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Gauting | | von Unser Würmtal
Beim Tandemsystem gibt eine Vertrauensperson des Seniors digitale Hilfestellung und wird dabei vom Seniorenbeirat Gauting unterstützt.
Beim Tandemsystem gibt eine Vertrauensperson des Seniors digitale Hilfestellung und wird dabei vom Seniorenbeirat Gauting unterstützt. (Foto: ivanko80 / stock.adobe.com)

Digitalhilfe vom Tandem-Partner

Corona hat ein „Riesenzulauf an Hilfsbereitschaft“ gebracht – aber auch gezeigt, wie wichtig es auch für ältere Mitbürger ist, digital unterwegs zu sein. Dies beiden Erkenntnisse verknüpft der Seniorenbeirat Gauting zu einem wegweisenden Projekt.

„In Bezug auf die digitalen Fähigkeiten sehen wir sehr großen Nachholbedarf insbesondere bei den über 75 Jahre alten Senioren“, erklärt der Vorsitzender des Seniorenbeirats Klaus Wagner. „Eben mal eine Email schreiben, sich über WhatsApp austauschen, Apps benutzen oder schnell mal skypen – das ist für sehr viele von ihnen leider eine verschlossene Welt. Und damit ist die Gruppe abgehängt von der Gemeinschaft.“

Gemeinsam mit Johannes Schmoeckel initiierte Wagner daher die Digitaloffensive für Senioren. Angebunden an die Nachbarschaftshilfe „Gauting hilft“ sollen bald Lernkurse und digitale Hilfen zur Verfügung stehen. „Wir haben im BRK Starnberg einen verlässlichen Partner für die Nachbarschaftshilfe und werden von dort aus auch in unserer Digitaloffensive unterstützt.“ Konkret: Das BRK hilft beim Betriebssystem, bei der Auswahl von Apps, Beratungen für die Hardware, Verwaltung der Spendengelder und stellt die Webseite zur Verfügung, über die Infos und Organisation laufen.

Individuelles Lernen mit Tandem-Partner

„Einen VHS-Kurs bieten wir nicht an, sondern vielmehr ein selbstlernendes System“, betonte Johannes Schmoeckel. Erster Schritt sei die Bestandsaufnahme bei den Interessenten. „Also: gibt es WLan, gibt es ein Tablet vor Ort? Oder braucht der Senior möglicherweise ein Leihgerät von uns.“ Seien diese Fragen geklärt, könne man in die Lernphase einsteigen. „Das soll sehr individuell erfolgen. Wir haben uns dazu ein Tandemsystem ausgedacht. Eine Vertrauensperson des Seniors gibt digitale Hilfestellung, nutzt unser Arbeitsmaterial und hält Kontakt mit uns.“

Dank Tandem bleiben Senioren und Helfer in Bezug auf Corona-Risiken auf der sicheren Seite. „Wir bringen die Digitalisierung ins Haus, ganz sicher!“, erklärte Wagner dazu. Zwei Testpersonen aus dem Beiratskreis haben sich inzwischen schon gemeldet und sind Teil der Pilotphase. „Wenn der Kurs mit den beiden problemlos läuft, dann beginnen wir mit anderen Interessenten.“ Und wer weiß, vielleicht findet das Projekt auch in anderen Gemeinden Anklang. „Das würde uns freuen.“

Info, Kontakt und Unterstützungsmöglichkeiten sind hier auf der BRK-Webseite sowie hier auf der Gemeinde-Webseite zu finden. Dort sind auch die Kontaktdaten der Beiratsmitglieder hinterlegt.

Über den Seniorenbeirat

Der siebenköpfige Seniorenbeirat in Gauting begreift sich als beratendes Gremium und Interessenvertretung für die Generation 60+. Die Amtszeit endet im Juni 2021. Am 4. Mai finden Neuwahlen statt – eine Zäsur für den aktuellen Beirat.

„Die Generation 60+ soll gesehen und gehört werden“, betont der Vorsitzender des Seniorenbeirats und umreißt damit das Ziel des Beirats. „Entscheidungen können wir keine treffen. Aber wir können unterstützen und beraten.“ Von den rund 21.000 Gautingern zählten 6.000, also knapp ein Drittel, zu den „Golden Agers“, schätzt Wagner. „Eine gewaltige Zahl! 2.500 davon sind älter als 75.“

Für sie alle hat der aktuelle Beirat seit Beginn der Amtszeit 2017 einiges auf den Weg gebracht. Kleine Kostprobe: zwei Mitfahrbänke wurden eingerichtet, beim Bauprojekt am Patchway-Anger sollen Begegnungsräume geschaffen werden und die Nachbarschaftshilfe „Gauting hilft“ wurde 2018 gegründet. „Mittlerweile sind wir in dieser Hilfe 50 Ehrenamtliche und betreuen ungefähr 70 Hilfesuchende“, so Wagner.


