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Kommentar | | von Unser Würmtal
Google Earth - Aufnahme vom 08.04.2018 (ein Klick auf die Aufnahme öffnet sie ohne Webpage)
Google Earth - Aufnahme vom 08.04.2018 (ein Klick auf die Aufnahme öffnet sie ohne Webpage)

Falsch informiert - was sind die Unterschriften wert?

Gezielte Falschinformationen für Unterschriftensammlung genutzt - hier sind die Fakten zum Stockdorfer Westufer

Zu den Plänen rund um das Bauvorhaben am Stanz-Schmidt-Gelände kann selbstverständlich jeder seine eigene Meinung haben. Manche werden das Bauvorhaben in Gänze gut finden und überlegen welcher Entwurf der Beste ist. Andere werden das Vorhaben in Bausch und Bogen ablehnen. Die meisten werden sich vermutlich eine differenziertere Meinung dazu bilden.

Was aber gar nicht geht

Die Gründer der Bürgerinitiative und auch weitere Gegner, wie die Gautinger SPD, setzen gezielt Falschinformationen zur Stimmungsmache ein. Es werden Gründe und Zeiten für Fällaktionen verändert und verschoben wie es gerade passt! Die Eigentürmer des Geländes sollen in jedem Fall diskreditiert werden. Das grenzt schon an Verfolgung Andersdenkender. Heiligt der Zweck wirklich die Mittel? Und was ist der Zweck?

Der Google-Earth-Beweis

Die Redaktion von Unser Würmtal wollte wissen, wann die Abholzaktion tatsächlich stattfand. Wir versuchten es mit den "historischen" Bildern auf Google Earth. Und wir hatten Glück! Es gibt jeweils ein klares Foto aus 2016, 2017 und 2018. Das Foto am Anfang des Artikels stammt aus Google Earth Pro und ist auf den 08.04.2023 datiert. Auf dem Foto sind ganz klar der Umfang und die Reste der Fällaktion zu erkennen. Noch klarer wird der Umfang der entstandenen Freifläche wenn die Stämme, der noch stehenden Bäume, nach unten zum Boden verfolgt werden. Die Bäume stehen durch die Perspektive schräg und die freie Fläche wirkt dadurch kleiner als sie ist. Das Foto zeigt eindeutig, dass die von den Gegner der Bebauung benutzen Fotos und auch die daraus abgeleiteten Behauptungen nicht der Realität entsprechen. Jeder kann sich selber ein Bild machen und Google Earth Pro installieren

Das linke Bild mit Beschriftung (bis 2021) ist mit Sicherheit vor der Herbstfärbung im Jahr 2017 entstanden - nicht 2021! (Quelle: Unterschriften-Initiative)
Das linke Bild mit Beschriftung (bis 2021) ist mit Sicherheit vor der Herbstfärbung im Jahr 2017 entstanden - nicht 2021! (Quelle: Unterschriften-Initiative)

Jetzt haben die Eigentümer den Wald gefällt

Dieser Satz steht auf dem Blatt für die Unterschriftensammlung. Jetzt - also in letzter Zeit - wurden lediglich drei Eschen in unmittelbarer Nähe zur Bennostraße gefällt. Die Eschen waren kahl und vom Eschentriebsterben gezeichnet. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht mussten diese Eschen gefällt werden.

Umfangreiche Fällaktion 2018

Eine umfangreiche Fällaktion wurde vor dem 08. April 2018(!) durchgeführt. Damals waren einige Bäume schon umgestürzt und ebenfalls vom Eschentriebsterben befallen. Es war also Handlungsbedarf vorhanden. Das Bild aus Google Earth Pro zeigt neben den entstandenen Lücken auch gefällte Baustämme und Holzstücke. Also von "jetzt" haben die Eigentümer den Wald gefällt, kann keine Rede sein!

Als Anwohner, die die Initiatoren der Unterschriftensammlung sind, ist ihnen die die Fällung 2018 mit Sicherheit nicht entgangen. Damals waren sie vermutlich froh, dass die betroffenen Bäume entfernt wurden bevor sie auf ihre Grundstücke stürzen konnten. Aber wenn es ihren Zwecken dient, verlegen sie die Fällaktion nach "jetzt" und geben als Begründung, gegen besseres Wissen, nicht die geschädigten Eschen, sondern das Bauvorhaben an.

