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Krailling | | von Unser Würmtal

Der ehemalige an die KIM angrenzende Pionierübungspatz (Video: Unser Würmtal)

Natur­para­dies Pionier­übungs­ge­lände

Seit Abzug der Bundeswehr aus dem Kraillinger Pionier­übungs­ge­lände Anfang der 90iger Jahre hat sich das Wäldchen in ein wahres Paradies für Flora und Fauna entwickeln.

Laut BUND sind hier 207 landkreisbedeutsame Tier- und Pflanzenarten zu finden, darunter sechs vom Aussterben bedrohte und 34 stark gefährdete Arten. Die Gemeinde Krailling schützt ihr kostbares Wäldchen nach Kräften und bekommt nun eine Förderung für ihr Biotopschutzprogramm.

Das Biotopschutzprogramm „BayernNetzNatur“ sind Projekte zusammengefasst, die sich maßgeblich für Biodiversität und Nachhaltigkeit einsetzen und somit eine besondere Unterstützung durch den Freistaat bekommen. Seit einigen Wochen ist auch das Kraillinger Pioniergelände unter den förderwürdigen Projekten.

„Unser Biotop umfasst über 300 Hektar Fläche“, erklärte dazu Rathaus-Umweltreferentin Verena Texier-Ast. „Darunter sind Trockenlebensräume, Magerrasenflächen, Kalk- und Silikatmagerrasen und natürlich Waldgebiet. Wir haben hier sechs vom Aussterben bedrohte Tierarten, 34 stark gefährdete, 92 gefährdete und 132 Arten auf der Vorwarnliste.“

Gelbbauchunke und Wespenbussard

Um einige Beispiel zu nennen: Kreuzenzian, die Wechselkröte und Gelbbauchunke, die Zauneidechse, den Wespenbussard, die Schlingnatter, die Braune Mosaikjungfer oder die Ödlandschnecke. Seit 2009 ist das gewaltige Biotop bereits unter Aufsicht der Gemeinde genommen. Damals prüfte das Augsburger Büro TopGrün GmbH den Ist-Zustand und die Entwicklungskapazitäten.

Dessen Fazit damals: sowohl qualitativ als auch quantitativ ist das Gebiet in Top-Zustand. TopGrün empfahl ein umfassendes Biotopmanagement, das die Gemeinde seither durchführte. Die Aufnahme ins „BayernNetzNatur“ sei allerdings eine ganz besondere Sache, betonte Texier-Ast.

Landkreis als Projektträger

„Wir zählen zu den rund 400 Top-Biotope bayernweit, die hier unterstützt werden. Die Förderung bedeutet für uns eine sehr hohe Fördersumme. Ich freue mich sehr, dass dies nun auf den Weg gebracht ist.“ Als Projektträger sprang übrigens der Landkreis Starnberg ein, der die Gesamtkosten von 614.000 Euro auf fünf Jahre erst einmal fast komplett vorschießt. Nach Abzug der Förderbeträge finanziert die Gemeinde allerdings immer noch knapp 3.000 Euro pro Jahr selbst. „Die Förderung läuft bis 2027“, so Texier-Ast. „In der Zeit möchte wir einige Maßnahmen verwirklichen, wie Infotafeln, eine Infohütte, Internetauftritt und Führungen im Gebiet.“

Hinweis zum Biotop mit Verhaltensregeln (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)
Hinweis zum Biotop mit Verhaltensregeln (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)

Bitte nicht querfeldein

Die bisher nicht zusammenhängenden Flächen würden in der nächsten Zeit miteinander verknüpft. „Damit bekommen wir einen weiten Offenlandbereich, den wir teils auch kräftig entbuschen werden. Damit soll der Lebensraum der Tiere wachsen und gedeihen.“ Mit dem Aufstellen von Infotafeln, Wegweisern und Gebotsschilder wurde teils schon begonnen.

„Die Leute fragen nach und wir freuen uns über das große Interesse an unserer tollen Natur.“ Das Biotop erfreue sich jetzt schon großer Beliebtheit. „Da wollen wir ansetzen. Allerdings haben wir auch einen dringenden Wunsch: bitte nur die Wege benutzen und nicht querfeldein laufen!“

Redaktion Ulrike Seiffert / Unser Würmtal

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Das Biotopschutzprogramm „BayernNetzNatur“ sind Projekte zusammengefasst, die sich maßgeblich für Biodiversität und Nachhaltigkeit einsetzen und somit eine besondere Unterstützung durch den Freistaat bekommen. Seit einigen Wochen ist auch das Kraillinger Pioniergelände unter den förderwürdigen Projekten.

„Unser Biotop umfasst über 300 Hektar Fläche“, erklärte dazu Rathaus-Umweltreferentin Verena Texier-Ast. „Darunter sind Trockenlebensräume, Magerrasenflächen, Kalk- und Silikatmagerrasen und natürlich Waldgebiet. Wir haben hier sechs vom Aussterben bedrohte Tierarten, 34 stark gefährdete, 92 gefährdete und 132 Arten auf der Vorwarnliste.“

Gelbbauchunke und Wespenbussard

Um einige Beispiel zu nennen: Kreuzenzian, die Wechselkröte und Gelbbauchunke, die Zauneidechse, den Wespenbussard, die Schlingnatter, die Braune Mosaikjungfer oder die Ödlandschnecke. Seit 2009 ist das gewaltige Biotop bereits unter Aufsicht der Gemeinde genommen. Damals prüfte das Augsburger Büro TopGrün GmbH den Ist-Zustand und die Entwicklungskapazitäten.

Dessen Fazit damals: sowohl qualitativ als auch quantitativ ist das Gebiet in Top-Zustand. TopGrün empfahl ein umfassendes Biotopmanagement, das die Gemeinde seither durchführte. Die Aufnahme ins „BayernNetzNatur“ sei allerdings eine ganz besondere Sache, betonte Texier-Ast.

Landkreis als Projektträger

„Wir zählen zu den rund 400 Top-Biotope bayernweit, die hier unterstützt werden. Die Förderung bedeutet für uns eine sehr hohe Fördersumme. Ich freue mich sehr, dass dies nun auf den Weg gebracht ist.“ Als Projektträger sprang übrigens der Landkreis Starnberg ein, der die Gesamtkosten von 614.000 Euro auf fünf Jahre erst einmal fast komplett vorschießt. Nach Abzug der Förderbeträge finanziert die Gemeinde allerdings immer noch knapp 3.000 Euro pro Jahr selbst. „Die Förderung läuft bis 2027“, so Texier-Ast. „In der Zeit möchte wir einige Maßnahmen verwirklichen, wie Infotafeln, eine Infohütte, Internetauftritt und Führungen im Gebiet.“

Hinweis zum Biotop mit Verhaltensregeln (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)
Hinweis zum Biotop mit Verhaltensregeln (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)

Bitte nicht querfeldein

Die bisher nicht zusammenhängenden Flächen würden in der nächsten Zeit miteinander verknüpft. „Damit bekommen wir einen weiten Offenlandbereich, den wir teils auch kräftig entbuschen werden. Damit soll der Lebensraum der Tiere wachsen und gedeihen.“ Mit dem Aufstellen von Infotafeln, Wegweisern und Gebotsschilder wurde teils schon begonnen.

„Die Leute fragen nach und wir freuen uns über das große Interesse an unserer tollen Natur.“ Das Biotop erfreue sich jetzt schon großer Beliebtheit. „Da wollen wir ansetzen. Allerdings haben wir auch einen dringenden Wunsch: bitte nur die Wege benutzen und nicht querfeldein laufen!“

Redaktion Ulrike Seiffert / Unser Würmtal

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