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Neuried | | von Unser Würmtal
Aus der Vogelperspektive erkennt man den Umfang der Baumaßnahme (Foto: Toni Immobilien)
Aus der Vogelperspektive erkennt man den Umfang der Baumaßnahme (Foto: Toni Immobilien)

Grün aufs Dach - Campus Neuried

Jahrelang war das ehemalige Hettlage-Areal am östlichen Ortseingang der „Schandfleck“ der Gemeinde Neuried und ein Quartier für Fledermäuse. Zwölf Jahre lang stand es leer und verfiel immer mehr. 2018 kam dann endlich die Abrissbirne und bald darauf erfolgt der Startschuss für den „Campus Neuried“.

Der von Toni Immobilien geplante „Campus Neuried“ ist nahezu voll vermietet. In drei Bauabschnitten sind in den vergangenen Jahren südlich der Forstenrieder Straße Gebäudekomplexe entstanden, der eine Planung voranging, die individuell an die Bedürfnisse der Mieter angepasst wurde. Die funktionalen Bürogebäude mussten technisch hohe Anforderungen erfüllen: nicht nur, was die Ausstattung der Innenräume betrifft, sondern auch hinsichtlich der Gebäudeplanung in ökologischer Hinsicht. Die Toni Bau hat dem „Campus Neuried“ Gründächer verpasst, für deren Realisierung bautechnisch einige zusätzliche Überlegungen mit einfließen mussten.

Auf 30.000 Quadratmetern beziehen ab jetzt die neuen Mieter nach und nach ihr neues Zuhause. Nahe am Biotech-Cluster Neuried gelegen ist es deshalb nicht verwunderlich, dass sich hier viele Unternehmen aus der Branche ansiedeln; dafür wurde in zwei Bauabschnitten jeweils eine Fläche von 5.000 Quadratmetern eingeplant. Alleine im ersten Bauabschnitt werden zwei Biotech-Firmen einziehen: Bio-Rad Laboratories GmbH Deutschland verlegt seinen Unternehmenssitz von Feldkirchen nach Neuried und die Firma AMSilk, die das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Martinsried verlässt.

Für das Unternehmen lösen sich mit dem Umzug auch einige Probleme, wie Anja Kehl, Marketingfrau bei AMSilk, uns mitteilte: „AMSilk ist nun seit 2011 im IZB und während der Startup-Phase war das IZB unsere Home Base. Wir befinden uns aktuell in einer neuen Phase der industriellen Skalierung und des starken Wachstums. Wir benötigen mehr Büroflächen und haben einen neuen Standort in der Nähe vom IZB gesucht und tatsächlich gefunden; den Standort Campus Neuried. Da aktuell unser Team auf 3 Standorte verteilt ist, freuen wir uns natürlich sehr über die Veränderung zukünftig gemeinsam mit dem ganzen Team an einer Location zu arbeiten.“

Platzprobleme gelöst

Die Toni Immobilien KG hat mit diesem Projekt somit auch ein akutes Platzproblem im Biotech-Cluster gelöst. Start-Ups, für die zunächst kein Platz mehr im IZB war, können nun doch nachziehen, weil z. B. langjährige Mieter, die sich mit ihren Unternehmen bereits am Markt etablieren konnten, in den Campus Neuried umziehen können. Damit rücken sie auch mit den technologischen „Nachbarn“ aus der Pharmabranche, wie GBA und Evotec, ebenfalls im gleichen Gebäude näher zusammen.

Andreas Lesser, Geschäftsführer der Toni Immobilien berichtet von den mieterspezifischen technischen Herausforderungen: Diese Branchen benötigen z. B. eine extrem leistungsfähige Lüftung mit einem achtfachen Luftwechsel pro Stunde, weil die Chemie sehr häufig gereinigt und abgegeben werden muss. Dazu werden Geräte benötigt, die 28 m³ Luft in der Stunde reinigen können. Erhöhte Sicherheitsstandards erfordern obendrein Brandschutzmaßnahmen, die über die normalen Standards hinausgehen. Die spezifischen Planungen seien deshalb „sehr kompliziert“ gewesen, sagt Lesser, obwohl er langjährige Erfahrung im Bau von funktionalen Gebäuden, wie z. B. dem Toni-Park in Augsburg, mitbringt.

