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Energiewende | | von Unser Würmtal
Es passiert einiges im Bereich lokaler Energie. Wo bleibt der Verbraucher? (Foto: Unser Würmtal)
Es passiert einiges im Bereich lokaler Energie. Wo bleibt der Verbraucher? (Foto: Unser Würmtal)

Energieautarkes Würmtal

Autarkie ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit eines Privathaushalts, einer Region oder eines Staates durch die vollständige oder teilweise Selbstversorgung (Wikipedia)

Mitte Oktober 2022 ging es beim „Würmtaler Energietag“ im Kupferhaus in Planegg vor allem um die zukünftige Energieunabhängigkeit. Die Podiumsdiskussion und die Infostände drehten sich um lokale Energiegewinnung und die Zusammenarbeit unter den Würmtalgemeinden.

In einigen Bereichen nehmen die Planungen schon Formen an und erste Gesellschaften unter Beteiligung von Gemeinden und Wirtschaft sind gegründet worden. Im Bereich Fernwärme sind die Gemeinden Gauting und Gräfelfing bedingt durch geeignete Erdwärme-Vorkommen (Geothermie) auf ihrem Gemeindegrund Vorreiter. "Um möglichst rasch unabhängig von fossilen Brennstoffen zu sein, sollte Energieversorgung in erster Linie regional erfolgen. Auch müssen wir unabhängig von externen Energiebezugsquellen werden, das zeigt uns die aktuelle Situation gerade sehr deutlich", spricht Gräfelfings Bürgermeister, Peter Köstler, die aktuellen Herausforderungen an.

Günstige Energie für alle?

Köstler warnt aber auch vor überzogenen Vorstellungen: "Es kann und wird nicht gelingen, die Bürgerinnen und Bürger mit besonders günstiger Energie und Wärme zu versorgen. Dies ist aufgrund der Komplexität der technischen Zusammenhänge und Abläufe, aber auch wegen der Verzahnung des Energiesektors kaum möglich. Trotzdem muss es unser Zeil sein, durch regionale und kommunale Beteiligungen Energie auch in Zukunft bezahlbar zu machen. Exorbitante Gewinne können nicht das Ziel kommunaler Unternehmen sein, wenngleich diese auch wirtschaftlich handeln müssen - zumal in Kooperationen mit Dritten."

Die Gemeinde Gräfelfing ist in der glücklichen Lage, schon die Mehrheit an der Geothermie Gräfelfing GmbH & Co. KG zu halten. Leider lassen die finanziellen Spielräume in den anderen Würmtalgemeinden Mehrheitsbeteiligungen nicht zu. "Auf Grund der starken finanziellen Limitierung der Gemeinde Gauting ist es nicht möglich das Vorhaben Wärmeversorgung der Gautinger Bürgerinnen und Bürger durch Geothermie in Eigenregie zu realisieren. Hierfür wäre ein zweistelliger Millionenbetrag von Nöten", erläutert Fabian Kühnel-Widmann von der Standortförderung der Gemeinde Gauting.

Das Bergamt Südbayern verlangt für die Vergabe der Claims (Bergrecht von Bodenschätzen) einen finanziellen sowie technischen Leistungsnachweis. Daher gehen die meisten Kommunen mit Partnerschaften mit privaten Unternehmungen ein. Im Fall von Gräfelfing ist die Gemeinde die Mehrheitseigentümer in der Betreibergesellschaft.

Fast keine Gemeinde kann das leisten

"In Gauting geht als erstes Unternehmen Silenos Energie (Silenos Energy Geothermie Gauting Interkommunal GmbH & Co. KG) als Inhaberin des Claims "Gauting West" mit der Planung und Bohrung nach Geothermie ins wirtschaftliche Risiko", führt Kühnel Widman weiter aus. "Wird Silenos Energy in ausreichender Qualität und Quantität an Geothermiewasser fündig, legt das zweite Unternehmen, Geothermie Gauting GmbH das Leitungsnetz in den Untergrund und bietet den Bürgerinnen und Bürgern Wärme erzeugt durch Geothermie an. Die notarielle Gründung der Geothermie Gauting GmbH steht noch aus. Mehrheitseigentümer wird die KWA Contracting AG. Die Gemeinde Gauting wird nur eine Minderheitenbeteiligung anstreben," erklärt Kühnel-Widman Vorgehen und Firmenkonstruktion. Durch die Erlöse aus dem Verkauf der Fernwärme wollen beide Unternehmen ihre Investitionen refinanzieren.

