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Planegg | | von Unser Würmtal
Rund 60 Bürger trafen sich vorm Rathaus Planegg, um gegen die geplanten zusätzliche Ausweisung von Baugrund in Steinkirchen zu protestieren. (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)
Rund 60 Bürger trafen sich vorm Rathaus Planegg, um gegen die geplanten zusätzliche Ausweisung von Baugrund in Steinkirchen zu protestieren, darunter die Gemeinderätinnen Eva Schreyer und Angelika Lawo (Mitte). (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)

Es geht um viel!

Mit einer kurzfristig angesetzten Ausschuss-Beschlussfassung ohne Stellungnahme des Umweltbeauftragten Richard Richter wollte Planegg den geltenden Flächennutzungsplan in Steinkirchen um neues Baurecht erweitern. Gegenstimmen aus SPD, grünenGruppe21 und PP&M setzten die erneute Behandlung des Themas in einer Sondersitzung am 6. Dezember durch.

Dem sehr kurzfristigen Aufruf vom BUND Nördliches Würmtal, der grüneGruppe21 und des Grünzug-Netzwerkes Würmtal zur kleinen Demo gegen die angedachte Baurechtserweiterung in Steinkirchen folgten immerhin rund 60 Bürger. Mit Plakaten und Reden machten sie auf ihre Meinung aufmerksam und liefen anschließend zur potenziellen Fläche im Gewerbegebiet Steinkirchen.

Malwina Andrassy, Vorsitzende des BUNDes Nördliches Würmtal, erklärte die Intention des Protestes. „Der Gemeinderat Planegg ist dabei den aktuellen Flächennutzungsplan zu ändern, obwohl nicht einmal geprüft wird, ob eine verträgliche Nachverdichtung möglich ist.“ Auf rund 15.000 Quadratmeter Geschossfläche solle Platz für 650 Beschäftigte entstehen. Damit solle zwei Firmen eine Standortverbesserung gesichert werden.

Flächenmanager gefordert

Die Gemeinde werbe mit begrünten Dächern auf den Neubauten. „Aber grüne Dächer sind kein Ersatz für verschwundene Grünflächen und keine Rechtfertigung für neu versiegelte Flächen“, so Andrassy weiter und forderte unter lautem Beifall ein nachhaltiges, verantwortungsvolles Handeln des Rats und das Einsetzen eines Flächenmanagers.

„Der kaum ein Jahr alte Flächennutzungsplan wird über den Haufen geworfen“, kritisierte Ex-Gemeinderat Herbert Stepp von der grünenGruppe21. „Dabei haben wir ein Bürgergutachten darüber, wie Bürger sich ein zukünftiges Planegg vorstellen: nämlich Grün erhalten und ausbauen und Wachstum reduzieren.“

Mit Gräfelfing Grünzug schaffen

Mit der letzten Gewerbegebietserweiterung an der Semmelweisstraße sei man schon ordentlich an der Leitplanke Grünflächenerhalt vorbeigeschrammt, „jeder weitere Eingriff sollte sich verbieten“, so Stepp. Wenn es dennoch geschiehe, wäre es das Mindeste, die „Stoawiesn“ auf der ganzen Breite bis zum Regionalen Grünzug am Lichtweg fortzusetzen. Das hieße, den gesamten Acker aufzukaufen und mit der Gemeinde Gräfelfing zu verhandeln, interkommunalen Naturschutz zu realisieren.

„Ich bin entsetzt über das Planegger Vorgehen“, so auch Anneliese Bradel, frühere dritte Bürgermeisterin. „Die Flächennutzungsplanung in Planegg ist mit der Bürgerbeteiligung beispielhaft. Kaum ist die in trockenen Tüchern, wird nachtarockt. Dabei gibt es viele Möglichkeiten für eine nachhaltige Gewerbegebietserweiterung.“

„Hier geht es um viel!“

Bradel verstehe nicht, warum die Verwaltung derartigen Druck aufbaue und die Entscheidung rasant durchziehen wolle. „Bitte ordentlich prüfen und diskutieren. Hier geht es um viel!“

Einer, der zunächst für die Erweiterung des Baugebiets gestimmt hat, dann aber maßgeblich die erneute Behandlung des Themas in der Ratssondersitzung vorangetrieben hat, ist Peter von Schall-Riaucour.

„Nach reiflicher Überlegung wollte ich aus meinem Verständnis von Demokratie und vollständiger Transparenz heraus bei diesem Thema nochmals die Reset-Taste drücken“, erklärte er. Er spreche sich für eine Diskussion im großen Gremium und für eine ausführliche Prüfung aus. „Mein Entschluss, aus ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten für die Erweiterung des Gewerbegebietes in Steinkirchen zu stimmen, bleibt davon aus heutiger Sicht unberührt.“

Redaktion Ulrike Seiffert

Stellungnahme von Hermann Nafziger, 1. Bürgermeister Planegg

Eine Stellungnahme unseres Umweltbeauftragten Herrn Dr. Richter erfolgt am Montag unter anderem in der öffentlichen Sitzung. Zur Ausschusssitzung am 18.11.2021 wurde natürlich ortsgemäß und fristgerecht geladen. Auch eine ausführliche Prüfung der Situation ist seitens der Verwaltung gegeben und wurde dem Gemeinderat offengelegt.

