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Umwelt | | von Unser Würmtal
Stein des Anstoßes - die Nassauskiesung in der Kiesgrube Glück (Foto: Unser Würmtal)
Stein des Anstoßes - die Nassauskiesung in der Kiesgrube Glück (Foto: Unser Würmtal)

Naturschützer prangern Nassauskiesung im Forst Kasten an

Die Orstgruppe Würmtal Nord des BUND Naturschutz und das Grünzug Netzwerk Würmtal prangern die Nass­aus­kies­ung im Kies­ab­bau­ge­biet im Forst Kasten an (Kommentar)

"Schon wieder werden Auflagen in den Wind geschlagen. Als das Kies­ab­bau­ge­biet im Forst Kasten 1991 genehmigt wurde, gab es von der Ge­nehmig­ungs­be­hörde, dem Landratsamt, zahlreiche strenge Auflagen, wann und wie auszukiesen und der Wald wiederherzustellen ist. Längst müssten demzufolge schon wieder die Schwammerl in einem gar nicht mehr so jungen Wald wachsen. Jetzt ist auch noch die letzte Auflage gefallen, dass jedenfalls das Grundwasser nicht berührt werden darf. Auf Antrag des Kies­ab­bau­unter­nehmens erteilte das Landratsamt vor 14 Tagen die Genehmigung zur Nassauskiesung – Sofortvollzug," monieren Malwina Andrassy vom Bund Naturschutz und Herbert Stepp vom Grünzug Netzwerk Würmtal.

Warum jetzt?

Eigenartig ist der Zeitpunkt an dem die Genehmigung der Nassauskiesung kritisiert wird. Schon im April letzten Jahres befasste sich der Bauausschuss der Gemeinde Planegg mit dem Thema und beschloss einstimmig die Genehmigung zur Nass­aus­kies­ung durch die Firma Glück. Dieses Vorgehen entspricht auch dem Regionalplan (s.u.).

Jetzt, zum Zeitpunkt an dem das Landratsamt als übergeordnete Behörde dem Beschluss der Gemeinde Planegg entsprochen und die Genehmigung erteilt hat, wird vom Bund Naturschutz und vom Grünzug Netzwerk Würmtal das Vorgehen kritisiert! Wieso geschah dies nicht schon im April 2022?

Reaktion des Landratsamts

Das Landratsamts München und die beantragende Firma Glück werden in der vorliegenden Pressemeldung (s.u.) massiv verurteilt und als wortbrüchig an den Pranger gestellt. Dabei wird - wahrscheinlich wissentlich - ignoriert, dass sich 1991 viele Verordnungen und Gesetze verändert haben. So wird die verbrauchsnahe Rohstoffgewinnung vorgeschrieben: "Im Regionalplan ist die betroffene Fläche als Vorranggebiet für Bodenschätze Nr. 804 (Kies und Sand) verbindlich festgelegt. Rohstoffvorkommen sind gemäß dem Regionalplan insgesamt auszubeuten. Deren vollständige Ausschöpfung sowie die Gewinnung heimischer Rohstoffe liegt im öffentlichen Interesse," erläutert Christine Spiegel, Pressesprecherin des Landratsamts.

Dass der Transport, gerade von schweren Materialien wie Kies und Sand, zu hohen CO2-Emmisionen führt, wird von der Verfassern, Bund Naturschutz und vom Grünzug Netzwerk Würmtal, geflissentlich verschwiegen. Gerade um weite Transportwege zu vermeiden, wird die regionale Gewinnung von Rohstoffen im Regionalplan vorgeschrieben. Die Firma Glück vermeidet sogar kurze Transporte per LKW und bringt das Material aus der erwähnten Kiesgrube über ein in einem Tunnel verlaufendes Förderbandsystem zur Weiterverarbeitung nach Gräfelfing.

Beeinträchtigung Grundwasser

In der Pressemeldung wird eine Beeinträchtigung des Grundwassers befürchtet: "Wir bezweifeln die Behauptung, dass dem Grundwasser kein Schaden zugefügt wird, wenn nur mit unkritischem Material wieder aufgefüllt wird."

