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Martinsried | | von Unser Würmtal
Peter von Schall-Riaucour: „Es tut weh, wenn man sich vorstellt, dass diese riesengroße schöne Fläche später versiegelt und betoniert sein soll. Bürgerverträglichkeit geht anders.“ (Foto: Unser Würmtal / Ulrike Seiffert)
Peter von Schall-Riaucour: „Es tut weh, wenn man sich vorstellt, dass diese riesengroße schöne Fläche später versiegelt und betoniert sein soll. Bürgerverträglichkeit geht anders.“ (Foto: Unser Würmtal / Ulrike Seiffert)

Drohender Verkehrskollaps?

Voraussichtlich zum Fahrplanwechsel 2024/2025 wird die U 6 von Garching über die Münchner Innenstadt und Großhadern bis auf den Campus Martinsried fahren. Bereits im nächsten Jahr soll es den Spatenstich zur U-Bahn-Verlängerung geben. Am Parkdeck für 80 Stellplätze wird bereits gebaut, den Bahnhof wird vorbereitet. Doch genau hier machen sich die Martinsrieder Bürger bemerkbar.

Kosten verdoppelt

Mit einem Vortrag über den Stand der Planungen für die U6 nach Martinsried und den Arbeiten am Parkdeck mit 80 Stellplätzen "Am Klopferspitz" hielt Dimitri Steinke, Geschäftsführer der U-Bahn Martinsried Projektmanagement GmbH & Co. KG, die Planegger Gemeinderäte auf dem Laufenden. Die schlechte Nachricht waren die steigenden Kosten. Gestartet bei 80 Millionen Euro vor einigen Jahren ist der Kostenrahmen mittlerweile auf 168 Millionen Euro angewachsen, wovon Planegg immerhin 6,4 Millionen Euro stemmen muss. Dafür wird der Zeitplan weitgehend eingehalten: der Spatenstich ist für 2022 vorgesehen. Vier Jahre später soll die U6 nach Martinsried fahren.

„Ich freue mich auf die U-Bahn, das ist gar keine Frage“, erklärte Gemeinderat Peter von Schall-Riaucour (PP&M) nach dem Werksausschuss. „Und ich bin stolz darauf, dass ich als Gemeinderat den Bau begleiten darf. Das ist etwas ganz Besonderes.“ Allerdings plane die Gemeinde bei allen oberirdischen Maßnahmen „vollkommen am Bürger vorbei“. Bleiben die Ausgänge so wie plant im Osten (nach Großhadern) und im Westen (nach Martinsried) mit dem Parkdeck im Osten und den drei Bussen sowie der Anbindung nach Martinsried ohne Parkmöglichkeiten, „dann droht uns dort ein Verkehrskollaps.“

Was tut der Freistaat?

Da, wo sich später die Wendeschleifen und die U-Bahn, Behindertenparkplätze und Stellplätze für Taxis befinden werden, ist momentan noch grüne Wiese zum Spielen und Spazierengehen. „Es tut weh, wenn man sich vorstellt, dass diese riesengroße schöne Fläche später versiegelt und betoniert sein soll. Bürgerverträglichkeit geht anders.“ Dabei gebe es in Richtung Osten genug freie Fläche. Die sei allerdings nicht im Gemeindebesitz und gehöre dem Freistaat, so die Antwort der Verwaltung.

„Ich frage mich dann schon, was der Freistaat eigentlich will“, so von Schall-Riacour. „Warum ist man da nicht kompromissbereit? Schließlich wird die U-Bahn auf Betreiben des Freistaates gebaut. Da wollte man die Anbindung an den Martinsrieder Campus unbedingt. Die U-Bahn war ursprünglich vor allem für die Studenten gedacht.“

Ganzheitliches Verkehrskonzept

Die für Durchgangsverkehr gesperrte Großhaderner Straße. Im Hintergrund die LMU. Parallel rechts davon, hinter den Bäumen und Sträuchern entsteht der U-Bahnhof. (Foto: Unser Würmtal / Ulrike Seiffert)
Die für Durchgangsverkehr gesperrte Großhaderner Straße. Im Hintergrund die LMU. Parallel rechts davon, hinter den Bäumen und Sträuchern entsteht der U-Bahnhof. (Foto: Unser Würmtal / Ulrike Seiffert)

Inzwischen ist dieses Modell längst überholt. Die U-Bahn wird für die ganze Region Anziehung sein. Daher müsse man weiter denken, so die Verwaltung. „Wir befürchten ebenfallsein Verkehrschaos“, meinte Dr. Klaus Volk von der Bürgerinitiative Lena-Christ-Straße (BI). „Aus dem Westen werden viele zur U-Bahn kommen, ihr Auto dann irgendwo parken, ganz zu schweigen vom Parksuchverkehr in unseren kleinen Straßen.“