Zur Historie:

Bereits in der Nichtöffentlichen Sitzung, am 01.07.2021 wurde der Gemeinderat umfangreich zum Thema Gewerbegebietserweiterung Steinkirchen informiert. Ich erhielt per Beschluss (16:4) den Auftrag die Verkaufsbereitschaft der Grundstückseigentümer abzufragen. Zwei der Antragssteller des Nachprüfungsantrages vom 25.11.2021 stimmten für den Beschluss. Nach erfolgreicher Anfrage bei den Eigentümern und vorheriger Information der Fraktionssprecher in der Fraktionssprecherrunde setzte ich den Tagesordnungspunkt Bebauungsplan Nr. 85 (Erweiterung des Gewerbegebiets) am 18.11.2021 auf die Tagesordnung des UBV. In dem Ausschuss wurde 7:2 entschieden, den Aufstellungsbeschluss zu fassen. (Auch Herr von Schall hielt für die angedachte Gewerbeerweiterung eine flammende Rede und stimmte dafür.)

Rasant ist die Aufstellung nicht, da seit 01.07. 2021 dem gesamten Gemeinderat die Situation bekannt war. Ferner war es natürlich auch wichtig, den bereits hier ansässigen Firmen zu signalisieren, dass wir uns um eine Bleibeperspektive bemühen. Vor ca. einem Jahr wurde mir bei einem Besuch bei Sanacorp und Eurofins die Notwendigkeit einer Expansion seitens beider Firmen mitgeteilt.

Wie auch schon in beiden Sitzungen vom 01.07.2021 (Gemeinderat) und 18.11.2021 (UBV) kommuniziert wird weder der Regionale Grünzüge noch das Trenngrün von der Gewerbeerweiterung tangiert. Das ist auch mir besonders wichtig!

Wegen den aufgeführten Tatsachen bin ich ein wenig irritiert, dass trotz umfangreicher Information und vorhandener Transparenz der Nachprüfungsantrag gestellt wurde.

Quelle: Hermann Nafziger, 1. Bürgermeister Gemeinde Planegg

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Planegg | | von Unser Würmtal
Rund 60 Bürger trafen sich vorm Rathaus Planegg, um gegen die geplanten zusätzliche Ausweisung von Baugrund in Steinkirchen zu protestieren. (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)
Rund 60 Bürger trafen sich vorm Rathaus Planegg, um gegen die geplanten zusätzliche Ausweisung von Baugrund in Steinkirchen zu protestieren, darunter die Gemeinderätinnen Eva Schreyer und Angelika Lawo (Mitte). (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)

Es geht um viel!

Mit einer kurzfristig angesetzten Ausschuss-Beschlussfassung ohne Stellungnahme des Umweltbeauftragten Richard Richter wollte Planegg den geltenden Flächennutzungsplan in Steinkirchen um neues Baurecht erweitern. Gegenstimmen aus SPD, grünenGruppe21 und PP&M setzten die erneute Behandlung des Themas in einer Sondersitzung am 6. Dezember durch.

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Dem sehr kurzfristigen Aufruf vom BUND Nördliches Würmtal, der grüneGruppe21 und des Grünzug-Netzwerkes Würmtal zur kleinen Demo gegen die angedachte Baurechtserweiterung in Steinkirchen folgten immerhin rund 60 Bürger. Mit Plakaten und Reden machten sie auf ihre Meinung aufmerksam und liefen anschließend zur potenziellen Fläche im Gewerbegebiet Steinkirchen.

Malwina Andrassy, Vorsitzende des BUNDes Nördliches Würmtal, erklärte die Intention des Protestes. „Der Gemeinderat Planegg ist dabei den aktuellen Flächennutzungsplan zu ändern, obwohl nicht einmal geprüft wird, ob eine verträgliche Nachverdichtung möglich ist.“ Auf rund 15.000 Quadratmeter Geschossfläche solle Platz für 650 Beschäftigte entstehen. Damit solle zwei Firmen eine Standortverbesserung gesichert werden.

Flächenmanager gefordert

Die Gemeinde werbe mit begrünten Dächern auf den Neubauten. „Aber grüne Dächer sind kein Ersatz für verschwundene Grünflächen und keine Rechtfertigung für neu versiegelte Flächen“, so Andrassy weiter und forderte unter lautem Beifall ein nachhaltiges, verantwortungsvolles Handeln des Rats und das Einsetzen eines Flächenmanagers.