Antwort des Landratsamts: "Bei jedem Kiesabbau darf nur Material verfüllt werden, das für das Grundwasser unschädlich ist. Anderes Material wird im Bescheid nicht zugelassen. Bauschutt darf als Verfüllmaterial nur in dem Bereich oberhalb des höchsten Grundwasserstandes und nach Aufbringen einer Sorptionsschicht eingebracht werden. Die Nassauskiesung wird sich nur in einer relativ geringen Tiefe in den Bereich des Grundwassers erstrecken und liegt nicht im Einzugsgebiet der öffentlichen Trinkwasserversorgung."

Was wird mit dieser Veröffentlichung bezweckt?

Einerseits soll die Veröffentlichung das weitere Vorgehen des Landratsamts und der Firma Glück beeinflußen. Nicht umsonst wird im weiteren Text auch "Am Grund" in Planegg erwähnt. Es gibt Überlegung zu einer mobilen Recyclinganlage in der Nähe der Kompostieranlage. Schon bei der Vorstellung des Projekts wurde massive Kritik laut - Recycling ja, aber nicht bei uns!

Auch dem weiteren Kiesabbau soll ein Riegel vorgeschoben werden. So wird eine noch lange nicht spruchreife Kiesgewinnung am Lochhammer Schlag in Nähe der Würmtalstraße schon mal prophylaktisch abgelehnt.

2021 gab es eine interne Rangelei beim Bund Naturschutz Ortsgruppe Würmtal Nord. In deren Folge traten die beiden Vorsitzenden Dorit Zimmermann und Hildburg Kraemer zurück. Auch damals ging es um den Zwiespalt zwischen wirtschaftlichen Interessen und Naturschutz. Es herrschte Uneinigkeit bezüglich der Erweiterung des Gewerbegebiets Steinkirchen. Vielleicht will sich der neue Vorstand des Bund Naturschutz, der zunächst kommissarisch gearbeitet hat und erst am 13.11.2022 in seinem Amt bestätigt wurde, profilieren.

Das Vorgehen von Bund Naturschutz und Grünzug Netzwerk Würmtal sollte die Firma Glück und die genehmigenden Behörden diskreditieren. Der eigenen Glaubwürdigkeit dient dieses Vorgehen jedenfalls nicht.

Kommentar Jürgen Haubeil / Unser Würmtal

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Stein des Anstoßes - die Nassauskiesung in der Kiesgrube Glück (Foto: Unser Würmtal)
Stein des Anstoßes - die Nassauskiesung in der Kiesgrube Glück (Foto: Unser Würmtal)

Naturschützer prangern Nassauskiesung im Forst Kasten an

Die Orstgruppe Würmtal Nord des BUND Naturschutz und das Grünzug Netzwerk Würmtal prangern die Nass­aus­kies­ung im Kies­ab­bau­ge­biet im Forst Kasten an (Kommentar)

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"Schon wieder werden Auflagen in den Wind geschlagen. Als das Kies­ab­bau­ge­biet im Forst Kasten 1991 genehmigt wurde, gab es von der Ge­nehmig­ungs­be­hörde, dem Landratsamt, zahlreiche strenge Auflagen, wann und wie auszukiesen und der Wald wiederherzustellen ist. Längst müssten demzufolge schon wieder die Schwammerl in einem gar nicht mehr so jungen Wald wachsen. Jetzt ist auch noch die letzte Auflage gefallen, dass jedenfalls das Grundwasser nicht berührt werden darf. Auf Antrag des Kies­ab­bau­unter­nehmens erteilte das Landratsamt vor 14 Tagen die Genehmigung zur Nassauskiesung – Sofortvollzug," monieren Malwina Andrassy vom Bund Naturschutz und Herbert Stepp vom Grünzug Netzwerk Würmtal.

Warum jetzt?

Eigenartig ist der Zeitpunkt an dem die Genehmigung der Nassauskiesung kritisiert wird. Schon im April letzten Jahres befasste sich der Bauausschuss der Gemeinde Planegg mit dem Thema und beschloss einstimmig die Genehmigung zur Nass­aus­kies­ung durch die Firma Glück. Dieses Vorgehen entspricht auch dem Regionalplan (s.u.).

Jetzt, zum Zeitpunkt an dem das Landratsamt als übergeordnete Behörde dem Beschluss der Gemeinde Planegg entsprochen und die Genehmigung erteilt hat, wird vom Bund Naturschutz und vom Grünzug Netzwerk Würmtal das Vorgehen kritisiert! Wieso geschah dies nicht schon im April 2022?

