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Energiewende | | von Unser Würmtal

GEG - kein Gag für Gauting!

v. l. n. r. vorn am Tisch: Dr. Fabian Kühnel-Widmann, Josefine Anderer, Dr. Jürgen Sklarek, Andreas Maasch; im Hintergrund links: Herbert Schwarz (Foto: Unser Würmtal / tc)
v. l. n. r. vorn am Tisch: Dr. Fabian Kühnel-Widmann, Josefine Anderer, Dr. Jürgen Sklarek, Andreas Maasch; im Hintergrund links: Herbert Schwarz (Foto: Unser Würmtal / tc)

Gebäudeenergiegesetz (GEG) - kein Gag für Gauting!

Am Verzicht auf Öl- und Gasheizungen geht langfristig auch für Gauting kein Weg vorbei

Interessante Vorträge im Gautinger Rathaus

Am Donnerstag, 16. November 2023 gab es im Sitzungssaal des Gautinger Rathauses die Möglichkeit, sich über die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) – oft verkürzt „Heizungsgesetz“ genannt – zu informieren. Nach den einführenden Worten des Zweiten Bürgermeisters Dr. Jürgen Sklarek übernahm Josefine Anderer, die Klimamanagerin des Landkreises Starnberg, die Moderation. Sie führte aus, dass am Verzicht auf Öl- und Gasheizungen langfristig kein Weg vorbeigehe und dass das Heizungsgesetz nur die Umsetzung der international verbindlich festgelegten Klimaziele sei.

Fossile Heizungen weiterhin erlaubt, aber …

Die aktuelle Fassung des Gesetztes sieht vor, dass ab 1. Januar 2024 nur Neubauten in Neubaugebieten den Mindestanteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien erfüllen müssen. Für sonstige Neubauten und Bestandsgebäude gilt die Regel erst, sobald eine kommunale Wärmeplanung vorliegt – für Gauting spätestens 2028. Muss eine defekte irreparable Heizung ersetzt werden, kann auch weiterhin eine Öl- oder Gasheizung eingebaut werden, die das 65-Prozent-Ziel nicht erreicht. Allerdings müssen ab 2029 stufenweise steigende Anforderungen an die Mindestanteile erneuerbarer Energien erfüllt werden.

Hoffnungsträger Geothermie

Ein Teil der kommunalen Wärmeplanung Gautings wird Geothermie sein. Dr. Fabian Kühnel-Widmann, der Standortförderer der Gemeinde erläuterte, dass die aktuellen Planungen vorsehen, dass ab dem zweiten Quartal 2025 eine Bohrung in der Nähe von Gut Hüll auf Kraillinger Gebiet erfolgen soll. Anschließend soll die Erschließung des Gemeindegebiets, ausgehend vom Übergabepunkt am Penny-Kreisel in der Ammerseestraße, beginnen. Ab dem zweiten Halbjahr können die Gebiete in der Nähe des Übergabepunktes Anschlüsse erhalten.

Die Planung sieht vor, in den Folgejahren weiter ostwärts voranzugehen und im Jahr 2027 die Gebiete östlich der Bahnlinie zu erreichen. Für die außerhalb liegenden Ortsteile gibt es noch keine weitere Planung. Eine Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden ist vorgesehen, um in einem Geothermie-Netzwerk eine stabile Wärmeversorgung gewährleisten zu können.

Beratung ist wichtig - jedes Haus individuell

Energieberater Andreas Maasch von der Verbraucherzentrale Bayern zeigte auf, dass jedes Haus anders ist und als System betrachtet werden sollte. So gibt es Wechselwirkungen zwischen Dämmung und Heizung, die man kennen sollte. Oft lassen sich schon mit kleinen Maßnahmen wie der Erneuerung von Fensterdichtungen gute Erfolge erzielen. Ein Beratung vor Ort gibt es bei der Verbraucherzentrale Bayern schon für 30 Euro.

Chaos im Förderdschungel

Ebenfalls beratungsintensiv ist die Förderung sämtlicher Maßnahmen, da auch hier jedes Gebäude individuell zu betrachten ist. Herbert Schwarz, zuständig für Energie- und Umweltberatung beim Landratsamt Starnberg, bedauerte, dass nach dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Schuldenbremse, viele bereits zugesagte Fördermaßnahmen infrage gestellt werden.

Fazit

Angesichts der Vielzahl der Möglichkeiten und der Unsicherheiten hinsichtlich der Förderungen fallen stehen Eigenheimbesitzer vor schwierigen Entscheidungen. Sie sollten sich frühzeitig informieren, welche Maßnahmen für ihr Gebäude geeignet sind.