Schon vor sechs Jahren gründete sich die BI, damals mit dem Ziel, eine Wendeschleife für den 259-er Bus zu fordern. „Die wurde uns aus Umweltgründen abgelehnt. Zu viel Versiegelung hieß es damals. Nun kommen auf gleicher Stelle Einrichtungen für drei Busse hin: den 259er, den 266er und 267er.“ Doch viele werden mit dem Auto kommen. „Und das Parkdeck ist auf der anderen Seite“, so Dr. Volk. „Wir brauchen dringend ein Verkehrskonzept. Die Zeit drängt!“

Die Zeit drängt

Im Sommer 2020 sei Bürgermeister Hermann Nafziger zum Ortstermin an der Lena-Christ-Straße gewesen. „Uns schien, dass er unsere Einwände versteht und sich ebenfalls nicht so viele Busse im Viertel vorstellen kann.“ Gleichwohl fehlgeplant sei auch der eine einzige Aufzug – ebenfalls am Parkdeck. „Hier fordern wir einen zweiten an unserer Seite. Dafür gab es leider kein Verständnis.“ Mit den Argumenten „zu teuer“ und „nicht förderwürdig“ habe man die Nachfrage nach einem zweiten Aufzug abgelehnt.

„Es geht um zig Millionen, am Ende verschwinden die Kosten für einen zweiten Aufzug“, argumentierte Dr. Volk für die BI. „Uns geht es nicht um Partikularinteressen, sondern uns geht es um die verträgliche Anbindung. Wir freuen uns genauso auf die U-Bahn. Bei dem ganzen Stress und Termindruck darf man aber das Naheliegende nicht aus den Augen verlieren.“

„Es ist 5 vor 12“, meinte auch von Schall-Riaucour. „Wir brauchen dringend ein Verkehrskonzept, um die Bus- und Radsituation, das wilde Parken und Schleich- und Durchgangsverkehr zu ordnen.“ Seiner Meinung nach sollten auch die Anwohner ins Boot geholt werden. „Dafür werden wir uns einsetzen. Es ist nicht damit getan, das Wirtschaftliche im Auge zu behalten. Es geht um den Zusammenhalt als Gemeinde und darum, dass wir gemeinsam eine für alle verträgliche Lösung finden.“

Redaktion: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal

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Martinsried | | von Unser Würmtal
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Peter von Schall-Riaucour: „Es tut weh, wenn man sich vorstellt, dass diese riesengroße schöne Fläche später versiegelt und betoniert sein soll. Bürgerverträglichkeit geht anders.“ (Foto: Unser Würmtal / Ulrike Seiffert)

Drohender Verkehrskollaps?

Voraussichtlich zum Fahrplanwechsel 2024/2025 wird die U 6 von Garching über die Münchner Innenstadt und Großhadern bis auf den Campus Martinsried fahren. Bereits im nächsten Jahr soll es den Spatenstich zur U-Bahn-Verlängerung geben. Am Parkdeck für 80 Stellplätze wird bereits gebaut, den Bahnhof wird vorbereitet. Doch genau hier machen sich die Martinsrieder Bürger bemerkbar.

Kosten verdoppelt

Mit einem Vortrag über den Stand der Planungen für die U6 nach Martinsried und den Arbeiten am Parkdeck mit 80 Stellplätzen "Am Klopferspitz" hielt Dimitri Steinke, Geschäftsführer der U-Bahn Martinsried Projektmanagement GmbH & Co. KG, die Planegger Gemeinderäte auf dem Laufenden. Die schlechte Nachricht waren die steigenden Kosten. Gestartet bei 80 Millionen Euro vor einigen Jahren ist der Kostenrahmen mittlerweile auf 168 Millionen Euro angewachsen, wovon Planegg immerhin 6,4 Millionen Euro stemmen muss. Dafür wird der Zeitplan weitgehend eingehalten: der Spatenstich ist für 2022 vorgesehen. Vier Jahre später soll die U6 nach Martinsried fahren.

„Ich freue mich auf die U-Bahn, das ist gar keine Frage“, erklärte Gemeinderat Peter von Schall-Riaucour (PP&M) nach dem Werksausschuss. „Und ich bin stolz darauf, dass ich als Gemeinderat den Bau begleiten darf. Das ist etwas ganz Besonderes.“ Allerdings plane die Gemeinde bei allen oberirdischen Maßnahmen „vollkommen am Bürger vorbei“. Bleiben die Ausgänge so wie plant im Osten (nach Großhadern) und im Westen (nach Martinsried) mit dem Parkdeck im Osten und den drei Bussen sowie der Anbindung nach Martinsried ohne Parkmöglichkeiten, „dann droht uns dort ein Verkehrskollaps.“

Was tut der Freistaat?