Reaktion des Landratsamts

Das Landratsamts München und die beantragende Firma Glück werden in der vorliegenden Pressemeldung (s.u.) massiv verurteilt und als wortbrüchig an den Pranger gestellt. Dabei wird - wahrscheinlich wissentlich - ignoriert, dass sich 1991 viele Verordnungen und Gesetze verändert haben. So wird die verbrauchsnahe Rohstoffgewinnung vorgeschrieben: "Im Regionalplan ist die betroffene Fläche als Vorranggebiet für Bodenschätze Nr. 804 (Kies und Sand) verbindlich festgelegt. Rohstoffvorkommen sind gemäß dem Regionalplan insgesamt auszubeuten. Deren vollständige Ausschöpfung sowie die Gewinnung heimischer Rohstoffe liegt im öffentlichen Interesse," erläutert Christine Spiegel, Pressesprecherin des Landratsamts.

Dass der Transport, gerade von schweren Materialien wie Kies und Sand, zu hohen CO2-Emmisionen führt, wird von der Verfassern, Bund Naturschutz und vom Grünzug Netzwerk Würmtal, geflissentlich verschwiegen. Gerade um weite Transportwege zu vermeiden, wird die regionale Gewinnung von Rohstoffen im Regionalplan vorgeschrieben. Die Firma Glück vermeidet sogar kurze Transporte per LKW und bringt das Material aus der erwähnten Kiesgrube über ein in einem Tunnel verlaufendes Förderbandsystem zur Weiterverarbeitung nach Gräfelfing.

Beeinträchtigung Grundwasser

In der Pressemeldung wird eine Beeinträchtigung des Grundwassers befürchtet: "Wir bezweifeln die Behauptung, dass dem Grundwasser kein Schaden zugefügt wird, wenn nur mit unkritischem Material wieder aufgefüllt wird."

Antwort des Landratsamts: "Bei jedem Kiesabbau darf nur Material verfüllt werden, das für das Grundwasser unschädlich ist. Anderes Material wird im Bescheid nicht zugelassen. Bauschutt darf als Verfüllmaterial nur in dem Bereich oberhalb des höchsten Grundwasserstandes und nach Aufbringen einer Sorptionsschicht eingebracht werden. Die Nassauskiesung wird sich nur in einer relativ geringen Tiefe in den Bereich des Grundwassers erstrecken und liegt nicht im Einzugsgebiet der öffentlichen Trinkwasserversorgung."

Was wird mit dieser Veröffentlichung bezweckt?

Einerseits soll die Veröffentlichung das weitere Vorgehen des Landratsamts und der Firma Glück beeinflußen. Nicht umsonst wird im weiteren Text auch "Am Grund" in Planegg erwähnt. Es gibt Überlegung zu einer mobilen Recyclinganlage in der Nähe der Kompostieranlage. Schon bei der Vorstellung des Projekts wurde massive Kritik laut - Recycling ja, aber nicht bei uns!

Auch dem weiteren Kiesabbau soll ein Riegel vorgeschoben werden. So wird eine noch lange nicht spruchreife Kiesgewinnung am Lochhammer Schlag in Nähe der Würmtalstraße schon mal prophylaktisch abgelehnt.

2021 gab es eine interne Rangelei beim Bund Naturschutz Ortsgruppe Würmtal Nord. In deren Folge traten die beiden Vorsitzenden Dorit Zimmermann und Hildburg Kraemer zurück. Auch damals ging es um den Zwiespalt zwischen wirtschaftlichen Interessen und Naturschutz. Es herrschte Uneinigkeit bezüglich der Erweiterung des Gewerbegebiets Steinkirchen. Vielleicht will sich der neue Vorstand des Bund Naturschutz, der zunächst kommissarisch gearbeitet hat und erst am 13.11.2022 in seinem Amt bestätigt wurde, profilieren.

Das Vorgehen von Bund Naturschutz und Grünzug Netzwerk Würmtal sollte die Firma Glück und die genehmigenden Behörden diskreditieren. Der eigenen Glaubwürdigkeit dient dieses Vorgehen jedenfalls nicht.

Kommentar Jürgen Haubeil / Unser Würmtal

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