Redaktion Unser Würmtal / tc

 

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GEG - kein Gag für Gauting!

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v. l. n. r. vorn am Tisch: Dr. Fabian Kühnel-Widmann, Josefine Anderer, Dr. Jürgen Sklarek, Andreas Maasch; im Hintergrund links: Herbert Schwarz (Foto: Unser Würmtal / tc)

Gebäudeenergiegesetz (GEG) - kein Gag für Gauting!

Am Verzicht auf Öl- und Gasheizungen geht langfristig auch für Gauting kein Weg vorbei

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Interessante Vorträge im Gautinger Rathaus

Am Donnerstag, 16. November 2023 gab es im Sitzungssaal des Gautinger Rathauses die Möglichkeit, sich über die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) – oft verkürzt „Heizungsgesetz“ genannt – zu informieren. Nach den einführenden Worten des Zweiten Bürgermeisters Dr. Jürgen Sklarek übernahm Josefine Anderer, die Klimamanagerin des Landkreises Starnberg, die Moderation. Sie führte aus, dass am Verzicht auf Öl- und Gasheizungen langfristig kein Weg vorbeigehe und dass das Heizungsgesetz nur die Umsetzung der international verbindlich festgelegten Klimaziele sei.

Fossile Heizungen weiterhin erlaubt, aber …

Die aktuelle Fassung des Gesetztes sieht vor, dass ab 1. Januar 2024 nur Neubauten in Neubaugebieten den Mindestanteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien erfüllen müssen. Für sonstige Neubauten und Bestandsgebäude gilt die Regel erst, sobald eine kommunale Wärmeplanung vorliegt – für Gauting spätestens 2028. Muss eine defekte irreparable Heizung ersetzt werden, kann auch weiterhin eine Öl- oder Gasheizung eingebaut werden, die das 65-Prozent-Ziel nicht erreicht. Allerdings müssen ab 2029 stufenweise steigende Anforderungen an die Mindestanteile erneuerbarer Energien erfüllt werden.

Hoffnungsträger Geothermie

Ein Teil der kommunalen Wärmeplanung Gautings wird Geothermie sein. Dr. Fabian Kühnel-Widmann, der Standortförderer der Gemeinde erläuterte, dass die aktuellen Planungen vorsehen, dass ab dem zweiten Quartal 2025 eine Bohrung in der Nähe von Gut Hüll auf Kraillinger Gebiet erfolgen soll. Anschließend soll die Erschließung des Gemeindegebiets, ausgehend vom Übergabepunkt am Penny-Kreisel in der Ammerseestraße, beginnen. Ab dem zweiten Halbjahr können die Gebiete in der Nähe des Übergabepunktes Anschlüsse erhalten.

Die Planung sieht vor, in den Folgejahren weiter ostwärts voranzugehen und im Jahr 2027 die Gebiete östlich der Bahnlinie zu erreichen. Für die außerhalb liegenden Ortsteile gibt es noch keine weitere Planung. Eine Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden ist vorgesehen, um in einem Geothermie-Netzwerk eine stabile Wärmeversorgung gewährleisten zu können.

Beratung ist wichtig - jedes Haus individuell

Energieberater Andreas Maasch von der Verbraucherzentrale Bayern zeigte auf, dass jedes Haus anders ist und als System betrachtet werden sollte. So gibt es Wechselwirkungen zwischen Dämmung und Heizung, die man kennen sollte. Oft lassen sich schon mit kleinen Maßnahmen wie der Erneuerung von Fensterdichtungen gute Erfolge erzielen. Ein Beratung vor Ort gibt es bei der Verbraucherzentrale Bayern schon für 30 Euro.

Chaos im Förderdschungel

Ebenfalls beratungsintensiv ist die Förderung sämtlicher Maßnahmen, da auch hier jedes Gebäude individuell zu betrachten ist. Herbert Schwarz, zuständig für Energie- und Umweltberatung beim Landratsamt Starnberg, bedauerte, dass nach dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Schuldenbremse, viele bereits zugesagte Fördermaßnahmen infrage gestellt werden.

Fazit

Angesichts der Vielzahl der Möglichkeiten und der Unsicherheiten hinsichtlich der Förderungen fallen stehen Eigenheimbesitzer vor schwierigen Entscheidungen. Sie sollten sich frühzeitig informieren, welche Maßnahmen für ihr Gebäude geeignet sind.

Redaktion Unser Würmtal / tc

 

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