Im Dezember eröffnete Dr. Andreas Albath, 1. Vorsitzender von ZukunftGAUTING im Gautinger bosco eine Informationsveranstaltung mit der Frage „Geothermie statt Gas – eine gute Option für die Gautinger?“ Bereits im Herbst 2025 zum Beginn der Heizperiode will Silenos Energy Erdwärme liefern. Während der Informationsveranstaltung wurde auch die Frage nach den Kosten beantwortet. Aktuell werden die Kosten auf 8,7 ct/kWh beziffert. Der ist für 10 Jahre fix mit einer Preisgleitklausel. Der Preis pro kWh bei Abnahme von Gas bei den Stadtwerken München lag im Dezember bei rund 11 Cent. Dazu kommen Kosten für die Wartung der Gasheizungsanlage. Letztere fallen bei der Fernwärme sehr viel niedriger aus.

Und dann?

Wie geht es dann weiter? Gräfelfing kann aufgrund der Mehrheitsbeteiligung der Gemeinde stark in die Preisgestaltung eingreifen. Welchen Einfluss hat die Gemeinde Gauting im oben vorgestellten Firmenkonstrukt? Das wird sich zeigen. Fest steht die Gemeinde Gauting ist der "kleinste" Anteilseigner in dieser Partnerschaft.

Wie schaut es mit Strom aus?

Die vier Windräder von Berg versorgen 5700 Haushalte (Foto: Unser Würmtal)
Die vier Windräder von Berg versorgen 5700 Haushalte (Foto: Unser Würmtal)

Die Planegger schieben die Stromproduktion mittels Argi-PV (UWT bereichtete) an. Agri-Photovoltaik bezeichnet ein Verfahren zur gleichzeitigen Nutzung von Landwirtschaftsflächen und Photovoltaik-Stromgewinnung an gleicher Stelle. "Wir haben bereits einen Landwirt finden können, der ein neun Hektar großes, geeignetes Grundstück südlich der Kompostieranlage bewirtschaftet. Der Landwirt ist an Argi-PV interessiert. Eine interessierte Betreiber-Gesellschaft steht bereits in den Startlöchern. Es handelt sich um eine Bürgerbeteiligungsgesellschaft mit Sitz in Unterhaching," erklärt Bürgermeister Hermann Nafziger aus Planegg

"Aber leider kommt der Gesetzgeber nicht in die Gänge. Es bestehen Unklarheiten, ob für Agri-PV-Anlagen der Flächennutzungsplan geändert werden muss. Das würde rund zwei Jahre dauern und hält uns auf! Grundsätzlich sind Photo-Voltaik-Anlagen als Industrieanlagen einzustufen, aber wenn der selbe Grund auch landwirtschaftlich genutzt wird, könnte das entfallen. Wenn der Gesetzgeber nicht weiter kommt, wie soll uns da die Energiewende gelingen? Wir könnten auf rund 8 Hektar Strom erzeugen," ärgert sich Nafziger.

Für Gräfelfing führt Bürgermeister Köstler aus: "Die Rekommunalisierung des Stromnetzes in Gräfelfing haben wir ja bereits erfolgreich hinter uns, ebenfalls mit einer Gesellschaft mit einem regionalen Partner (Gemeindewerke Gräfelfing GmbH und Co KG / Gräfelfing und Bayernwerk). Die Erträge daraus können direkt vor Ort in die Infrastruktur und auch örtliche Projekte der Energieversorgung / Stromgewinnung investiert werden."

Krailling und Neuried "basteln" an Windrad-Plänen. Konkretes gibt es aktuell von dort aber nicht. Laut Rudolph Haux, Bürgermeister von Krailling, ist für die Finanzierung der Windradpläne eine Bürgerbeteiligungsgesellschaft, ggf. in Form eines Genossenschaftsmodells, im Gespräch. Gauting lässt verschiedene Standorte, die vom Landkreis Starnberg als geeignet ausgewiesen sind, untersuchen. Ob und wann sich das erste Windrad dreht ist auch in Gauting noch nicht bekannt.

Laut Haux wäre die Umsetzung der Europäische Richtlinie zu Durchleitungskosten und Besteuerung von Energie in deutsches Recht ein weiterer wichtiger Schritt zu einer erfolgreichen Energiewende. Durch diese "Energy-Sharing-Richtline" würde auch weiteres Kapital freigesetzt, meint Haux. Vermutlich wird das leider alles dauern - wie auch Hermann Nafziger bzgl. der Agri-PV befürchtet.

Eigenleistung der Würmtaler gefragt

Es gibt noch viel zu tun. Viele Projekte verlangen hohe Investitionskosten. Da scheinen Bürgerbeteiligungsgesellschaften, wie in Planegg angestrebt, durchaus eine Option zu sein. Darüber ließen sich auch Preise steuern. Für Gauting kommt das schon zu spät und außer Gräfelfing kann kaum eine Gemeinde hohe Investitionen stemmen. Falls die Würmtaler wirklich energieautark werden wollen und nicht nur die lokale Energieerzeugung in Erwägung ziehen, muss die Gründung einer Beteiligungsgesellschaft bald erfolgen. Eventuell können über eine Beteiligungsgesellschaft auch Großprojekte, wie der "gestorbenen Erdwärmespeicher" besser geplant und realisiert werden. Gemeinden sind eigentlich keine Energieunternehmer.

