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Gauting | | von Unser Würmtal
Architekt Hans-Peter Hebensperger-Hüther (r.) im Gespräch mit Bürgern am Modell des Patchway-Neubaugebietes. (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)
Architekt Hans-Peter Hebensperger-Hüther (r.) im Gespräch mit Bürgern am Modell des Patchway-Neubaugebietes. (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)

Patchway-Anger auf Sachebene gebracht

Seit dreieinhalb Jahren plant die Gemeinde Gauting das Neubaugebiet „Patchway-Anger“ zwischen der Ammersee-, Danziger-, Pötschener- und Paul-Hey-Straße. Hier sollen auf rund 2,8 Hektar Wohnungsbau, Sozialeinrichtungen, Büros, Grünflächen und ein Supermarkt entstehen. Noch vor Beginn der Bauleitplanung begann die Gemeinde den Bürgerdialog.

Die Bauleitplanung fürs „Patchway-Areal“ an der Gautinger Ammerseestraße stecken noch ganz am Anfang. Noch bevor der Bauplan als Entwurf vorliegt, lud die Gemeinde bereits zu einer Informations- und Dialogveranstaltung ein, zu der Architekt Professor Hans-Peter Hebensperger-Hüther von H2R-Architekten und Planerin Manuela Skorka vom Planungsbüro Skorka über den aktuellen Planungsstand berichteten.

Bürgermeisterin Brigitte Kössinger erklärte am Modell die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten. (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)
Bürgermeisterin Brigitte Kössinger erklärte am Modell die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten. (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)

Neben einem einstündigen Vortrag baute die Gemeinde verschiedene Themeninseln im Rathausfoyer auf, an denen interessierte Bürger detailliert mit den Eigentümern, den Planern und Architekten und mit der Verwaltung ins Gespräch kommen konnten. Teil des Bürgerdialogs sind die Anregungskärtchen, die während der Veranstaltung und darüber hinaus in den kommenden vier Wochen per Post, per Email oder gleich persönlich im Rathaus abgegeben werden können.

Vier Eigentümer, die sich einig sind

„Viel Aufwand, aber absolut notwendig“, kommentierte Umweltberater Wilhelm Rodrian die Veranstaltung. Einige falsche Daten und Zahlen übers Neubaugebiet seien im Umlauf, was wiederum für Empörung und Kritik sorge. „Dem wollen wir begegnen und die Diskussion zum Patchway-Anger auf eine Sachebene bringen.“ Alle Bürger seien nun eingeladen, sich intensiv mit dem Bauprojekt auseinander zu setzen. „Alle Vorschläge werden zur Planung aufgegriffen.“

Auch Architekt Hebensperger-Hüther war sich der kritischen Stimmung bewusst und fragte zu Beginn des Vortrags: „Wer ist kritischer Bürger und wer von Ihnen ist gekommen, weil er in diesem Gebiet eine Chance für Gauting sieht?“ Und eine beispielhafte Chance bekomme Gauting hier allemal, so Hebensperger-Hüther. „Der Standort im innerörtlichen Bereich ist toll. Und es ist bemerkenswert, dass die vier Eigentümer beispiellos und engagiert an einem Strang ziehen. Das findet man selten.“

Ökologische Mustersiedlung

Als Grundeigentümer beteiligt sind die Erben der Familie Diehl, denen das vordere Apparatebau-Grundstück an der Ammerseestraße gehört, der Zweckverband Wohnen, das Katholische Siedlungswerk und die Gemeinde Gauting. Gemeinsam sind die vier Parteien bemüht, eine „ökologische Mustersiedlung mit verdichtetem Wohnraum, viel Freifläche im Mittelpunkt und überhaupt keinen neuen Straßen anzulegen“, so Hebensperger-Hüther.

Auch die Kinderspielflächen stünden später im Verbund mit der großen Freifläche. Die Kindereinrichtung werde ebenfalls von den Eigentümern gebaut. „Man kann nur begrüßen, mit welchem Weitblick die Eigentümer zusammenarbeiten.“ Planerin Skorka ergänzte die Eckpunkte: verschiedene Mobilitätsangebote, Gästeappartements, Geothermie, Café und Supermarkt. Mehr Einzelhandel sei nicht vorgesehen, um keine Konkurrenz zum Ortskern zu schaffen.

