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Gesellschaft | | von Gemeinde Gräfelfing

„Das neue Evangelium“

Die Fairtrade-Gemeinde Gräfelfing lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ins Filmeck am Bahnhofsplatz ein

Faire Preise, faire Arbeit! Fairtrade-Gemeinde Gräfelfing zeigt preisgekrönte Dokumentation „Das neue Evangelium“ mit anschließendem Filmgespräch

Seit 2013 ist Gräfelfing Fairtrade-Gemeinde. Am 09.12.2022 um 17.00 Uhr lädt sie in Kooperation mit dem Öko & Fair Umweltzentrum alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ins Filmeck am Bahnhofsplatz ein.

Filmplakat der preisgekrönten Dokumentation „Das neue Evangelium“
Filmplakat der preisgekrönten Dokumentation „Das neue Evangelium“

Gezeigt wird "Das neue Evangelium" aus dem Jahr 2020 von Milo Rau (Buch & Regie) – ein filmisches Meisterwerk zwischen Dokumentarfilm, Spielfilm und politischer Aktionskunst. Popstar der Kultur- und Theaterszene Milo Rau inszenierte mit Flüchtlingsaktivist Yvan Sagnet die moderne Geschichte eines Schwarzen Jesus mit radikal aktuellen Bezügen.

Anschließende Diskussion

Christiane Lüst vom Öko & Fair Umweltzentrum (Gauting) wird im Anschluss an die Filmvorführung zu einer Diskussion anregen und ergänzende Informationen zu dem Thema liefern. Anlass ist nicht zuletzt der Internationale Tag der Menschenrechte am 10.12.2022.

Was würde Jesus im 21. Jahrhundert predigen? Wer wären seine Jünger? Regisseur Milo Rau („Das Kongo Tribunal“) kehrt in der süditalienischen Stadt Matera zu den Ursprüngen des Evangeliums zurück und inszeniert es als Passionsspiel einer Gesellschaft, die geprägt ist von Unrecht und Ungleichheit.

Flüchtlinge versklavt

Gemeinsam mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet, der Jesus verkörpert, erschafft Rau eine zutiefst biblische Geschichte. Nach Jesus‘ Vorbild kehrt Yvan als „Menschenfischer“ in das größte der Flüchtlingslager bei Matera zurück. Unter den dort Gestrandeten, findet er seine „Jünger“ - Verzweifelte, die über das Mittelmeer nach Europa gekommen sind, um auf den Tomatenfeldern Süditaliens versklavt zu werden und dort unter unmenschlichen Bedingungen in regelrechten Ghettos hausen – allein in Italien sind das mehr als 500.000 Menschen. Gemeinsam mit ansässigen Kleinbäuerinnen und -bauern begründen sie den „Revolte der Würde“ („The Revolt of Dignity“), eine politische Kampagne, die für die Rechte von Migrantinnen und Migranten kämpft.

Hauptdarsteller Yvan Sagnet stammt aus Kamerun und arbeitete selbst auf einer Tomatenplantage in Apulien, bis er 2011 den bisher größten Streik in der italienischen Landwirtschaft organisierte. Für das Filmprojekt zieht er 2019 durch die Lager rund um Matera, wo er seine „Jünger“ findet. Es gesellen sich zahlreiche Laiendarstellerinnen und -darsteller aus Matera selbst dazu sowie Kleinbäuerinnen und -bauern der Region, die von großen Agrarunternehmen in den Bankrott getrieben werden und Seite an Seite mit den Flüchtlingen auf die Missstände aufmerksam machen.

Gleichzeitig besetzt Milo Rau weitere Rollen mit Schauspielern und Schauspielerinnen aus den Filmen von Pier Paolo Pasolini und Mel Gibson: So ist Enrique Irazoqui, der jüngst verstorbene Jesus-Darsteller Pasolinis, in seiner letzten Filmrolle zu sehen. Als Johannes der Täufer übergibt er mit der Taufe gleichsam den Staffelstab der Jesus-Rolle an Yvan Sagnet.

Maia Morgenstern spielt – wie auch bei Mel Gibson – die Mutter des Messias. Und der von der Kritik gefeierte und in Cannes 2018 als bester Schauspieler ausgezeichnete Marcello Fonte spielt Pontius Pilatus.

Thomas Eirich-Schneider sind die ikonographisch starken Blickwinkel und eindrucksvollen Bilder zu verdanken, die von der gefühlvollen Musik und Off-Stimme von Vinicio Capossela umspielt werden.

„Bei 39 Cent für eine Dose Tomaten braucht der Bauer Sklaven“, so Christiane Lüst von Öko & Fair in Gauting. „Das sollte jeder bedenken, der zu billigen Produkten im Discounter greift.“

In dieser Hinsicht zu sensibilisieren, ist auch der Gemeinde Gräfelfing wichtig. „Schon seit 2013 setzen wir uns für das Thema „Fairer Handel“ ein“, so Koordinatorin Birgit Doll. „Damals haben wir uns als Fairtrade-Gemeinde beworben und eine entsprechende Steuerungsgruppe gebildet, in deren Rahmen viele Aktionen umgesetzt wurden. Unter anderem im Hinblick auf die schulische Bildung – das Kurt-Huber-Gymnasium wurde Fairtrade-Schule, was aus der Steuerungsgruppe hervorging. Das „Faire Kino“ ist ein weiterer Baustein in diesem Zusammenhang und wir freuen uns, wenn wir viele Menschen für das Thema interessieren können. Jeder, der selbst aktiv werden und etwas umsetzen möchte, ist in unserer Steuerungsgruppe herzlich willkommen.“

Länge des Films: 107 Minuten + anschließendem Filmgespräch
Eintritt: 8 Euro

Weitere Informationen zum Film

Quelle: Gemeinde Gräfelfing

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„Das neue Evangelium“

Die Fairtrade-Gemeinde Gräfelfing lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ins Filmeck am Bahnhofsplatz ein

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Seit 2013 ist Gräfelfing Fairtrade-Gemeinde. Am 09.12.2022 um 17.00 Uhr lädt sie in Kooperation mit dem Öko & Fair Umweltzentrum alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ins Filmeck am Bahnhofsplatz ein.