Bewusste Falschinformationen durch die SPD

Die Gautinger SPD verlegt die Fällung in die Zeit nach der Säuberung des Würmdamms an der Grundschule im Jahr 2020. Auf der SPD-Website ist zu lesen: "Vor 2 Jahren wurde der Damm entlang der Würm von Bäumen und Büschen freigemacht, da ihr Wurzelwerk die Dammkrone auflockert und den Damm damit schwächt. Das Wasserwirtschaftsamt hatte dies angeordnet. Inzwischen stellte sich heraus, dass es dabei nicht blieb: Auf den 2 Fotos ist deutlich zu sehen, dass auch im geplanten Baubereich bereits Bäume gefällt wurden." Verwendet wurden seitens der SPD ein altes Foto (vor Herbst 2017) von Google und ein neueres aus dem BayernAtlas.

Auf die Veröffentlichung der SPD von der Redaktion angeschrieben "eiert" Eberhart Brucker herum und will sich zum Datum des verwendeten Bildmaterials nicht festlegen. Wie mit dem obigen Bild bewiesen wird, war die Fällaktion nicht "jetzt" und auch nicht nach der Sanierung des Würmdamms. Es handelt sich dabei um bewusst gestreute Fehlinformationen.

Stimmungmache um jeden Preis

Gewinn überzeichnen

Auf den Seiten der SPD und in einem Flugblatt der SPD wird auch der mögliche Zugewinn in utopische Höhen getrieben. Im Flugblatt werden 8.000 Quadratmeter zum Preis von 1750–1850 Euro/m2 hochgerechnet. An anderer Stelle ist sogar von 14.000 m2 die Rede. Da kommen gleich mal an 20 oder mehr Millionen Euro als Spekulationsgewinn zusammen. Das sind alles völlig unrealistische Zahlen mit denen der Neid geschürt werden soll!

Kein kartiertes Biotop

Es handelt sich auch nicht um ein "einzigartiges Biotop", wie in der Unterschriftensammlung beschrieben. Wäre es ein "einzigartiges Biotop", wäre es längst kartiert. Tatsächlich ist lediglich ein schmaler Streifen an der Würm als kartiertes Biotop eingetragen. Dieses zieht sich im Übrigen entlang der gesamten Würm. Man kann den Bereich trotzdem als Biotop bezeichnen, denn der Begriff "Biotop" ist allgemeiner Art. Auch ihr eigener, persönlicher Garten ist ein Biotop oder der Wald und die Wiesen um unsere Ortschaften. Warum ist den Initiatoren der Unterschriftensammlung nicht bereits 2018, im Jahr der Abholzung aufgefallen, dass es sich um ein "einzigartiges Biotop" handelt?

Brucker bezweifelt Ehrlichkeit von Verwaltungsmitarbeitern

In ersten Artikel auf Unser Würmtal zur Unterschriftensammlung führten wir bereits Frau Thiel vom Gautinger Umweltamt als Beleg für eine Fällaktion vor 2020 an. Thiel ist seit 2020 bei der Gemeinde Gauting beschäftigt und sagte der Redaktion, dass die Fällaktion vor ihrer Zeit gewesen sein muss. "Frau Thiel ist Angestellte im Rathaus und insofern befangen, denn die Bürgermeisterin ist eine Befürworterin dieses Bauvorhabens, so dass Frau Thiel sich mit Aussagen, die nicht die Absichten ihrer Vorgesetzten stützen, zurückhalten wird. Tatsache ist, dass es im März 2022 laut Auskunft der Anwohner zu umfangreichen Rodungen gekommen ist, was die drei Bilder auch dokumentieren," erklärt Brucker per E-Mail der Redaktion (gemeint sind wohl die Bilder aus der Unterschriftenliste s.o.).

Was die Bilder dokumentieren sollen, müsste es heißen. Denn die Bäume sind laut Google Earth seit April 2018 nicht mehr vorhanden. Welche "umfangreichen Rodungen" können an nicht mehr vorhandenen Bäumen vorgenommen worden sein? Handelt sich bei den "glaubwürdigen" Anwohnern um dieselben, die auch die Unterschriftliste initiiert haben?

Fehlende soziale Komponente

Es wird von den Unterschriftensammlern als auch von der SPD immer wieder darauf hingewiesen, dass die Westuferbebauung nur für begüterte Mitmenschen, die sich die großen, teurem Wohnungen leisten können, geplant werde. Als wenn das etwas Verwerfliches wäre. Außerdem sollen, im Gegensatz zu diesen Behauptungen, auf dem Ostufer Wohnungen mit sozialer Bindung und ein Kindergarten entstehen.