Planung bis Ende 2022

Wie kann die Mobilität im neuen Wohngebiet - dem ersten autofreien Campus - aussehen?  (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)
Wie kann die Mobilität im neuen Wohngebiet - dem ersten autofreien Campus - aussehen? (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)

„Die 8.500 Quadratmeter Dachfläche wird entweder mit Photovoltaik, mit Grünfläche oder Dachterrasse genutzt sein“, so Skorka weiter. „Sie bekommen ein lebendiges Wohnquartier mit ganz eigener Qualität – autofrei, nachhaltig und keinesfalls anonym.“ Ein Quartiermanager solle später als Ansprechpartner für soziale und organisatorische Belange dienen. „Es wird ein Vorzeigeprojekt.“

Die Diskussionen an den Themeninseln liefen lang. Besonders gefragt waren „Verkehr“, „Mobilität“ und „Nachhaltigkeit“. Bevor die Planungen weiter gehen, werden die Bürgerrückmeldungen abgewartet, die in den nächsten vier Wochen eingehen können. „Dann folgt der erste Entwurf des Bebauungsplans“, erklärte Marita Münch vom Gemeinde-Bauamt.

Inklusive öffentlicher Auslegung und möglicher zweiter Überarbeitung könnte es bis Ende 2022 dauern, bis die Bauleitplanung abgeschlossen ist. Danach könnten die Ausschreibungen und die eigentlichen Baumaßnahmen folgen. „Die Gesamtfertigstellung ist schwierig zu schätzen“, so Münch. „Es könnten sicherlich noch fünf Jahre bis Bauende vergehen, ganz abhängig von vielen Faktoren.“

Redaktion Unser Würmtal, Ulrike Seiffert

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Gemeinde Gauting
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Gauting | | von Unser Würmtal
Architekt Hans-Peter Hebensperger-Hüther (r.) im Gespräch mit Bürgern am Modell des Patchway-Neubaugebietes. (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)
Architekt Hans-Peter Hebensperger-Hüther (r.) im Gespräch mit Bürgern am Modell des Patchway-Neubaugebietes. (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)

Patchway-Anger auf Sachebene gebracht

Seit dreieinhalb Jahren plant die Gemeinde Gauting das Neubaugebiet „Patchway-Anger“ zwischen der Ammersee-, Danziger-, Pötschener- und Paul-Hey-Straße. Hier sollen auf rund 2,8 Hektar Wohnungsbau, Sozialeinrichtungen, Büros, Grünflächen und ein Supermarkt entstehen. Noch vor Beginn der Bauleitplanung begann die Gemeinde den Bürgerdialog.

Die Bauleitplanung fürs „Patchway-Areal“ an der Gautinger Ammerseestraße stecken noch ganz am Anfang. Noch bevor der Bauplan als Entwurf vorliegt, lud die Gemeinde bereits zu einer Informations- und Dialogveranstaltung ein, zu der Architekt Professor Hans-Peter Hebensperger-Hüther von H2R-Architekten und Planerin Manuela Skorka vom Planungsbüro Skorka über den aktuellen Planungsstand berichteten.

Bürgermeisterin Brigitte Kössinger erklärte am Modell die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten. (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)
Bürgermeisterin Brigitte Kössinger erklärte am Modell die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten. (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)

Neben einem einstündigen Vortrag baute die Gemeinde verschiedene Themeninseln im Rathausfoyer auf, an denen interessierte Bürger detailliert mit den Eigentümern, den Planern und Architekten und mit der Verwaltung ins Gespräch kommen konnten. Teil des Bürgerdialogs sind die Anregungskärtchen, die während der Veranstaltung und darüber hinaus in den kommenden vier Wochen per Post, per Email oder gleich persönlich im Rathaus abgegeben werden können.

