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LK München | | von Landkreis München

Nahverkehrsplan steht kurz vor Abschluss

Mit der Fortschreibung des ÖPNV-Rahmenplans aus dem Jahr 2013 stellt der Landkreis jetzt die Weichen für die kommenden Jahre.

Die letzten Maßnahmen aus dem im Jahr 2013 erstmals aufgelegten Nahverkehrsplan werden gerade noch abgearbeitet, da steht bereits die Fortschreibung des Rahmenplans für den ÖPNV im Landkreis München auf der Tagesordnung der Kreisgremien. Mehr als 300 Seiten umfasst das Werk, das dem Landkreis als Planungs- und Steuerungsinstrument bei der Weiterentwicklung des Angebots im öffentlichen Personennahverkehr dient. In Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, mit Verkehrsunternehmen, dem MVV und vielen weiteren Beteiligten hat sich der Landkreis intensiv mit der Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis München auseinandergesetzt, Bedarfe ermittelt und Maßnahmen formuliert. Dabei setzt er gezielt Schwerpunkte und legt Prioritäten fest.

Expresslinien: Mit dem Bus schnell ans Ziel

Wer sich nicht entlang der radial auf die Stadt München ausgerichteten S-Bahnäste bewegt, sondern zum Beispiel aus dem südlichen Landkreisgebiet Richtung Nordosten pendelt, muss „öffentlich“ oft lange Fahrzeiten mit zahlreichen Umstiegen in Kauf nehmen. Bei der Gegenüberstellung von Zeitersparnis und Umweltaspekten fällt die Wahl dann doch oft auf das meist schnellere Auto. Mit Hilfe von – vielfach tangential verlaufenden – Expressbuslinien soll hier in den kommenden Jahren ein attraktives Alternativangebot abseits der Schienenäste geschaffen werden. Insgesamt 16 Linien haben die Planer konzipiert, die von Montag bis Samstag zwischen ca. 5 Uhr und 22 Uhr im 20-Minuten-Takt verkehren und die Verbindung von Kommunen untereinander mit dem ÖPNV weiter verbessern könnten.

Kombiniert würde die Einrichtung von Expressbuslinien in Zusammenarbeit mit den Straßenbaulastträgern mit Maßnahmen zur Busbeschleunigung, die auch bei zahlreichen bereits existierenden Linien vorgesehen sind. Denn ein Bus, der im selben Stau steht wie das eigene Auto, bewegt niemanden zum Umstieg.

Bus auf Bestellung

Neu im Landkreis könnten auch schon bald so genannte On-Demand-Verkehre sein, also Angebote, die auf den individuellen Bedarf des Fahrgasts zugeschnitten sind. Zwei verschiedene Varianten von Bedarfsverkehren sieht der Nahverkehrsplan vor, die als Pilotprojekte im südlichen Landkreisgebiet umgesetzt werden könnten. Ziel ist es jeweils, mithilfe von flächenbedienenden Bedarfsverkehren die Anbindung an umliegende Gemeinden und das übergeordnete S-Bahn-Angebot weiter zu verbessern und eine höhere Flexibilität im ÖPNV zu ermöglichen. Die Pilotregionen umfassen die Gemeinden Aying – Brunnthal – Sauerlach im Tagesverkehr und während der Nachtstunden das Hachinger Tal.

Alternative Antriebsformen als Kernziel festgeschrieben

Darüber hinaus sieht der fortgeschriebene Nahverkehrsplan diverse Netzausweitungen und Taktverdichtungen vor sowie Verbesserungen beim Angebot im Freizeitverkehr u. a. mit erweiterten Wochenendangeboten, der Einführung von Radlbussen oder der Schaffung eines attraktiven Grundangebots im Nachtverkehr. Zur Förderung der Umwelt und des Klimaschutzes greift der Landkreis München im Nahverkehrsplan die Clean-Vehicle-Richtlinie (CVD) der EU auf und verankert die Förderung alternativer Antriebsformen. Ziel ist, dass ab dem Jahr 2025 45 Prozent aller Neuverträge auf alternativen Antriebsformen basieren. Ab dem Jahr 2030 sollen es dann bereits 65 Prozent sein.

