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Lochham | | von Unser Würmtal
Die Teilnehmer während des Wettkampfes: Auch die Farbe ist entscheidend (Foto Isabelle Keck / Unser Würmtal)
Die Teilnehmer während des Wettkampfes: Auch die Farbe ist entscheidend (Foto Isabelle Keck / Unser Würmtal)

Wenn das Bier nach Schokolade schmeckt

Die besten „Biernasen“ Deutschlands traten in der Gräfelfinger Doemens Akademie bei der Deutschen Meisterschaft der Biersommeliers gegeneinander an.

Sie tasten sich langsam heran und schmecken sich hinein, sie bringen die richtige Nase und ein profundes Basiswissen über Brauprozesse, Rohstoffkunde, Biergeschichte und Bierstile mit. Schon lange stehen sie nicht mehr im Schatten der Weinexperten: Biersommeliers. Am vergangenen Samstag sind die besten „Biernasen“ Deutschlands in der Doemens Akademie bei der Deutschen Meisterschaft der Biersommeliers gegeneinander angetreten.

Wer sich nach einem langen Tag ein Bierchen aus dem Kühlschrank holt, der genießt das Prickeln auf der Zunge und die Erfrischung. Eher selten bewertet er dabei die Balance beim Nachtrunk mit süß, mittel oder bitter; es sei denn: er ist Biersommelier. Zwar ist die Bezeichnung Biersommelier kein geschützter Begriff und auch kein anerkannter Ausbildungsberuf, dennoch sind Biersommeliers ausgesprochene Experten bei der Beurteilung von Bieren. Wer sich ernsthaft so bezeichnet, sollte deshalb eine spezialisierte Ausbildung absolviert haben.

25 Prozent weibliche Teilnehmerinnen und eine reine Frauenjury (Foto: Isabelle Keck / Unser Würmtal)
25 Prozent weibliche Teilnehmerinnen und eine reine Frauenjury (Foto: Isabelle Keck / Unser Würmtal)

Bereits zum fünften Mal wurde die Deutsche Meisterschaft der Biersommeliers ausgetragen. Diesmal stellten die besten Biersommeliers in den neuen Räumlichkeiten der Doemens Akademie an der Lohenstraße 3 in Gräfelfing ihr sensorisches Können, aber auch ihre Präsentationsfähigkeiten unter Beweis. Unter den sechs Finalisten konnte sich Michael Friedrich mit einer perfekten Präsentation am Ende durchsetzen.

30 Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren gegeneinander angetreten, um ihr Können unter Beweis zu stellen. In der ersten Vorrunde ging es um die Erkennung von Bierstilen: Pils, Märzen, Bock, Helles oder Weizen? – in dieser Phase des Wettkampfes ausschließlich noch auf deutsche Biere beschränkt. Weiter ging es mit den biertypischen Aromen, dem Flavour: blumig/fruchtig oder gewürzartig? Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, wurde auch schon mal ein Fehlaroma untergejubelt, das mit käsig/ranzig bei einem gekippten Bier durchaus vorkommen könnte.

Teilnehmer bewerten sich untereinander

Um sich für das Finale zu qualifizieren, traten die zehn Bestplatzierten in einer K.o.-Runde gegeneinander an. Die Aufgabe bestand in der Präsentation und Beschreibung eines Bieres, welches sie eingeschenkt im Glas auf der Bühne bekamen, sonst darüber aber nichts wussten. Neu in der Bewertung war dieses Mal, dass die Teilnehmer, die sich nicht für das Halbfinale qualifizieren konnten, als Jury tätig wurden. Sie mussten ihre Kollegen hinsichtlich sensorischer Bierbeschreibung, Nennung des Bierstils und der Performance bewerteten.

Die sechs Finalisten inklusive eines „Lucky Loosers“ mussten in der heißen Phase des Wettkampfes ein für sie zugelostes Bier präsentieren. Die Jury – bestehend aus drei Frauen, allesamt Persönlichkeiten der Braubranche – beurteilte neben der Performance das Storytelling zum Bier, die sensorische Beschreibung des Bieres sowie ein mögliches Foodpairing. Spätestens hier wurde bei den Braustilen deutscher Boden verlassen. Ist es ein Imperial Port oder vielleicht doch ein Imperial Stout, weil es einen trockeneren und gerösteten Charakter hat?