Auszug aus dem Münchner Merkur vom 11.07.2023
Was die Initiatorin der Unterschriftenliste (Hannelore Krumbholz ist gemeint - siehe MM) insbesondere stört, ist die Tatsache, dass am Westufer eben kein bezahlbarer Wohnraum entstehen soll. „Da wäre ich schon eher dabei“, sagt sie. Aber die Rede sei von 120 und 240 Wohnfläche. „Das kann sich kein Normalverdiener leisten. Das hat keinen sozialen Touch.“

Scheinheilig

Wenn es einen "sozialen Touch" hat, ist der Schutz des "einzigartigen Biotops" nicht mehr wichtig? Vielleicht planen Eigentümer und Gemeinde nochmal um und geben am Westufer statt wenigen großzügigen, teuren Wohnungen 50 Sozialwohnungen den Vorzug. Den Aufschrei von Hannelore Krumbholz als Anwohnerin der möglichen Zufahrt könnten wir dann im ganzen Würmtal hören!

Vorwürfe geprüft

Bitte um Verzeihung

In der Einleitung steht, dass wir die Fakten auf den Tisch legen. Der Absatz "Scheinheilig" ist kein Fakt. Aber beim Studium des "Geschreibsel" von Initiatoren der Unterschriftensammlung und der Gautinger SPD juckt es den Autor dann irgendwann in den Fingern - sorry nochmal!

Die Redaktion beurteilt nicht, ob eine Bebauung sinnvoller ist als der Schutz des Geländes in der jetzigen Form. Es steht uns auch nicht zu, den Stockdorfern zu irgend einer Lösung zu raten. Wir haben nur die Vorwürfe gegen die Eigentümer geprüft. Diese Vorwürfe sind unberechtigt und die Initiatoren der Unterschriftensammlung haben die Unterschriften unter falschen Voraussetzungen gesammelt. Sie haben die Unterzeichner getäuscht und die Eigentümer aus egoistischen Gründen in ein schlechtes Licht gestellt! Ob die über 1000 Unterschriften unter diesen Voraussetzung etwas wert sind, kann jeder für sich entscheiden - wie seine Einstellung für oder gegen eine eventuelle Bebauung des Westufers in Stockdorf.

Redaktion Unser Würmtal / jh

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Google Earth - Aufnahme vom 08.04.2018 (ein Klick auf die Aufnahme öffnet sie ohne Webpage)
Google Earth - Aufnahme vom 08.04.2018 (ein Klick auf die Aufnahme öffnet sie ohne Webpage)

Falsch informiert - was sind die Unterschriften wert?

Gezielte Falschinformationen für Unterschriftensammlung genutzt - hier sind die Fakten zum Stockdorfer Westufer

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Zu den Plänen rund um das Bauvorhaben am Stanz-Schmidt-Gelände kann selbstverständlich jeder seine eigene Meinung haben. Manche werden das Bauvorhaben in Gänze gut finden und überlegen welcher Entwurf der Beste ist. Andere werden das Vorhaben in Bausch und Bogen ablehnen. Die meisten werden sich vermutlich eine differenziertere Meinung dazu bilden.

Was aber gar nicht geht

Die Gründer der Bürgerinitiative und auch weitere Gegner, wie die Gautinger SPD, setzen gezielt Falschinformationen zur Stimmungsmache ein. Es werden Gründe und Zeiten für Fällaktionen verändert und verschoben wie es gerade passt! Die Eigentürmer des Geländes sollen in jedem Fall diskreditiert werden. Das grenzt schon an Verfolgung Andersdenkender. Heiligt der Zweck wirklich die Mittel? Und was ist der Zweck?

Der Google-Earth-Beweis

Die Redaktion von Unser Würmtal wollte wissen, wann die Abholzaktion tatsächlich stattfand. Wir versuchten es mit den "historischen" Bildern auf Google Earth. Und wir hatten Glück! Es gibt jeweils ein klares Foto aus 2016, 2017 und 2018. Das Foto am Anfang des Artikels stammt aus Google Earth Pro und ist auf den 08.04.2023 datiert. Auf dem Foto sind ganz klar der Umfang und die Reste der Fällaktion zu erkennen. Noch klarer wird der Umfang der entstandenen Freifläche wenn die Stämme, der noch stehenden Bäume, nach unten zum Boden verfolgt werden. Die Bäume stehen durch die Perspektive schräg und die freie Fläche wirkt dadurch kleiner als sie ist. Das Foto zeigt eindeutig, dass die von den Gegner der Bebauung benutzen Fotos und auch die daraus abgeleiteten Behauptungen nicht der Realität entsprechen. Jeder kann sich selber ein Bild machen und Google Earth Pro installieren