Benannt werden im Nahverkehrsplan auch die bereits angestoßenen vertieften Untersuchungen neuer Linienverbindungen. Dabei soll nicht nur auf herkömmliche Verkehrsmittel abgehoben, sondern auch der Einsatz etwa von Seilbahn- oder Magnetschwebebahntechnologie oder von Stadtbahnen geprüft werden.

Mit der endgültigen Verabschiedung des Nahverkehrsplans im Juli durch den Kreistag bekommen der Landkreis und seine Kommunen einen fundierten und zukunftsweisenden Leitfaden an die Hand. Er gibt dabei den Rahmen, also das große Ganze vor und definiert Qualitätsanforderungen, u. a. auch in Sachen Barrierefreiheit. Was und in welcher Form es umgesetzt wird, entscheidet der Kreistag zusammen mit den Kommunen Stück für Stück. Mindestens zweimal im Jahr wird sich der Mobilitätsausschuss des Kreistags mit der Umsetzung der Einzelmaßnahmen befassen. „Sobald auch die Vollversammlung im Juli ihr Placet gegeben hat, werden wir zügig in die Umsetzung einsteigen“, sagt Landrat Christoph Göbel, der auch die vorzeitige Fortschreibung des Nahverkehrsplans mit Nachdruck vorangetrieben hat. „Die Prosperität des Landkreises München hängt sowohl unter wirtschaftlichen wie umweltpolitischen Gesichtspunkten ganz wesentlich davon ab, dass das Mobilitätsangebot stimmt. Neben dem Einsatz immissionsarmer Verkehrsmittel legen wir auch ein besonderes Augenmerk auf die intermodale Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel des Öffentlichen Verkehrs, des Rad- und Autoverkehrs“, so der Landrat weiter.

Quelle: Landratsamt München

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LK München | | von Landkreis München

Nahverkehrsplan steht kurz vor Abschluss

Mit der Fortschreibung des ÖPNV-Rahmenplans aus dem Jahr 2013 stellt der Landkreis jetzt die Weichen für die kommenden Jahre.

Die letzten Maßnahmen aus dem im Jahr 2013 erstmals aufgelegten Nahverkehrsplan werden gerade noch abgearbeitet, da steht bereits die Fortschreibung des Rahmenplans für den ÖPNV im Landkreis München auf der Tagesordnung der Kreisgremien. Mehr als 300 Seiten umfasst das Werk, das dem Landkreis als Planungs- und Steuerungsinstrument bei der Weiterentwicklung des Angebots im öffentlichen Personennahverkehr dient. In Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, mit Verkehrsunternehmen, dem MVV und vielen weiteren Beteiligten hat sich der Landkreis intensiv mit der Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis München auseinandergesetzt, Bedarfe ermittelt und Maßnahmen formuliert. Dabei setzt er gezielt Schwerpunkte und legt Prioritäten fest.

Expresslinien: Mit dem Bus schnell ans Ziel

Wer sich nicht entlang der radial auf die Stadt München ausgerichteten S-Bahnäste bewegt, sondern zum Beispiel aus dem südlichen Landkreisgebiet Richtung Nordosten pendelt, muss „öffentlich“ oft lange Fahrzeiten mit zahlreichen Umstiegen in Kauf nehmen. Bei der Gegenüberstellung von Zeitersparnis und Umweltaspekten fällt die Wahl dann doch oft auf das meist schnellere Auto. Mit Hilfe von – vielfach tangential verlaufenden – Expressbuslinien soll hier in den kommenden Jahren ein attraktives Alternativangebot abseits der Schienenäste geschaffen werden. Insgesamt 16 Linien haben die Planer konzipiert, die von Montag bis Samstag zwischen ca. 5 Uhr und 22 Uhr im 20-Minuten-Takt verkehren und die Verbindung von Kommunen untereinander mit dem ÖPNV weiter verbessern könnten.