Ein ausgezeichneter Biersommelier schmeckt sich hinein. Er lässt sich Zeit und wägt ab bei Aromen, die er über die Nase aufnimmt und den Geschmack im An- und Nachtrunk. Ist der Hopfen kräuterlastig, harzig oder schmeckt er nach Citrus? Deutschlands beste Biersommeliers beachten auch Nuancen: Getreide, Schokolade, Kaffee. Deshalb ist Bier nicht gleich Bier und passt deshalb auch nicht automatisch zu jedem Gericht. Ein Stout kommt beispielsweise dunkel daher in Farbe und Schaum: tiefes Schwarz mit fester, sahnig-cremiger Schaumkrone. Der Geschmack ist herb und bitter, erinnert an ziemlich dunkle Schokolade, was sich wiederum hervorragend mit pikant gewürztem und saftigem Grillfleisch verträgt.

Was macht eigentlich einen guten Biersommelier aus? fragen wir Andreas Hofbauer, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Doemens Akademie. „Er muss die Wertigkeit von Bier in der richtigen Weise darstellen können“, antwortet er.

Brillante Finalisten

Sieger Michael Friedrich (Bild Mitte), der zweite Platz ging an Christian Küppers, Dritte wurde Mareike Hasenbeck
Sieger Michael Friedrich (Bild Mitte), der zweite Platz ging an Christian Küppers, Dritte wurde Mareike Hasenbeck

Alle Finalisten konnten mit einer brillanten Präsentation überzeugen. Michael Friedrich gelang es dennoch aus den Besten hervorzustechen und die Jury und das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Mit der Präsentation des Eisbocks der Kulmbacher Brauerei ist es ihm gelungen, die Jury und das Publikum mit seinem Wissen und einem emotionalen Vortrag in der Gesamtheit zu überzeugen.

Der gelernte Brauer & Mälzer, Diplom-Braumeister sowie Diplom Biersommelier ist Geschäftsführer der Stonewood Braumanufaktur GmbH in Chemnitz. Über den Titel zeigte sich der neue Deutsche Meister sehr glücklich: „Heute war ein perfekter Tag für mich und ich bin stolz, nun zwei Jahre diesen Titel zu tragen“. Zweiter der Meisterschaft wurde Christian Küppers, Dritte Mareike Hasenbeck.

Die zehn bestplatzierten Biersommeliers der Deutschen Meisterschaft haben sich durch ihr ausgezeichnetes Wissen und ihr sensorisches Know-how ebenfalls qualifiziert, um Deutschland bei der nächsten Weltmeisterschaft der Biersommeliers zu vertreten. Diese findet am 11. September 2022 im Rahmen der drinktec, der weltweiten größten Branchenmesse im Bereich Getränke, auf dem Münchner Messegelände statt.

Redaktion Isabelle Keck / Unser Würmtal

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Die Teilnehmer während des Wettkampfes: Auch die Farbe ist entscheidend (Foto Isabelle Keck / Unser Würmtal)
Die Teilnehmer während des Wettkampfes: Auch die Farbe ist entscheidend (Foto Isabelle Keck / Unser Würmtal)

Wenn das Bier nach Schokolade schmeckt

Die besten „Biernasen“ Deutschlands traten in der Gräfelfinger Doemens Akademie bei der Deutschen Meisterschaft der Biersommeliers gegeneinander an.

Sie tasten sich langsam heran und schmecken sich hinein, sie bringen die richtige Nase und ein profundes Basiswissen über Brauprozesse, Rohstoffkunde, Biergeschichte und Bierstile mit. Schon lange stehen sie nicht mehr im Schatten der Weinexperten: Biersommeliers. Am vergangenen Samstag sind die besten „Biernasen“ Deutschlands in der Doemens Akademie bei der Deutschen Meisterschaft der Biersommeliers gegeneinander angetreten.

Wer sich nach einem langen Tag ein Bierchen aus dem Kühlschrank holt, der genießt das Prickeln auf der Zunge und die Erfrischung. Eher selten bewertet er dabei die Balance beim Nachtrunk mit süß, mittel oder bitter; es sei denn: er ist Biersommelier. Zwar ist die Bezeichnung Biersommelier kein geschützter Begriff und auch kein anerkannter Ausbildungsberuf, dennoch sind Biersommeliers ausgesprochene Experten bei der Beurteilung von Bieren. Wer sich ernsthaft so bezeichnet, sollte deshalb eine spezialisierte Ausbildung absolviert haben.

25 Prozent weibliche Teilnehmerinnen und eine reine Frauenjury (Foto: Isabelle Keck / Unser Würmtal)
25 Prozent weibliche Teilnehmerinnen und eine reine Frauenjury (Foto: Isabelle Keck / Unser Würmtal)

Bereits zum fünften Mal wurde die Deutsche Meisterschaft der Biersommeliers ausgetragen. Diesmal stellten die besten Biersommeliers in den neuen Räumlichkeiten der Doemens Akademie an der Lohenstraße 3 in Gräfelfing ihr sensorisches Können, aber auch ihre Präsentationsfähigkeiten unter Beweis. Unter den sechs Finalisten konnte sich Michael Friedrich mit einer perfekten Präsentation am Ende durchsetzen.