Das linke Bild mit Beschriftung (bis 2021) ist mit Sicherheit vor der Herbstfärbung im Jahr 2017 entstanden - nicht 2021! (Quelle: Unterschriften-Initiative)
Das linke Bild mit Beschriftung (bis 2021) ist mit Sicherheit vor der Herbstfärbung im Jahr 2017 entstanden - nicht 2021! (Quelle: Unterschriften-Initiative)

Jetzt haben die Eigentümer den Wald gefällt

Dieser Satz steht auf dem Blatt für die Unterschriftensammlung. Jetzt - also in letzter Zeit - wurden lediglich drei Eschen in unmittelbarer Nähe zur Bennostraße gefällt. Die Eschen waren kahl und vom Eschentriebsterben gezeichnet. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht mussten diese Eschen gefällt werden.

Umfangreiche Fällaktion 2018

Eine umfangreiche Fällaktion wurde vor dem 08. April 2018(!) durchgeführt. Damals waren einige Bäume schon umgestürzt und ebenfalls vom Eschentriebsterben befallen. Es war also Handlungsbedarf vorhanden. Das Bild aus Google Earth Pro zeigt neben den entstandenen Lücken auch gefällte Baustämme und Holzstücke. Also von "jetzt" haben die Eigentümer den Wald gefällt, kann keine Rede sein!

Als Anwohner, die die Initiatoren der Unterschriftensammlung sind, ist ihnen die die Fällung 2018 mit Sicherheit nicht entgangen. Damals waren sie vermutlich froh, dass die betroffenen Bäume entfernt wurden bevor sie auf ihre Grundstücke stürzen konnten. Aber wenn es ihren Zwecken dient, verlegen sie die Fällaktion nach "jetzt" und geben als Begründung, gegen besseres Wissen, nicht die geschädigten Eschen, sondern das Bauvorhaben an.

Bewusste Falschinformationen durch die SPD

Die Gautinger SPD verlegt die Fällung in die Zeit nach der Säuberung des Würmdamms an der Grundschule im Jahr 2020. Auf der SPD-Website ist zu lesen: "Vor 2 Jahren wurde der Damm entlang der Würm von Bäumen und Büschen freigemacht, da ihr Wurzelwerk die Dammkrone auflockert und den Damm damit schwächt. Das Wasserwirtschaftsamt hatte dies angeordnet. Inzwischen stellte sich heraus, dass es dabei nicht blieb: Auf den 2 Fotos ist deutlich zu sehen, dass auch im geplanten Baubereich bereits Bäume gefällt wurden." Verwendet wurden seitens der SPD ein altes Foto (vor Herbst 2017) von Google und ein neueres aus dem BayernAtlas.

Auf die Veröffentlichung der SPD von der Redaktion angeschrieben "eiert" Eberhart Brucker herum und will sich zum Datum des verwendeten Bildmaterials nicht festlegen. Wie mit dem obigen Bild bewiesen wird, war die Fällaktion nicht "jetzt" und auch nicht nach der Sanierung des Würmdamms. Es handelt sich dabei um bewusst gestreute Fehlinformationen.

Stimmungmache um jeden Preis

Gewinn überzeichnen

Auf den Seiten der SPD und in einem Flugblatt der SPD wird auch der mögliche Zugewinn in utopische Höhen getrieben. Im Flugblatt werden 8.000 Quadratmeter zum Preis von 1750–1850 Euro/m2 hochgerechnet. An anderer Stelle ist sogar von 14.000 m2 die Rede. Da kommen gleich mal an 20 oder mehr Millionen Euro als Spekulationsgewinn zusammen. Das sind alles völlig unrealistische Zahlen mit denen der Neid geschürt werden soll!

Kein kartiertes Biotop

Es handelt sich auch nicht um ein "einzigartiges Biotop", wie in der Unterschriftensammlung beschrieben. Wäre es ein "einzigartiges Biotop", wäre es längst kartiert. Tatsächlich ist lediglich ein schmaler Streifen an der Würm als kartiertes Biotop eingetragen. Dieses zieht sich im Übrigen entlang der gesamten Würm. Man kann den Bereich trotzdem als Biotop bezeichnen, denn der Begriff "Biotop" ist allgemeiner Art. Auch ihr eigener, persönlicher Garten ist ein Biotop oder der Wald und die Wiesen um unsere Ortschaften. Warum ist den Initiatoren der Unterschriftensammlung nicht bereits 2018, im Jahr der Abholzung aufgefallen, dass es sich um ein "einzigartiges Biotop" handelt?

