970 in München geboren, absolvierte seine Ausbildung zum Fotografen an der Staatlichen Fachakademie für Fotodesign in München. Seitdem realisierte er zahlreiche Projekte mit Künstler*innen und Architekt*innen und Untersuchungen zum Verlust durch gesellschaftliche Veränderung und zählt inzwischen zu den Top Ten deutscher Architekturfotograf*innen. Florian Holzherr ist als Universitätslektor an der Technischen Universität Wien tätig und hat Lehraufträge an Hochschulen im In- und Ausland. Seine Fotografien wurden u.a. auf der Architekturbiennale in Venedig 2012 ausgestellt.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des bosco sowie während der Abendveranstaltungen für die Gäste der entsprechenden Veranstaltung zugänglich.

Quelle: Theaterforum Gauting

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