Natur freien Lauf lassen

Der Natur einen Platz schaffen (Foto: Toni Immobilien)
Der Natur einen Platz schaffen (Foto: Toni Immobilien)

Das Thema Dachbegrünung scheint für Lesser allerdings eine echte „Herzensangelegenheit“ zu sein, obwohl deren Umsetzung erhöhten Aufwand, besonders bei der Dachstatik, erforderte. Eigene Biologen mussten in die Planung mit einbezogen werden, damit die Erd-Aufschüttungen eine Fauna entstehen lässt, die sich „gewollt ungeplant“ entwickeln kann.

„Die Natur entscheidet selber, was dabei rauskommt“, sagt Lesser. Je nach Sonneneinstrahlung auf der Nord- und Südseite bilden sich durch die Hügellandschaft unterschiedliche Habitate aus. Die Idee ist die Entstehung einer pflanzlichen Vielfalt, die das gesamte Potential der Natur ausschöpft. Auch Mauersegler sollen auf den Dächern einen Unterschlupf finden. Für sie wurden eigens Kästen aufgestellt.

In den weiteren beiden Bauabschnitten gibt es noch einiges zu tun, bis die neuen Mieter einziehen können. Auch die Gemeinde Neuried nutzt das neu geschaffene Mietangebot und vergibt auf dem Campus 37 Wohnungen zu günstigeren Mieten. Bis zum 30. September konnten sich Neurieder Bürger um die Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen bewerben. Ein Umzug kann erst 2022 erfolgen, da bisher lediglich der Rohbau abgeschlossen wurde.

In Bauabschnitt zwei hat sich unter anderem bereits ein Fitnesscenter 1500 m³ eingemietet. Das dritte Gebäude wird auf 7.000 m³ vollständig von der Baufirma Goldbeck, die als verantwortliches Unternehmen den Campus Neuried entwickelt und realisiert hat, bezogen.

Der Campus Neuried soll, so Andreas Lesser, langfristig im Besitz der Toni Bau bleiben.

Redaktion Isabelle Keck / Unser Würmtal

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Neuried | | von Unser Würmtal
Aus der Vogelperspektive erkennt man den Umfang der Baumaßnahme (Foto: Toni Immobilien)
Aus der Vogelperspektive erkennt man den Umfang der Baumaßnahme (Foto: Toni Immobilien)

Grün aufs Dach - Campus Neuried

Jahrelang war das ehemalige Hettlage-Areal am östlichen Ortseingang der „Schandfleck“ der Gemeinde Neuried und ein Quartier für Fledermäuse. Zwölf Jahre lang stand es leer und verfiel immer mehr. 2018 kam dann endlich die Abrissbirne und bald darauf erfolgt der Startschuss für den „Campus Neuried“.

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Der von Toni Immobilien geplante „Campus Neuried“ ist nahezu voll vermietet. In drei Bauabschnitten sind in den vergangenen Jahren südlich der Forstenrieder Straße Gebäudekomplexe entstanden, der eine Planung voranging, die individuell an die Bedürfnisse der Mieter angepasst wurde. Die funktionalen Bürogebäude mussten technisch hohe Anforderungen erfüllen: nicht nur, was die Ausstattung der Innenräume betrifft, sondern auch hinsichtlich der Gebäudeplanung in ökologischer Hinsicht. Die Toni Bau hat dem „Campus Neuried“ Gründächer verpasst, für deren Realisierung bautechnisch einige zusätzliche Überlegungen mit einfließen mussten.

Auf 30.000 Quadratmetern beziehen ab jetzt die neuen Mieter nach und nach ihr neues Zuhause. Nahe am Biotech-Cluster Neuried gelegen ist es deshalb nicht verwunderlich, dass sich hier viele Unternehmen aus der Branche ansiedeln; dafür wurde in zwei Bauabschnitten jeweils eine Fläche von 5.000 Quadratmetern eingeplant. Alleine im ersten Bauabschnitt werden zwei Biotech-Firmen einziehen: Bio-Rad Laboratories GmbH Deutschland verlegt seinen Unternehmenssitz von Feldkirchen nach Neuried und die Firma AMSilk, die das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Martinsried verlässt.