Redaktion Jürgen Haubeil / Unser Würmtal

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In einigen Bereichen nehmen die Planungen schon Formen an und erste Gesellschaften unter Beteiligung von Gemeinden und Wirtschaft sind gegründet worden. Im Bereich Fernwärme sind die Gemeinden Gauting und Gräfelfing bedingt durch geeignete Erdwärme-Vorkommen (Geothermie) auf ihrem Gemeindegrund Vorreiter. "Um möglichst rasch unabhängig von fossilen Brennstoffen zu sein, sollte Energieversorgung in erster Linie regional erfolgen. Auch müssen wir unabhängig von externen Energiebezugsquellen werden, das zeigt uns die aktuelle Situation gerade sehr deutlich", spricht Gräfelfings Bürgermeister, Peter Köstler, die aktuellen Herausforderungen an.

Günstige Energie für alle?

Köstler warnt aber auch vor überzogenen Vorstellungen: "Es kann und wird nicht gelingen, die Bürgerinnen und Bürger mit besonders günstiger Energie und Wärme zu versorgen. Dies ist aufgrund der Komplexität der technischen Zusammenhänge und Abläufe, aber auch wegen der Verzahnung des Energiesektors kaum möglich. Trotzdem muss es unser Zeil sein, durch regionale und kommunale Beteiligungen Energie auch in Zukunft bezahlbar zu machen. Exorbitante Gewinne können nicht das Ziel kommunaler Unternehmen sein, wenngleich diese auch wirtschaftlich handeln müssen - zumal in Kooperationen mit Dritten."

Die Gemeinde Gräfelfing ist in der glücklichen Lage, schon die Mehrheit an der Geothermie Gräfelfing GmbH & Co. KG zu halten. Leider lassen die finanziellen Spielräume in den anderen Würmtalgemeinden Mehrheitsbeteiligungen nicht zu. "Auf Grund der starken finanziellen Limitierung der Gemeinde Gauting ist es nicht möglich das Vorhaben Wärmeversorgung der Gautinger Bürgerinnen und Bürger durch Geothermie in Eigenregie zu realisieren. Hierfür wäre ein zweistelliger Millionenbetrag von Nöten", erläutert Fabian Kühnel-Widmann von der Standortförderung der Gemeinde Gauting.

Das Bergamt Südbayern verlangt für die Vergabe der Claims (Bergrecht von Bodenschätzen) einen finanziellen sowie technischen Leistungsnachweis. Daher gehen die meisten Kommunen mit Partnerschaften mit privaten Unternehmungen ein. Im Fall von Gräfelfing ist die Gemeinde die Mehrheitseigentümer in der Betreibergesellschaft.

Fast keine Gemeinde kann das leisten

"In Gauting geht als erstes Unternehmen Silenos Energie (Silenos Energy Geothermie Gauting Interkommunal GmbH & Co. KG) als Inhaberin des Claims "Gauting West" mit der Planung und Bohrung nach Geothermie ins wirtschaftliche Risiko", führt Kühnel Widman weiter aus. "Wird Silenos Energy in ausreichender Qualität und Quantität an Geothermiewasser fündig, legt das zweite Unternehmen, Geothermie Gauting GmbH das Leitungsnetz in den Untergrund und bietet den Bürgerinnen und Bürgern Wärme erzeugt durch Geothermie an. Die notarielle Gründung der Geothermie Gauting GmbH steht noch aus. Mehrheitseigentümer wird die KWA Contracting AG. Die Gemeinde Gauting wird nur eine Minderheitenbeteiligung anstreben," erklärt Kühnel-Widman Vorgehen und Firmenkonstruktion. Durch die Erlöse aus dem Verkauf der Fernwärme wollen beide Unternehmen ihre Investitionen refinanzieren.

Im Dezember eröffnete Dr. Andreas Albath, 1. Vorsitzender von ZukunftGAUTING im Gautinger bosco eine Informationsveranstaltung mit der Frage „Geothermie statt Gas – eine gute Option für die Gautinger?“ Bereits im Herbst 2025 zum Beginn der Heizperiode will Silenos Energy Erdwärme liefern. Während der Informationsveranstaltung wurde auch die Frage nach den Kosten beantwortet. Aktuell werden die Kosten auf 8,7 ct/kWh beziffert. Der ist für 10 Jahre fix mit einer Preisgleitklausel. Der Preis pro kWh bei Abnahme von Gas bei den Stadtwerken München lag im Dezember bei rund 11 Cent. Dazu kommen Kosten für die Wartung der Gasheizungsanlage. Letztere fallen bei der Fernwärme sehr viel niedriger aus.

