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Ortsentwicklung | | von BUND
Blick in den Wald des Antennenfelds (Foto: BUND Naturschutz)
Blick in den Wald des Antennenfelds (Foto: BUND Naturschutz)

Bundnaturschutz begrüßt Verschiebung des Kraillinger Ratsbegehrens

Die Bürger benötigen für die Entscheidung zum Kraillinger Ratsbegehrens viel mehr Informationen

Die BUND Naturschutz (BN) Kreisgruppe Starnberg und die BN Ortsgruppe Krailling begrüßen die im Ferienausschuss des Gemeinderats beschlossene Vertagung der Diskussion über eine neue Ratsbegehren-Formulierung.

Die Gemeinde Krailling möchte eine Gewerbegebiet-Erweiterung in 7 Hektar Klimaschutz-Bannwald hinein. Die Befürworter des waldzerstörenden Projekts haben nicht verstanden, dass viel zu hoher Flächenverbrauch eines der größten Umweltprobleme Bayerns darstellt. Krailling hat mit der KIM bereits ein Gewerbegebiet und erweitert dieses gerade um ca. 1,6 Hektar auf dem ehemaligen Sportplatz.

In Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens sind Rodungen von ausgewiesenem Klimaschutz-Bannwald nicht mehr akzeptabel. Anfang August hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof gegen eine geplante Bannwaldrodung in Planegg entschieden: "Bannwälder sind besonders schützenswerte Wälder nahe Siedlungsgebieten, denen eine außergewöhnliche Bedeutung unter anderem für das Klima und den Wasserhaushalt zukommt." Auch das Argument, es sei nur ein kleiner Teil Bannwald betroffen, ließ das Gericht nicht gelten.

Irreführende Information

Der BN fordert, dass künftig irreführende und verschleiernde Bezeichnungen und Informationen vermieden werden.

Es sollte für jeden Bürger sofort klar ersichtlich sein, dass durch die geplante Erweiterung des KIM- Gewerbegebiets in Zeiten von Klimakrise und Artensterben ausgewiesener Klimaschutz-Bannwald gerodet werden muss, der sich im Landschaftsschutzgebiet befindet. Doch auch in der neuen vorgelegten Fassung der Ratsbegehren-Frage fehlt dazu jeglicher Hinweis.

Es ist nur von „Antennenfeld“ die Rede. Dies klingt, als handele es sich um eine kahle Schotterfläche, bei der keinerlei wertvolle Natur zerstört wird, geschweige denn Bannwald, Klimaschutzwald, Landschaftsschutzgebiet. Hinzu kommt, dass auf dem beigefügten Plan das KIM-Gewerbegebiet grün dargestellt wird, der als „Antennenfeld“ bezeichnete Wildgehege-Bannwald hingegen rot eingefärbt ist.

Überdies ist die Gewerbegebiet-Erweiterungsfläche von „etwa sieben Hektar“ nur als „grobe Schätzung“ eingezeichnet. Es wäre nicht überraschend, wenn es zum Schluss mehr als sieben Hektar zusätzliches Gewerbegebiet werden, und wenn sich später die „grobe Schätzung“ als deutlich zu klein gezeichnet herausstellen würde... ...ein Schelm, wer dabei etwas denkt.

Bürgerversammlung

Auf der Bürgerversammlung bezeichnete Bürgermeister Haux den Wildgehege-Bannwald als „kaputter, verbrannter Wald“. Vier Wald- und Forstexperten waren bei der Waldbegehung am 3. August überrascht von dem sehr guten Waldzustand. Eine Aufwertung zu einem Ökokonto-Wald sei daher nicht möglich. Der Wald erwies sich in keinster Weise als „kaputt“, geschweige denn als „verbrannt“, auch nicht im übertragenen Sinne.

Es handelt sich vielmehr um einen reich strukturierten, dicht geschlossenen und altersmäßig durchmischten Mischwald aus vorherrschend standortsheimischen Laubbaumarten sowie Nadelbäumen, wie man anhand von hochauflösenden Luftaufnahmen und eines sehenswerten Drohnenvideos auf der Webseite unser-wuermtal.de erkennen kann.

Der BN fordert, dass ab Oktober regelmäßige Wildgehege-Begehungen für Bürger ermöglicht werden. Zwei Begehungsmöglichkeiten erst kurz vor dem nächsten Abstimmungstermin und nachdem die Briefwahlunterlagen bereits verschickt sind, sind viel zu spät und nicht akzeptabel." Es ist im Übrigen äußerst ungewöhnlich, dass eine Gemeinde die eigenen Bürger aus 22 Hektar sehr schönen Mischwald aussperrt und diesen stattdessen als privates Wildgehege verpachtet." Die Argumente, Begehungen seien zu gefährlich, sowie der Wald sei deshalb so schön, weil die Bürger ihn nicht durch Herumlaufen zerstören, sind nicht stichhaltig.