„Der kaum ein Jahr alte Flächennutzungsplan wird über den Haufen geworfen“, kritisierte Ex-Gemeinderat Herbert Stepp von der grünenGruppe21. „Dabei haben wir ein Bürgergutachten darüber, wie Bürger sich ein zukünftiges Planegg vorstellen: nämlich Grün erhalten und ausbauen und Wachstum reduzieren.“

Mit Gräfelfing Grünzug schaffen

Mit der letzten Gewerbegebietserweiterung an der Semmelweisstraße sei man schon ordentlich an der Leitplanke Grünflächenerhalt vorbeigeschrammt, „jeder weitere Eingriff sollte sich verbieten“, so Stepp. Wenn es dennoch geschiehe, wäre es das Mindeste, die „Stoawiesn“ auf der ganzen Breite bis zum Regionalen Grünzug am Lichtweg fortzusetzen. Das hieße, den gesamten Acker aufzukaufen und mit der Gemeinde Gräfelfing zu verhandeln, interkommunalen Naturschutz zu realisieren.

„Ich bin entsetzt über das Planegger Vorgehen“, so auch Anneliese Bradel, frühere dritte Bürgermeisterin. „Die Flächennutzungsplanung in Planegg ist mit der Bürgerbeteiligung beispielhaft. Kaum ist die in trockenen Tüchern, wird nachtarockt. Dabei gibt es viele Möglichkeiten für eine nachhaltige Gewerbegebietserweiterung.“

„Hier geht es um viel!“

Bradel verstehe nicht, warum die Verwaltung derartigen Druck aufbaue und die Entscheidung rasant durchziehen wolle. „Bitte ordentlich prüfen und diskutieren. Hier geht es um viel!“

Einer, der zunächst für die Erweiterung des Baugebiets gestimmt hat, dann aber maßgeblich die erneute Behandlung des Themas in der Ratssondersitzung vorangetrieben hat, ist Peter von Schall-Riaucour.

„Nach reiflicher Überlegung wollte ich aus meinem Verständnis von Demokratie und vollständiger Transparenz heraus bei diesem Thema nochmals die Reset-Taste drücken“, erklärte er. Er spreche sich für eine Diskussion im großen Gremium und für eine ausführliche Prüfung aus. „Mein Entschluss, aus ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten für die Erweiterung des Gewerbegebietes in Steinkirchen zu stimmen, bleibt davon aus heutiger Sicht unberührt.“

Redaktion Ulrike Seiffert

Stellungnahme von Hermann Nafziger, 1. Bürgermeister Planegg

Eine Stellungnahme unseres Umweltbeauftragten Herrn Dr. Richter erfolgt am Montag unter anderem in der öffentlichen Sitzung. Zur Ausschusssitzung am 18.11.2021 wurde natürlich ortsgemäß und fristgerecht geladen. Auch eine ausführliche Prüfung der Situation ist seitens der Verwaltung gegeben und wurde dem Gemeinderat offengelegt.

Zur Historie:

Bereits in der Nichtöffentlichen Sitzung, am 01.07.2021 wurde der Gemeinderat umfangreich zum Thema Gewerbegebietserweiterung Steinkirchen informiert. Ich erhielt per Beschluss (16:4) den Auftrag die Verkaufsbereitschaft der Grundstückseigentümer abzufragen. Zwei der Antragssteller des Nachprüfungsantrages vom 25.11.2021 stimmten für den Beschluss. Nach erfolgreicher Anfrage bei den Eigentümern und vorheriger Information der Fraktionssprecher in der Fraktionssprecherrunde setzte ich den Tagesordnungspunkt Bebauungsplan Nr. 85 (Erweiterung des Gewerbegebiets) am 18.11.2021 auf die Tagesordnung des UBV. In dem Ausschuss wurde 7:2 entschieden, den Aufstellungsbeschluss zu fassen. (Auch Herr von Schall hielt für die angedachte Gewerbeerweiterung eine flammende Rede und stimmte dafür.)

Rasant ist die Aufstellung nicht, da seit 01.07. 2021 dem gesamten Gemeinderat die Situation bekannt war. Ferner war es natürlich auch wichtig, den bereits hier ansässigen Firmen zu signalisieren, dass wir uns um eine Bleibeperspektive bemühen. Vor ca. einem Jahr wurde mir bei einem Besuch bei Sanacorp und Eurofins die Notwendigkeit einer Expansion seitens beider Firmen mitgeteilt.

Wie auch schon in beiden Sitzungen vom 01.07.2021 (Gemeinderat) und 18.11.2021 (UBV) kommuniziert wird weder der Regionale Grünzüge noch das Trenngrün von der Gewerbeerweiterung tangiert. Das ist auch mir besonders wichtig!

Wegen den aufgeführten Tatsachen bin ich ein wenig irritiert, dass trotz umfangreicher Information und vorhandener Transparenz der Nachprüfungsantrag gestellt wurde.

Quelle: Hermann Nafziger, 1. Bürgermeister Gemeinde Planegg

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