Kombiniert würde die Einrichtung von Expressbuslinien in Zusammenarbeit mit den Straßenbaulastträgern mit Maßnahmen zur Busbeschleunigung, die auch bei zahlreichen bereits existierenden Linien vorgesehen sind. Denn ein Bus, der im selben Stau steht wie das eigene Auto, bewegt niemanden zum Umstieg.

Bus auf Bestellung

Neu im Landkreis könnten auch schon bald so genannte On-Demand-Verkehre sein, also Angebote, die auf den individuellen Bedarf des Fahrgasts zugeschnitten sind. Zwei verschiedene Varianten von Bedarfsverkehren sieht der Nahverkehrsplan vor, die als Pilotprojekte im südlichen Landkreisgebiet umgesetzt werden könnten. Ziel ist es jeweils, mithilfe von flächenbedienenden Bedarfsverkehren die Anbindung an umliegende Gemeinden und das übergeordnete S-Bahn-Angebot weiter zu verbessern und eine höhere Flexibilität im ÖPNV zu ermöglichen. Die Pilotregionen umfassen die Gemeinden Aying – Brunnthal – Sauerlach im Tagesverkehr und während der Nachtstunden das Hachinger Tal.

Alternative Antriebsformen als Kernziel festgeschrieben

Darüber hinaus sieht der fortgeschriebene Nahverkehrsplan diverse Netzausweitungen und Taktverdichtungen vor sowie Verbesserungen beim Angebot im Freizeitverkehr u. a. mit erweiterten Wochenendangeboten, der Einführung von Radlbussen oder der Schaffung eines attraktiven Grundangebots im Nachtverkehr. Zur Förderung der Umwelt und des Klimaschutzes greift der Landkreis München im Nahverkehrsplan die Clean-Vehicle-Richtlinie (CVD) der EU auf und verankert die Förderung alternativer Antriebsformen. Ziel ist, dass ab dem Jahr 2025 45 Prozent aller Neuverträge auf alternativen Antriebsformen basieren. Ab dem Jahr 2030 sollen es dann bereits 65 Prozent sein.

Benannt werden im Nahverkehrsplan auch die bereits angestoßenen vertieften Untersuchungen neuer Linienverbindungen. Dabei soll nicht nur auf herkömmliche Verkehrsmittel abgehoben, sondern auch der Einsatz etwa von Seilbahn- oder Magnetschwebebahntechnologie oder von Stadtbahnen geprüft werden.

Mit der endgültigen Verabschiedung des Nahverkehrsplans im Juli durch den Kreistag bekommen der Landkreis und seine Kommunen einen fundierten und zukunftsweisenden Leitfaden an die Hand. Er gibt dabei den Rahmen, also das große Ganze vor und definiert Qualitätsanforderungen, u. a. auch in Sachen Barrierefreiheit. Was und in welcher Form es umgesetzt wird, entscheidet der Kreistag zusammen mit den Kommunen Stück für Stück. Mindestens zweimal im Jahr wird sich der Mobilitätsausschuss des Kreistags mit der Umsetzung der Einzelmaßnahmen befassen. „Sobald auch die Vollversammlung im Juli ihr Placet gegeben hat, werden wir zügig in die Umsetzung einsteigen“, sagt Landrat Christoph Göbel, der auch die vorzeitige Fortschreibung des Nahverkehrsplans mit Nachdruck vorangetrieben hat. „Die Prosperität des Landkreises München hängt sowohl unter wirtschaftlichen wie umweltpolitischen Gesichtspunkten ganz wesentlich davon ab, dass das Mobilitätsangebot stimmt. Neben dem Einsatz immissionsarmer Verkehrsmittel legen wir auch ein besonderes Augenmerk auf die intermodale Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel des Öffentlichen Verkehrs, des Rad- und Autoverkehrs“, so der Landrat weiter.

Quelle: Landratsamt München

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