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Krailling | | von Unser Würmtal
Rechtfertigen Hausmeistertätigkeiten eine Gebührenerhöhung im Kraillinger Caritas-Kinderhaus um satte 40 Prozent?
Rechtfertigen Hausmeistertätigkeiten eine Gebührenerhöhung im Kraillinger Caritas-Kinderhaus um satte 40 Prozent? (Foto: Smileus/stock.adobe.com)

Gebühren für Kraillinger Caritas-Kinderhaus sorgen für Wirbel

Im Kraillinger Kinderhaus stehen Gebührenerhöhungen an. Diese begründet die Caritas damit, dass die Gemeinde Krailling künftig keine Dienstleistungen mehr für die Kindereinrichtung erbringen kann. Allerdings stößt die Höhe der Gebührenanhebung auf Unverständnis.

Vor einer Woche informierte die Caritas den Elternbeirat des Caritas-Kinderhauses über die geplante Erhöhung von 70 Euro pro Kind. Das wäre eine Steigerung von rund 40 Prozent. „Bei 140 Kindern wären wir bei einem Plus von knapp 10.000 Euro pro Monat. Davon kann man sich locker einen Hausmeister leisten“, so Elternbeiratsvorsitzende Nina Berentzen.

„Wie uns die Caritas mitteilte, gab es zwischen der Caritas als Träger und der Gemeinde Krailling seit mehreren Monate Gesprächen, wie es weiter gehen soll. Das fiel nur leider zu Ungunsten des Kinderhauses aus.“ Der Elternbeirat hoffe nun auf ein Einlenken und kündigte an, sowohl mit der Caritas als auch mit der Gemeinde das Gespräch zu suchen. Berentzen: „Vielleicht ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.“

Rückzug der Gemeinde aufgrund Neuregelungen des Umsatzsteuergesetzes

Das Thema kennt jeder Unternehmer, jeder Einzelhändler oder Freiberufler – kaum ist eine Arbeit erledigt, ein Projekt abgeschlossen, stehen die nötigen Abrechnungen sowie die Umsatzsteuerberechnungen an. Laut den Neuregelungen des Umsatzsteuergesetzes betrifft das künftig – mit Coronaaufschub ab 1. Januar 2022 – auch Kommunen. Für alle innerörtlichen Dienstleistungen fallen dann Rechnungen plus Umsatzsteuer an.

„Zu dem gilt die EU-Auflage, dass die Gemeinde nicht als Konkurrenz zur freien Wirtschaft auftreten darf“, erklärte Alexander Broschell, Pressereferent im Rathaus. „Nun sind wir nicht Träger der Einrichtung. Daher ziehen wir uns als Anbieter für sämtliche Dienstleistungen zurück.“ Er erwarte Gebührenerhöhungen übrigens nicht nur im Caritas-Kinderhaus, sondern auch in sämtlichen anderen Einrichtungen in der Gemeinde.

Ende fürs Rund-um-sorglos-Paket

Krailling wolle von vornherein vorsichtig agieren, so Broschell. Laut Pressemeldung der Gemeinde stünde womöglich Tatbestände wie Steuerhinterziehung oder Schwarzarbeit im Raum, wenn die Gemeinde ihr Vorgehen nicht ändere. Auch wenn die Gemeinde seit Frühjahr eine extra Mitarbeiterin für Steuerfragen beschäftigt: „wir möchten einen klaren Strich ziehen. Der neue Abrechnungsmodus bringt einen bürokratischen Aufwand mit sich, den wir als Verwaltung nicht stemmen können und wollen.“

„Das ist leider das Ende des Rund-um-sorglos-Pakets für das Kinderhaus“, bestätigte Christian Müller, Caritas-Geschäftsführer und Fachbereichsleiter Kindertageseinrichtungen. „Dafür hat sich Krailling entschieden. Andere Gemeinden regeln die Sache anders. Wir müssen allerdings kostendeckend arbeiten. Da ist eine Erhöhung leider unumgänglich.“

In jeder Kita anders geregelt

Momentan steht das Caritas-Kinderhaus allein mit dem Problem da. In den übrigen Würmtalgemeinden sind die Kindereinrichtungen entweder in Gemeindehand oder die Einrichtungen übernehmen die Arbeiten bereits Eigenregie und die Kosten dafür sind in den aktuellen Gebühren schon enthalten.

Welchen Anteil die Hausmeistertätigkeiten an den Gesamtkosten für den Betrieb eines Kinderhauses ausmacht, konnte zu Redaktionsschluss nicht geklärt werden. Aber das dafür eine Erhöhung der Gebühren um 40 Prozent erforderlich wird, erscheint reichlich hoch gegriffen.