Vier Eigentümer, die sich einig sind

„Viel Aufwand, aber absolut notwendig“, kommentierte Umweltberater Wilhelm Rodrian die Veranstaltung. Einige falsche Daten und Zahlen übers Neubaugebiet seien im Umlauf, was wiederum für Empörung und Kritik sorge. „Dem wollen wir begegnen und die Diskussion zum Patchway-Anger auf eine Sachebene bringen.“ Alle Bürger seien nun eingeladen, sich intensiv mit dem Bauprojekt auseinander zu setzen. „Alle Vorschläge werden zur Planung aufgegriffen.“

Auch Architekt Hebensperger-Hüther war sich der kritischen Stimmung bewusst und fragte zu Beginn des Vortrags: „Wer ist kritischer Bürger und wer von Ihnen ist gekommen, weil er in diesem Gebiet eine Chance für Gauting sieht?“ Und eine beispielhafte Chance bekomme Gauting hier allemal, so Hebensperger-Hüther. „Der Standort im innerörtlichen Bereich ist toll. Und es ist bemerkenswert, dass die vier Eigentümer beispiellos und engagiert an einem Strang ziehen. Das findet man selten.“

Ökologische Mustersiedlung

Als Grundeigentümer beteiligt sind die Erben der Familie Diehl, denen das vordere Apparatebau-Grundstück an der Ammerseestraße gehört, der Zweckverband Wohnen, das Katholische Siedlungswerk und die Gemeinde Gauting. Gemeinsam sind die vier Parteien bemüht, eine „ökologische Mustersiedlung mit verdichtetem Wohnraum, viel Freifläche im Mittelpunkt und überhaupt keinen neuen Straßen anzulegen“, so Hebensperger-Hüther.

Auch die Kinderspielflächen stünden später im Verbund mit der großen Freifläche. Die Kindereinrichtung werde ebenfalls von den Eigentümern gebaut. „Man kann nur begrüßen, mit welchem Weitblick die Eigentümer zusammenarbeiten.“ Planerin Skorka ergänzte die Eckpunkte: verschiedene Mobilitätsangebote, Gästeappartements, Geothermie, Café und Supermarkt. Mehr Einzelhandel sei nicht vorgesehen, um keine Konkurrenz zum Ortskern zu schaffen.

Planung bis Ende 2022

Wie kann die Mobilität im neuen Wohngebiet - dem ersten autofreien Campus - aussehen?  (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)
Wie kann die Mobilität im neuen Wohngebiet - dem ersten autofreien Campus - aussehen? (Foto: Ulrike Seiffert / Unser Würmtal)

„Die 8.500 Quadratmeter Dachfläche wird entweder mit Photovoltaik, mit Grünfläche oder Dachterrasse genutzt sein“, so Skorka weiter. „Sie bekommen ein lebendiges Wohnquartier mit ganz eigener Qualität – autofrei, nachhaltig und keinesfalls anonym.“ Ein Quartiermanager solle später als Ansprechpartner für soziale und organisatorische Belange dienen. „Es wird ein Vorzeigeprojekt.“

Die Diskussionen an den Themeninseln liefen lang. Besonders gefragt waren „Verkehr“, „Mobilität“ und „Nachhaltigkeit“. Bevor die Planungen weiter gehen, werden die Bürgerrückmeldungen abgewartet, die in den nächsten vier Wochen eingehen können. „Dann folgt der erste Entwurf des Bebauungsplans“, erklärte Marita Münch vom Gemeinde-Bauamt.

Inklusive öffentlicher Auslegung und möglicher zweiter Überarbeitung könnte es bis Ende 2022 dauern, bis die Bauleitplanung abgeschlossen ist. Danach könnten die Ausschreibungen und die eigentlichen Baumaßnahmen folgen. „Die Gesamtfertigstellung ist schwierig zu schätzen“, so Münch. „Es könnten sicherlich noch fünf Jahre bis Bauende vergehen, ganz abhängig von vielen Faktoren.“

Redaktion Unser Würmtal, Ulrike Seiffert

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