30 Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren gegeneinander angetreten, um ihr Können unter Beweis zu stellen. In der ersten Vorrunde ging es um die Erkennung von Bierstilen: Pils, Märzen, Bock, Helles oder Weizen? – in dieser Phase des Wettkampfes ausschließlich noch auf deutsche Biere beschränkt. Weiter ging es mit den biertypischen Aromen, dem Flavour: blumig/fruchtig oder gewürzartig? Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, wurde auch schon mal ein Fehlaroma untergejubelt, das mit käsig/ranzig bei einem gekippten Bier durchaus vorkommen könnte.

Teilnehmer bewerten sich untereinander

Um sich für das Finale zu qualifizieren, traten die zehn Bestplatzierten in einer K.o.-Runde gegeneinander an. Die Aufgabe bestand in der Präsentation und Beschreibung eines Bieres, welches sie eingeschenkt im Glas auf der Bühne bekamen, sonst darüber aber nichts wussten. Neu in der Bewertung war dieses Mal, dass die Teilnehmer, die sich nicht für das Halbfinale qualifizieren konnten, als Jury tätig wurden. Sie mussten ihre Kollegen hinsichtlich sensorischer Bierbeschreibung, Nennung des Bierstils und der Performance bewerteten.

Die sechs Finalisten inklusive eines „Lucky Loosers“ mussten in der heißen Phase des Wettkampfes ein für sie zugelostes Bier präsentieren. Die Jury – bestehend aus drei Frauen, allesamt Persönlichkeiten der Braubranche – beurteilte neben der Performance das Storytelling zum Bier, die sensorische Beschreibung des Bieres sowie ein mögliches Foodpairing. Spätestens hier wurde bei den Braustilen deutscher Boden verlassen. Ist es ein Imperial Port oder vielleicht doch ein Imperial Stout, weil es einen trockeneren und gerösteten Charakter hat?

Ein ausgezeichneter Biersommelier schmeckt sich hinein. Er lässt sich Zeit und wägt ab bei Aromen, die er über die Nase aufnimmt und den Geschmack im An- und Nachtrunk. Ist der Hopfen kräuterlastig, harzig oder schmeckt er nach Citrus? Deutschlands beste Biersommeliers beachten auch Nuancen: Getreide, Schokolade, Kaffee. Deshalb ist Bier nicht gleich Bier und passt deshalb auch nicht automatisch zu jedem Gericht. Ein Stout kommt beispielsweise dunkel daher in Farbe und Schaum: tiefes Schwarz mit fester, sahnig-cremiger Schaumkrone. Der Geschmack ist herb und bitter, erinnert an ziemlich dunkle Schokolade, was sich wiederum hervorragend mit pikant gewürztem und saftigem Grillfleisch verträgt.

Was macht eigentlich einen guten Biersommelier aus? fragen wir Andreas Hofbauer, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Doemens Akademie. „Er muss die Wertigkeit von Bier in der richtigen Weise darstellen können“, antwortet er.

Brillante Finalisten

Sieger Michael Friedrich (Bild Mitte), der zweite Platz ging an Christian Küppers, Dritte wurde Mareike Hasenbeck
Sieger Michael Friedrich (Bild Mitte), der zweite Platz ging an Christian Küppers, Dritte wurde Mareike Hasenbeck

Alle Finalisten konnten mit einer brillanten Präsentation überzeugen. Michael Friedrich gelang es dennoch aus den Besten hervorzustechen und die Jury und das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Mit der Präsentation des Eisbocks der Kulmbacher Brauerei ist es ihm gelungen, die Jury und das Publikum mit seinem Wissen und einem emotionalen Vortrag in der Gesamtheit zu überzeugen.

Der gelernte Brauer & Mälzer, Diplom-Braumeister sowie Diplom Biersommelier ist Geschäftsführer der Stonewood Braumanufaktur GmbH in Chemnitz. Über den Titel zeigte sich der neue Deutsche Meister sehr glücklich: „Heute war ein perfekter Tag für mich und ich bin stolz, nun zwei Jahre diesen Titel zu tragen“. Zweiter der Meisterschaft wurde Christian Küppers, Dritte Mareike Hasenbeck.

Die zehn bestplatzierten Biersommeliers der Deutschen Meisterschaft haben sich durch ihr ausgezeichnetes Wissen und ihr sensorisches Know-how ebenfalls qualifiziert, um Deutschland bei der nächsten Weltmeisterschaft der Biersommeliers zu vertreten. Diese findet am 11. September 2022 im Rahmen der drinktec, der weltweiten größten Branchenmesse im Bereich Getränke, auf dem Münchner Messegelände statt.

Redaktion Isabelle Keck / Unser Würmtal

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