Mehr Zeit für Informationen

Durch die Terminverschiebung können viele bisher fehlende Informationen eingeholt und mitgeteilt werden, damit die Kraillinger Bürger faktenorientierter und fundierter als bisher über die von der Gemeinde angestrebte KIM-Erweiterung in den Klimaschutz-Bannwald hinein diskutieren können. Wichtig wären unter anderem auch Informationen über die dadurch zunehmende Verkehrsbelastung mit möglicherweise einer neuen Umgehungsstraße für Germering als Folge, was wiederum zusätzliche Bannwaldzerstörung bedeutet. Nicht zu vergessen: Der Landtagsabgeordnete Hans Friedl (Freie Wähler) setzt sich seit Jahren für den Bau des Autobahn-Südrings ein – je mehr Verkehr, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Planungen hierfür erneut aufgenommen werden. Zumal völlig offen ist, ob auf dem Tanklager-Gelände ein Verladebahnhof-Großprojekt entsteht oder ebenfalls neues Gewerbe angesiedelt wird.

Auch der noch größere Druck auf den Kraillinger Wohnungsmarkt und die ohnehin schon sehr knappen Kinderbetreuungsplätze sollte deutlich kommuniziert werden. Aus Sicht des BN ist die Fragestellung des Ratsbegehrens nicht klar formuliert. Bürgermeister Haux erläutert stets, die Bürger sollen lediglich gefragt werden, ob sie möchten, dass die Gemeinde anfängt, die Möglichkeiten für eine Gewerbegebietserweiterung ergebnisoffen zu prüfen und zu planen. Wenn dies wirklich gewollt ist, dann sollte dies im Ratsbegehren auch so und nicht anders gefragt werden.

Die Gemeinde baut ein Schreckgespenst vom Investitionsstau von angeblich 100 Millionen Euro auf. Allein die Sanierung der Grundschule wird mit sage und schreibe 40 Millionen veranschlagt. Seriöse, sorgfältige und sparsame Planung und Kalkulation sieht anders aus. Ein solcher Versuch, Kinder und Natur gegeneinander auszuspielen, hat mit sachlicher Information nichts mehr zu tun. Verschwiegen wird, dass Gewerbesteuereinnahmen sehr großen Schwankungen unterliegen und hohe Investitionen im Vorfeld erfordern. Unternehmen können überdies durch geschickte Gewinnverlagerungen und Investitionen Gewerbesteuer minimieren.

Quelle: BUND Naturschutz Kreisgruppe Starnberg

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Die Bürger benötigen für die Entscheidung zum Kraillinger Ratsbegehrens viel mehr Informationen

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Die BUND Naturschutz (BN) Kreisgruppe Starnberg und die BN Ortsgruppe Krailling begrüßen die im Ferienausschuss des Gemeinderats beschlossene Vertagung der Diskussion über eine neue Ratsbegehren-Formulierung.

Die Gemeinde Krailling möchte eine Gewerbegebiet-Erweiterung in 7 Hektar Klimaschutz-Bannwald hinein. Die Befürworter des waldzerstörenden Projekts haben nicht verstanden, dass viel zu hoher Flächenverbrauch eines der größten Umweltprobleme Bayerns darstellt. Krailling hat mit der KIM bereits ein Gewerbegebiet und erweitert dieses gerade um ca. 1,6 Hektar auf dem ehemaligen Sportplatz.

In Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens sind Rodungen von ausgewiesenem Klimaschutz-Bannwald nicht mehr akzeptabel. Anfang August hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof gegen eine geplante Bannwaldrodung in Planegg entschieden: "Bannwälder sind besonders schützenswerte Wälder nahe Siedlungsgebieten, denen eine außergewöhnliche Bedeutung unter anderem für das Klima und den Wasserhaushalt zukommt." Auch das Argument, es sei nur ein kleiner Teil Bannwald betroffen, ließ das Gericht nicht gelten.

Irreführende Information

Der BN fordert, dass künftig irreführende und verschleiernde Bezeichnungen und Informationen vermieden werden.

Es sollte für jeden Bürger sofort klar ersichtlich sein, dass durch die geplante Erweiterung des KIM- Gewerbegebiets in Zeiten von Klimakrise und Artensterben ausgewiesener Klimaschutz-Bannwald gerodet werden muss, der sich im Landschaftsschutzgebiet befindet. Doch auch in der neuen vorgelegten Fassung der Ratsbegehren-Frage fehlt dazu jeglicher Hinweis.

Es ist nur von „Antennenfeld“ die Rede. Dies klingt, als handele es sich um eine kahle Schotterfläche, bei der keinerlei wertvolle Natur zerstört wird, geschweige denn Bannwald, Klimaschutzwald, Landschaftsschutzgebiet. Hinzu kommt, dass auf dem beigefügten Plan das KIM-Gewerbegebiet grün dargestellt wird, der als „Antennenfeld“ bezeichnete Wildgehege-Bannwald hingegen rot eingefärbt ist.