Redaktion: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal

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Rechtfertigen Hausmeistertätigkeiten eine Gebührenerhöhung im Kraillinger Caritas-Kinderhaus um satte 40 Prozent?
Rechtfertigen Hausmeistertätigkeiten eine Gebührenerhöhung im Kraillinger Caritas-Kinderhaus um satte 40 Prozent? (Foto: Smileus/stock.adobe.com)

Gebühren für Kraillinger Caritas-Kinderhaus sorgen für Wirbel

Im Kraillinger Kinderhaus stehen Gebührenerhöhungen an. Diese begründet die Caritas damit, dass die Gemeinde Krailling künftig keine Dienstleistungen mehr für die Kindereinrichtung erbringen kann. Allerdings stößt die Höhe der Gebührenanhebung auf Unverständnis.

Vor einer Woche informierte die Caritas den Elternbeirat des Caritas-Kinderhauses über die geplante Erhöhung von 70 Euro pro Kind. Das wäre eine Steigerung von rund 40 Prozent. „Bei 140 Kindern wären wir bei einem Plus von knapp 10.000 Euro pro Monat. Davon kann man sich locker einen Hausmeister leisten“, so Elternbeiratsvorsitzende Nina Berentzen.

„Wie uns die Caritas mitteilte, gab es zwischen der Caritas als Träger und der Gemeinde Krailling seit mehreren Monate Gesprächen, wie es weiter gehen soll. Das fiel nur leider zu Ungunsten des Kinderhauses aus.“ Der Elternbeirat hoffe nun auf ein Einlenken und kündigte an, sowohl mit der Caritas als auch mit der Gemeinde das Gespräch zu suchen. Berentzen: „Vielleicht ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.“

Rückzug der Gemeinde aufgrund Neuregelungen des Umsatzsteuergesetzes

Das Thema kennt jeder Unternehmer, jeder Einzelhändler oder Freiberufler – kaum ist eine Arbeit erledigt, ein Projekt abgeschlossen, stehen die nötigen Abrechnungen sowie die Umsatzsteuerberechnungen an. Laut den Neuregelungen des Umsatzsteuergesetzes betrifft das künftig – mit Coronaaufschub ab 1. Januar 2022 – auch Kommunen. Für alle innerörtlichen Dienstleistungen fallen dann Rechnungen plus Umsatzsteuer an.

„Zu dem gilt die EU-Auflage, dass die Gemeinde nicht als Konkurrenz zur freien Wirtschaft auftreten darf“, erklärte Alexander Broschell, Pressereferent im Rathaus. „Nun sind wir nicht Träger der Einrichtung. Daher ziehen wir uns als Anbieter für sämtliche Dienstleistungen zurück.“ Er erwarte Gebührenerhöhungen übrigens nicht nur im Caritas-Kinderhaus, sondern auch in sämtlichen anderen Einrichtungen in der Gemeinde.

Ende fürs Rund-um-sorglos-Paket

Krailling wolle von vornherein vorsichtig agieren, so Broschell. Laut Pressemeldung der Gemeinde stünde womöglich Tatbestände wie Steuerhinterziehung oder Schwarzarbeit im Raum, wenn die Gemeinde ihr Vorgehen nicht ändere. Auch wenn die Gemeinde seit Frühjahr eine extra Mitarbeiterin für Steuerfragen beschäftigt: „wir möchten einen klaren Strich ziehen. Der neue Abrechnungsmodus bringt einen bürokratischen Aufwand mit sich, den wir als Verwaltung nicht stemmen können und wollen.“

„Das ist leider das Ende des Rund-um-sorglos-Pakets für das Kinderhaus“, bestätigte Christian Müller, Caritas-Geschäftsführer und Fachbereichsleiter Kindertageseinrichtungen. „Dafür hat sich Krailling entschieden. Andere Gemeinden regeln die Sache anders. Wir müssen allerdings kostendeckend arbeiten. Da ist eine Erhöhung leider unumgänglich.“

In jeder Kita anders geregelt

Momentan steht das Caritas-Kinderhaus allein mit dem Problem da. In den übrigen Würmtalgemeinden sind die Kindereinrichtungen entweder in Gemeindehand oder die Einrichtungen übernehmen die Arbeiten bereits Eigenregie und die Kosten dafür sind in den aktuellen Gebühren schon enthalten.

Welchen Anteil die Hausmeistertätigkeiten an den Gesamtkosten für den Betrieb eines Kinderhauses ausmacht, konnte zu Redaktionsschluss nicht geklärt werden. Aber das dafür eine Erhöhung der Gebühren um 40 Prozent erforderlich wird, erscheint reichlich hoch gegriffen.


Redaktion: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal

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