Für das Unternehmen lösen sich mit dem Umzug auch einige Probleme, wie Anja Kehl, Marketingfrau bei AMSilk, uns mitteilte: „AMSilk ist nun seit 2011 im IZB und während der Startup-Phase war das IZB unsere Home Base. Wir befinden uns aktuell in einer neuen Phase der industriellen Skalierung und des starken Wachstums. Wir benötigen mehr Büroflächen und haben einen neuen Standort in der Nähe vom IZB gesucht und tatsächlich gefunden; den Standort Campus Neuried. Da aktuell unser Team auf 3 Standorte verteilt ist, freuen wir uns natürlich sehr über die Veränderung zukünftig gemeinsam mit dem ganzen Team an einer Location zu arbeiten.“

Platzprobleme gelöst

Die Toni Immobilien KG hat mit diesem Projekt somit auch ein akutes Platzproblem im Biotech-Cluster gelöst. Start-Ups, für die zunächst kein Platz mehr im IZB war, können nun doch nachziehen, weil z. B. langjährige Mieter, die sich mit ihren Unternehmen bereits am Markt etablieren konnten, in den Campus Neuried umziehen können. Damit rücken sie auch mit den technologischen „Nachbarn“ aus der Pharmabranche, wie GBA und Evotec, ebenfalls im gleichen Gebäude näher zusammen.

Andreas Lesser, Geschäftsführer der Toni Immobilien berichtet von den mieterspezifischen technischen Herausforderungen: Diese Branchen benötigen z. B. eine extrem leistungsfähige Lüftung mit einem achtfachen Luftwechsel pro Stunde, weil die Chemie sehr häufig gereinigt und abgegeben werden muss. Dazu werden Geräte benötigt, die 28 m³ Luft in der Stunde reinigen können. Erhöhte Sicherheitsstandards erfordern obendrein Brandschutzmaßnahmen, die über die normalen Standards hinausgehen. Die spezifischen Planungen seien deshalb „sehr kompliziert“ gewesen, sagt Lesser, obwohl er langjährige Erfahrung im Bau von funktionalen Gebäuden, wie z. B. dem Toni-Park in Augsburg, mitbringt.

Natur freien Lauf lassen

Der Natur einen Platz schaffen (Foto: Toni Immobilien)
Der Natur einen Platz schaffen (Foto: Toni Immobilien)

Das Thema Dachbegrünung scheint für Lesser allerdings eine echte „Herzensangelegenheit“ zu sein, obwohl deren Umsetzung erhöhten Aufwand, besonders bei der Dachstatik, erforderte. Eigene Biologen mussten in die Planung mit einbezogen werden, damit die Erd-Aufschüttungen eine Fauna entstehen lässt, die sich „gewollt ungeplant“ entwickeln kann.

„Die Natur entscheidet selber, was dabei rauskommt“, sagt Lesser. Je nach Sonneneinstrahlung auf der Nord- und Südseite bilden sich durch die Hügellandschaft unterschiedliche Habitate aus. Die Idee ist die Entstehung einer pflanzlichen Vielfalt, die das gesamte Potential der Natur ausschöpft. Auch Mauersegler sollen auf den Dächern einen Unterschlupf finden. Für sie wurden eigens Kästen aufgestellt.

In den weiteren beiden Bauabschnitten gibt es noch einiges zu tun, bis die neuen Mieter einziehen können. Auch die Gemeinde Neuried nutzt das neu geschaffene Mietangebot und vergibt auf dem Campus 37 Wohnungen zu günstigeren Mieten. Bis zum 30. September konnten sich Neurieder Bürger um die Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen bewerben. Ein Umzug kann erst 2022 erfolgen, da bisher lediglich der Rohbau abgeschlossen wurde.

In Bauabschnitt zwei hat sich unter anderem bereits ein Fitnesscenter 1500 m³ eingemietet. Das dritte Gebäude wird auf 7.000 m³ vollständig von der Baufirma Goldbeck, die als verantwortliches Unternehmen den Campus Neuried entwickelt und realisiert hat, bezogen.

Der Campus Neuried soll, so Andreas Lesser, langfristig im Besitz der Toni Bau bleiben.

Redaktion Isabelle Keck / Unser Würmtal

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