Redaktion: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal

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Beim Tandemsystem gibt eine Vertrauensperson des Seniors digitale Hilfestellung und wird dabei vom Seniorenbeirat Gauting unterstützt.
Beim Tandemsystem gibt eine Vertrauensperson des Seniors digitale Hilfestellung und wird dabei vom Seniorenbeirat Gauting unterstützt. (Foto: ivanko80 / stock.adobe.com)

Digitalhilfe vom Tandem-Partner

Corona hat ein „Riesenzulauf an Hilfsbereitschaft“ gebracht – aber auch gezeigt, wie wichtig es auch für ältere Mitbürger ist, digital unterwegs zu sein. Dies beiden Erkenntnisse verknüpft der Seniorenbeirat Gauting zu einem wegweisenden Projekt.

„In Bezug auf die digitalen Fähigkeiten sehen wir sehr großen Nachholbedarf insbesondere bei den über 75 Jahre alten Senioren“, erklärt der Vorsitzender des Seniorenbeirats Klaus Wagner. „Eben mal eine Email schreiben, sich über WhatsApp austauschen, Apps benutzen oder schnell mal skypen – das ist für sehr viele von ihnen leider eine verschlossene Welt. Und damit ist die Gruppe abgehängt von der Gemeinschaft.“

Gemeinsam mit Johannes Schmoeckel initiierte Wagner daher die Digitaloffensive für Senioren. Angebunden an die Nachbarschaftshilfe „Gauting hilft“ sollen bald Lernkurse und digitale Hilfen zur Verfügung stehen. „Wir haben im BRK Starnberg einen verlässlichen Partner für die Nachbarschaftshilfe und werden von dort aus auch in unserer Digitaloffensive unterstützt.“ Konkret: Das BRK hilft beim Betriebssystem, bei der Auswahl von Apps, Beratungen für die Hardware, Verwaltung der Spendengelder und stellt die Webseite zur Verfügung, über die Infos und Organisation laufen.

Individuelles Lernen mit Tandem-Partner

„Einen VHS-Kurs bieten wir nicht an, sondern vielmehr ein selbstlernendes System“, betonte Johannes Schmoeckel. Erster Schritt sei die Bestandsaufnahme bei den Interessenten. „Also: gibt es WLan, gibt es ein Tablet vor Ort? Oder braucht der Senior möglicherweise ein Leihgerät von uns.“ Seien diese Fragen geklärt, könne man in die Lernphase einsteigen. „Das soll sehr individuell erfolgen. Wir haben uns dazu ein Tandemsystem ausgedacht. Eine Vertrauensperson des Seniors gibt digitale Hilfestellung, nutzt unser Arbeitsmaterial und hält Kontakt mit uns.“

Dank Tandem bleiben Senioren und Helfer in Bezug auf Corona-Risiken auf der sicheren Seite. „Wir bringen die Digitalisierung ins Haus, ganz sicher!“, erklärte Wagner dazu. Zwei Testpersonen aus dem Beiratskreis haben sich inzwischen schon gemeldet und sind Teil der Pilotphase. „Wenn der Kurs mit den beiden problemlos läuft, dann beginnen wir mit anderen Interessenten.“ Und wer weiß, vielleicht findet das Projekt auch in anderen Gemeinden Anklang. „Das würde uns freuen.“

Info, Kontakt und Unterstützungsmöglichkeiten sind hier auf der BRK-Webseite sowie hier auf der Gemeinde-Webseite zu finden. Dort sind auch die Kontaktdaten der Beiratsmitglieder hinterlegt.

Über den Seniorenbeirat

Der siebenköpfige Seniorenbeirat in Gauting begreift sich als beratendes Gremium und Interessenvertretung für die Generation 60+. Die Amtszeit endet im Juni 2021. Am 4. Mai finden Neuwahlen statt – eine Zäsur für den aktuellen Beirat.

„Die Generation 60+ soll gesehen und gehört werden“, betont der Vorsitzender des Seniorenbeirats und umreißt damit das Ziel des Beirats. „Entscheidungen können wir keine treffen. Aber wir können unterstützen und beraten.“ Von den rund 21.000 Gautingern zählten 6.000, also knapp ein Drittel, zu den „Golden Agers“, schätzt Wagner. „Eine gewaltige Zahl! 2.500 davon sind älter als 75.“

Für sie alle hat der aktuelle Beirat seit Beginn der Amtszeit 2017 einiges auf den Weg gebracht. Kleine Kostprobe: zwei Mitfahrbänke wurden eingerichtet, beim Bauprojekt am Patchway-Anger sollen Begegnungsräume geschaffen werden und die Nachbarschaftshilfe „Gauting hilft“ wurde 2018 gegründet. „Mittlerweile sind wir in dieser Hilfe 50 Ehrenamtliche und betreuen ungefähr 70 Hilfesuchende“, so Wagner.


Redaktion: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal

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