Brucker bezweifelt Ehrlichkeit von Verwaltungsmitarbeitern

In ersten Artikel auf Unser Würmtal zur Unterschriftensammlung führten wir bereits Frau Thiel vom Gautinger Umweltamt als Beleg für eine Fällaktion vor 2020 an. Thiel ist seit 2020 bei der Gemeinde Gauting beschäftigt und sagte der Redaktion, dass die Fällaktion vor ihrer Zeit gewesen sein muss. "Frau Thiel ist Angestellte im Rathaus und insofern befangen, denn die Bürgermeisterin ist eine Befürworterin dieses Bauvorhabens, so dass Frau Thiel sich mit Aussagen, die nicht die Absichten ihrer Vorgesetzten stützen, zurückhalten wird. Tatsache ist, dass es im März 2022 laut Auskunft der Anwohner zu umfangreichen Rodungen gekommen ist, was die drei Bilder auch dokumentieren," erklärt Brucker per E-Mail der Redaktion (gemeint sind wohl die Bilder aus der Unterschriftenliste s.o.).

Was die Bilder dokumentieren sollen, müsste es heißen. Denn die Bäume sind laut Google Earth seit April 2018 nicht mehr vorhanden. Welche "umfangreichen Rodungen" können an nicht mehr vorhandenen Bäumen vorgenommen worden sein? Handelt sich bei den "glaubwürdigen" Anwohnern um dieselben, die auch die Unterschriftliste initiiert haben?

Fehlende soziale Komponente

Es wird von den Unterschriftensammlern als auch von der SPD immer wieder darauf hingewiesen, dass die Westuferbebauung nur für begüterte Mitmenschen, die sich die großen, teurem Wohnungen leisten können, geplant werde. Als wenn das etwas Verwerfliches wäre. Außerdem sollen, im Gegensatz zu diesen Behauptungen, auf dem Ostufer Wohnungen mit sozialer Bindung und ein Kindergarten entstehen.

Auszug aus dem Münchner Merkur vom 11.07.2023
Was die Initiatorin der Unterschriftenliste (Hannelore Krumbholz ist gemeint - siehe MM) insbesondere stört, ist die Tatsache, dass am Westufer eben kein bezahlbarer Wohnraum entstehen soll. „Da wäre ich schon eher dabei“, sagt sie. Aber die Rede sei von 120 und 240 Wohnfläche. „Das kann sich kein Normalverdiener leisten. Das hat keinen sozialen Touch.“

Scheinheilig

Wenn es einen "sozialen Touch" hat, ist der Schutz des "einzigartigen Biotops" nicht mehr wichtig? Vielleicht planen Eigentümer und Gemeinde nochmal um und geben am Westufer statt wenigen großzügigen, teuren Wohnungen 50 Sozialwohnungen den Vorzug. Den Aufschrei von Hannelore Krumbholz als Anwohnerin der möglichen Zufahrt könnten wir dann im ganzen Würmtal hören!

Vorwürfe geprüft

Bitte um Verzeihung

In der Einleitung steht, dass wir die Fakten auf den Tisch legen. Der Absatz "Scheinheilig" ist kein Fakt. Aber beim Studium des "Geschreibsel" von Initiatoren der Unterschriftensammlung und der Gautinger SPD juckt es den Autor dann irgendwann in den Fingern - sorry nochmal!

Die Redaktion beurteilt nicht, ob eine Bebauung sinnvoller ist als der Schutz des Geländes in der jetzigen Form. Es steht uns auch nicht zu, den Stockdorfern zu irgend einer Lösung zu raten. Wir haben nur die Vorwürfe gegen die Eigentümer geprüft. Diese Vorwürfe sind unberechtigt und die Initiatoren der Unterschriftensammlung haben die Unterschriften unter falschen Voraussetzungen gesammelt. Sie haben die Unterzeichner getäuscht und die Eigentümer aus egoistischen Gründen in ein schlechtes Licht gestellt! Ob die über 1000 Unterschriften unter diesen Voraussetzung etwas wert sind, kann jeder für sich entscheiden - wie seine Einstellung für oder gegen eine eventuelle Bebauung des Westufers in Stockdorf.

Redaktion Unser Würmtal / jh

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