Da, wo sich später die Wendeschleifen und die U-Bahn, Behindertenparkplätze und Stellplätze für Taxis befinden werden, ist momentan noch grüne Wiese zum Spielen und Spazierengehen. „Es tut weh, wenn man sich vorstellt, dass diese riesengroße schöne Fläche später versiegelt und betoniert sein soll. Bürgerverträglichkeit geht anders.“ Dabei gebe es in Richtung Osten genug freie Fläche. Die sei allerdings nicht im Gemeindebesitz und gehöre dem Freistaat, so die Antwort der Verwaltung.

„Ich frage mich dann schon, was der Freistaat eigentlich will“, so von Schall-Riacour. „Warum ist man da nicht kompromissbereit? Schließlich wird die U-Bahn auf Betreiben des Freistaates gebaut. Da wollte man die Anbindung an den Martinsrieder Campus unbedingt. Die U-Bahn war ursprünglich vor allem für die Studenten gedacht.“

Ganzheitliches Verkehrskonzept

Die für Durchgangsverkehr gesperrte Großhaderner Straße. Im Hintergrund die LMU. Parallel rechts davon, hinter den Bäumen und Sträuchern entsteht der U-Bahnhof. (Foto: Unser Würmtal / Ulrike Seiffert)
Die für Durchgangsverkehr gesperrte Großhaderner Straße. Im Hintergrund die LMU. Parallel rechts davon, hinter den Bäumen und Sträuchern entsteht der U-Bahnhof. (Foto: Unser Würmtal / Ulrike Seiffert)

Inzwischen ist dieses Modell längst überholt. Die U-Bahn wird für die ganze Region Anziehung sein. Daher müsse man weiter denken, so die Verwaltung. „Wir befürchten ebenfallsein Verkehrschaos“, meinte Dr. Klaus Volk von der Bürgerinitiative Lena-Christ-Straße (BI). „Aus dem Westen werden viele zur U-Bahn kommen, ihr Auto dann irgendwo parken, ganz zu schweigen vom Parksuchverkehr in unseren kleinen Straßen.“

Schon vor sechs Jahren gründete sich die BI, damals mit dem Ziel, eine Wendeschleife für den 259-er Bus zu fordern. „Die wurde uns aus Umweltgründen abgelehnt. Zu viel Versiegelung hieß es damals. Nun kommen auf gleicher Stelle Einrichtungen für drei Busse hin: den 259er, den 266er und 267er.“ Doch viele werden mit dem Auto kommen. „Und das Parkdeck ist auf der anderen Seite“, so Dr. Volk. „Wir brauchen dringend ein Verkehrskonzept. Die Zeit drängt!“

Die Zeit drängt

Im Sommer 2020 sei Bürgermeister Hermann Nafziger zum Ortstermin an der Lena-Christ-Straße gewesen. „Uns schien, dass er unsere Einwände versteht und sich ebenfalls nicht so viele Busse im Viertel vorstellen kann.“ Gleichwohl fehlgeplant sei auch der eine einzige Aufzug – ebenfalls am Parkdeck. „Hier fordern wir einen zweiten an unserer Seite. Dafür gab es leider kein Verständnis.“ Mit den Argumenten „zu teuer“ und „nicht förderwürdig“ habe man die Nachfrage nach einem zweiten Aufzug abgelehnt.

„Es geht um zig Millionen, am Ende verschwinden die Kosten für einen zweiten Aufzug“, argumentierte Dr. Volk für die BI. „Uns geht es nicht um Partikularinteressen, sondern uns geht es um die verträgliche Anbindung. Wir freuen uns genauso auf die U-Bahn. Bei dem ganzen Stress und Termindruck darf man aber das Naheliegende nicht aus den Augen verlieren.“

„Es ist 5 vor 12“, meinte auch von Schall-Riaucour. „Wir brauchen dringend ein Verkehrskonzept, um die Bus- und Radsituation, das wilde Parken und Schleich- und Durchgangsverkehr zu ordnen.“ Seiner Meinung nach sollten auch die Anwohner ins Boot geholt werden. „Dafür werden wir uns einsetzen. Es ist nicht damit getan, das Wirtschaftliche im Auge zu behalten. Es geht um den Zusammenhalt als Gemeinde und darum, dass wir gemeinsam eine für alle verträgliche Lösung finden.“

Redaktion: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal

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