Überdies ist die Gewerbegebiet-Erweiterungsfläche von „etwa sieben Hektar“ nur als „grobe Schätzung“ eingezeichnet. Es wäre nicht überraschend, wenn es zum Schluss mehr als sieben Hektar zusätzliches Gewerbegebiet werden, und wenn sich später die „grobe Schätzung“ als deutlich zu klein gezeichnet herausstellen würde... ...ein Schelm, wer dabei etwas denkt.

Bürgerversammlung

Auf der Bürgerversammlung bezeichnete Bürgermeister Haux den Wildgehege-Bannwald als „kaputter, verbrannter Wald“. Vier Wald- und Forstexperten waren bei der Waldbegehung am 3. August überrascht von dem sehr guten Waldzustand. Eine Aufwertung zu einem Ökokonto-Wald sei daher nicht möglich. Der Wald erwies sich in keinster Weise als „kaputt“, geschweige denn als „verbrannt“, auch nicht im übertragenen Sinne.

Es handelt sich vielmehr um einen reich strukturierten, dicht geschlossenen und altersmäßig durchmischten Mischwald aus vorherrschend standortsheimischen Laubbaumarten sowie Nadelbäumen, wie man anhand von hochauflösenden Luftaufnahmen und eines sehenswerten Drohnenvideos auf der Webseite unser-wuermtal.de erkennen kann.

Der BN fordert, dass ab Oktober regelmäßige Wildgehege-Begehungen für Bürger ermöglicht werden. Zwei Begehungsmöglichkeiten erst kurz vor dem nächsten Abstimmungstermin und nachdem die Briefwahlunterlagen bereits verschickt sind, sind viel zu spät und nicht akzeptabel." Es ist im Übrigen äußerst ungewöhnlich, dass eine Gemeinde die eigenen Bürger aus 22 Hektar sehr schönen Mischwald aussperrt und diesen stattdessen als privates Wildgehege verpachtet." Die Argumente, Begehungen seien zu gefährlich, sowie der Wald sei deshalb so schön, weil die Bürger ihn nicht durch Herumlaufen zerstören, sind nicht stichhaltig.

Mehr Zeit für Informationen

Durch die Terminverschiebung können viele bisher fehlende Informationen eingeholt und mitgeteilt werden, damit die Kraillinger Bürger faktenorientierter und fundierter als bisher über die von der Gemeinde angestrebte KIM-Erweiterung in den Klimaschutz-Bannwald hinein diskutieren können. Wichtig wären unter anderem auch Informationen über die dadurch zunehmende Verkehrsbelastung mit möglicherweise einer neuen Umgehungsstraße für Germering als Folge, was wiederum zusätzliche Bannwaldzerstörung bedeutet. Nicht zu vergessen: Der Landtagsabgeordnete Hans Friedl (Freie Wähler) setzt sich seit Jahren für den Bau des Autobahn-Südrings ein – je mehr Verkehr, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Planungen hierfür erneut aufgenommen werden. Zumal völlig offen ist, ob auf dem Tanklager-Gelände ein Verladebahnhof-Großprojekt entsteht oder ebenfalls neues Gewerbe angesiedelt wird.

Auch der noch größere Druck auf den Kraillinger Wohnungsmarkt und die ohnehin schon sehr knappen Kinderbetreuungsplätze sollte deutlich kommuniziert werden. Aus Sicht des BN ist die Fragestellung des Ratsbegehrens nicht klar formuliert. Bürgermeister Haux erläutert stets, die Bürger sollen lediglich gefragt werden, ob sie möchten, dass die Gemeinde anfängt, die Möglichkeiten für eine Gewerbegebietserweiterung ergebnisoffen zu prüfen und zu planen. Wenn dies wirklich gewollt ist, dann sollte dies im Ratsbegehren auch so und nicht anders gefragt werden.

Die Gemeinde baut ein Schreckgespenst vom Investitionsstau von angeblich 100 Millionen Euro auf. Allein die Sanierung der Grundschule wird mit sage und schreibe 40 Millionen veranschlagt. Seriöse, sorgfältige und sparsame Planung und Kalkulation sieht anders aus. Ein solcher Versuch, Kinder und Natur gegeneinander auszuspielen, hat mit sachlicher Information nichts mehr zu tun. Verschwiegen wird, dass Gewerbesteuereinnahmen sehr großen Schwankungen unterliegen und hohe Investitionen im Vorfeld erfordern. Unternehmen können überdies durch geschickte Gewinnverlagerungen und Investitionen Gewerbesteuer minimieren.

Quelle: BUND Naturschutz Kreisgruppe Starnberg

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