Und dann?

Wie geht es dann weiter? Gräfelfing kann aufgrund der Mehrheitsbeteiligung der Gemeinde stark in die Preisgestaltung eingreifen. Welchen Einfluss hat die Gemeinde Gauting im oben vorgestellten Firmenkonstrukt? Das wird sich zeigen. Fest steht die Gemeinde Gauting ist der "kleinste" Anteilseigner in dieser Partnerschaft.

Wie schaut es mit Strom aus?

Die vier Windräder von Berg versorgen 5700 Haushalte (Foto: Unser Würmtal)
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Die Planegger schieben die Stromproduktion mittels Argi-PV (UWT bereichtete) an. Agri-Photovoltaik bezeichnet ein Verfahren zur gleichzeitigen Nutzung von Landwirtschaftsflächen und Photovoltaik-Stromgewinnung an gleicher Stelle. "Wir haben bereits einen Landwirt finden können, der ein neun Hektar großes, geeignetes Grundstück südlich der Kompostieranlage bewirtschaftet. Der Landwirt ist an Argi-PV interessiert. Eine interessierte Betreiber-Gesellschaft steht bereits in den Startlöchern. Es handelt sich um eine Bürgerbeteiligungsgesellschaft mit Sitz in Unterhaching," erklärt Bürgermeister Hermann Nafziger aus Planegg

"Aber leider kommt der Gesetzgeber nicht in die Gänge. Es bestehen Unklarheiten, ob für Agri-PV-Anlagen der Flächennutzungsplan geändert werden muss. Das würde rund zwei Jahre dauern und hält uns auf! Grundsätzlich sind Photo-Voltaik-Anlagen als Industrieanlagen einzustufen, aber wenn der selbe Grund auch landwirtschaftlich genutzt wird, könnte das entfallen. Wenn der Gesetzgeber nicht weiter kommt, wie soll uns da die Energiewende gelingen? Wir könnten auf rund 8 Hektar Strom erzeugen," ärgert sich Nafziger.

Für Gräfelfing führt Bürgermeister Köstler aus: "Die Rekommunalisierung des Stromnetzes in Gräfelfing haben wir ja bereits erfolgreich hinter uns, ebenfalls mit einer Gesellschaft mit einem regionalen Partner (Gemeindewerke Gräfelfing GmbH und Co KG / Gräfelfing und Bayernwerk). Die Erträge daraus können direkt vor Ort in die Infrastruktur und auch örtliche Projekte der Energieversorgung / Stromgewinnung investiert werden."

Krailling und Neuried "basteln" an Windrad-Plänen. Konkretes gibt es aktuell von dort aber nicht. Laut Rudolph Haux, Bürgermeister von Krailling, ist für die Finanzierung der Windradpläne eine Bürgerbeteiligungsgesellschaft, ggf. in Form eines Genossenschaftsmodells, im Gespräch. Gauting lässt verschiedene Standorte, die vom Landkreis Starnberg als geeignet ausgewiesen sind, untersuchen. Ob und wann sich das erste Windrad dreht ist auch in Gauting noch nicht bekannt.

Laut Haux wäre die Umsetzung der Europäische Richtlinie zu Durchleitungskosten und Besteuerung von Energie in deutsches Recht ein weiterer wichtiger Schritt zu einer erfolgreichen Energiewende. Durch diese "Energy-Sharing-Richtline" würde auch weiteres Kapital freigesetzt, meint Haux. Vermutlich wird das leider alles dauern - wie auch Hermann Nafziger bzgl. der Agri-PV befürchtet.

Eigenleistung der Würmtaler gefragt

Es gibt noch viel zu tun. Viele Projekte verlangen hohe Investitionskosten. Da scheinen Bürgerbeteiligungsgesellschaften, wie in Planegg angestrebt, durchaus eine Option zu sein. Darüber ließen sich auch Preise steuern. Für Gauting kommt das schon zu spät und außer Gräfelfing kann kaum eine Gemeinde hohe Investitionen stemmen. Falls die Würmtaler wirklich energieautark werden wollen und nicht nur die lokale Energieerzeugung in Erwägung ziehen, muss die Gründung einer Beteiligungsgesellschaft bald erfolgen. Eventuell können über eine Beteiligungsgesellschaft auch Großprojekte, wie der "gestorbenen Erdwärmespeicher" besser geplant und realisiert werden. Gemeinden sind eigentlich keine Energieunternehmer.

Redaktion Jürgen Haubeil / Unser Würmtal

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