Filmplakat der preisgekrönten Dokumentation „Das neue Evangelium“
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Gezeigt wird "Das neue Evangelium" aus dem Jahr 2020 von Milo Rau (Buch & Regie) – ein filmisches Meisterwerk zwischen Dokumentarfilm, Spielfilm und politischer Aktionskunst. Popstar der Kultur- und Theaterszene Milo Rau inszenierte mit Flüchtlingsaktivist Yvan Sagnet die moderne Geschichte eines Schwarzen Jesus mit radikal aktuellen Bezügen.

Anschließende Diskussion

Christiane Lüst vom Öko & Fair Umweltzentrum (Gauting) wird im Anschluss an die Filmvorführung zu einer Diskussion anregen und ergänzende Informationen zu dem Thema liefern. Anlass ist nicht zuletzt der Internationale Tag der Menschenrechte am 10.12.2022.

Was würde Jesus im 21. Jahrhundert predigen? Wer wären seine Jünger? Regisseur Milo Rau („Das Kongo Tribunal“) kehrt in der süditalienischen Stadt Matera zu den Ursprüngen des Evangeliums zurück und inszeniert es als Passionsspiel einer Gesellschaft, die geprägt ist von Unrecht und Ungleichheit.

Flüchtlinge versklavt

Gemeinsam mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet, der Jesus verkörpert, erschafft Rau eine zutiefst biblische Geschichte. Nach Jesus‘ Vorbild kehrt Yvan als „Menschenfischer“ in das größte der Flüchtlingslager bei Matera zurück. Unter den dort Gestrandeten, findet er seine „Jünger“ - Verzweifelte, die über das Mittelmeer nach Europa gekommen sind, um auf den Tomatenfeldern Süditaliens versklavt zu werden und dort unter unmenschlichen Bedingungen in regelrechten Ghettos hausen – allein in Italien sind das mehr als 500.000 Menschen. Gemeinsam mit ansässigen Kleinbäuerinnen und -bauern begründen sie den „Revolte der Würde“ („The Revolt of Dignity“), eine politische Kampagne, die für die Rechte von Migrantinnen und Migranten kämpft.

Hauptdarsteller Yvan Sagnet stammt aus Kamerun und arbeitete selbst auf einer Tomatenplantage in Apulien, bis er 2011 den bisher größten Streik in der italienischen Landwirtschaft organisierte. Für das Filmprojekt zieht er 2019 durch die Lager rund um Matera, wo er seine „Jünger“ findet. Es gesellen sich zahlreiche Laiendarstellerinnen und -darsteller aus Matera selbst dazu sowie Kleinbäuerinnen und -bauern der Region, die von großen Agrarunternehmen in den Bankrott getrieben werden und Seite an Seite mit den Flüchtlingen auf die Missstände aufmerksam machen.

Gleichzeitig besetzt Milo Rau weitere Rollen mit Schauspielern und Schauspielerinnen aus den Filmen von Pier Paolo Pasolini und Mel Gibson: So ist Enrique Irazoqui, der jüngst verstorbene Jesus-Darsteller Pasolinis, in seiner letzten Filmrolle zu sehen. Als Johannes der Täufer übergibt er mit der Taufe gleichsam den Staffelstab der Jesus-Rolle an Yvan Sagnet.

Maia Morgenstern spielt – wie auch bei Mel Gibson – die Mutter des Messias. Und der von der Kritik gefeierte und in Cannes 2018 als bester Schauspieler ausgezeichnete Marcello Fonte spielt Pontius Pilatus.

Thomas Eirich-Schneider sind die ikonographisch starken Blickwinkel und eindrucksvollen Bilder zu verdanken, die von der gefühlvollen Musik und Off-Stimme von Vinicio Capossela umspielt werden.

„Bei 39 Cent für eine Dose Tomaten braucht der Bauer Sklaven“, so Christiane Lüst von Öko & Fair in Gauting. „Das sollte jeder bedenken, der zu billigen Produkten im Discounter greift.“

In dieser Hinsicht zu sensibilisieren, ist auch der Gemeinde Gräfelfing wichtig. „Schon seit 2013 setzen wir uns für das Thema „Fairer Handel“ ein“, so Koordinatorin Birgit Doll. „Damals haben wir uns als Fairtrade-Gemeinde beworben und eine entsprechende Steuerungsgruppe gebildet, in deren Rahmen viele Aktionen umgesetzt wurden. Unter anderem im Hinblick auf die schulische Bildung – das Kurt-Huber-Gymnasium wurde Fairtrade-Schule, was aus der Steuerungsgruppe hervorging. Das „Faire Kino“ ist ein weiterer Baustein in diesem Zusammenhang und wir freuen uns, wenn wir viele Menschen für das Thema interessieren können. Jeder, der selbst aktiv werden und etwas umsetzen möchte, ist in unserer Steuerungsgruppe herzlich willkommen.“

Länge des Films: 107 Minuten + anschließendem Filmgespräch
Eintritt: 8 Euro

Weitere Informationen zum Film

Quelle: Gemeinde Gräfelfing

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