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Wirtschaft | | von Unser Würmtal
Voll besetztes Kupferhaus zur Informationsveranstaltung über die Pläne der Firma Glück (Foto: Ulrike Seiffert/Unser Würmtal)
Voll besetztes Kupferhaus zur Informationsveranstaltung über die Pläne der Firma Glück (Foto: Ulrike Seiffert/Unser Würmtal)

Natur schützen, ABER ...

Bei der Infoveranstaltung im Kupferhaus erklärte die Firma Glück ihre Pläne bzgl. einer mobile und temporäre Recyclinganlage

Die Gräfelfinger Firma Glück ist bereits im Planegger Im Grund mit einer Kompostieranlage tätig. Nun wurde der Auskiesungsantrag aus dem Jahr 2017 bewilligt. Und zusätzlich möchte die Firma dort eine mobile und temporäre Recyclinganlage für Baumaterialien aufbauen. Umweltschützer und Anwohner protestierten bereits. Nun gab es eine Infoveranstaltung im Kupferhaus.

Das Kupferhaus war mit über 150 Leuten voll besetzt, so groß war das Interesse an der Infoveranstaltung über alle Glück-Vorhaben an der Grenze zwischen Planegg und Krailling. Bürgermeister Hermann Nafziger hatte zur Infoveranstaltung eingeladen, „um allen die gleichen Informationen zukommen zu lassen, damit alle denselben Wissensstand haben“, erklärte er.

Die Bürgerinitiative „Wir sind Grund genug“ sowie die Vertreter von BUND Naturschutz, dem Grünzugnetzwerk und anderen Initiativen konnten im Vorfeld Fragen schicken. Das Podium blieb den Glück-Vertretern und dem Bürgermeister vorbehalten, auch wenn dies insbesondere vom BUND ganz anders gewünscht wurde.

50 Prozent wieder verwertbar

Sachlich und ausführlich sprachen Glück-Geschäftsführer Markus Wahl sowie die von Glück beauftragten Gutachter Hans-Christian Höfl von iMA Richter & Röckle GmbH & Co. KG aus Freiburg (Staubemission) und Jens Hunecke von Steger & Partner GmbH aus München (Schallschutz) über das Recycling-Vorhaben.

Zunächst aber über das geplante Auskiesen: „Es handelt sich um eine Fläche von 2,1 Hektar. Zunächst stellen wir hier ein Biotop mit Flachwasserzonen als Ausgleich her und danach kiesen wir die vorgeschriebene Fläche aus“, so Wahl. Der Zeitpunkt für den Beginn könnte Ende 2023 sein.

Eine Recycling-Anlage für Bauschutt habe Glück bereits im Münchner Osten sowie in Allach, erkläre Wahl. „Das wollen wir ausbauen und hier in Planegg eine regionale mobile Anlage betreiben.“ Schließlich seien nicht nur die Bauressourcen knapp, auch auf Öl und Kraftstoff müsste geachtet werden.

Aus dem recycelten Bauschutt entstünden unter anderem Dachbegrünungssubstrate, Ziegel und anderes. „Alles wertvolle Materialien, die viel zu schade zum Entsorgen sind. Wir sammeln das, danach verfüllen wir mit dem Restmaterial die Kiesgruben.“

Die Anlage sei auf maximal 50.000 Kubikmeter Schutt pro Jahr ausgelegt. „Das wird in den ersten Jahren deutlich weniger sein. Die Anlage läuft auch nicht jeden Tag, sondern in Intervallen.“ Übrigens könnten 50 Prozent des Bauschutts wiederverwendet werden, so Wahl.

Zwei verschiedene Paar Schuhe

Die Auskiesung mit Antrag aus 2017 ist genehmigt. Fürs Recycling verhalte es sich komplizierter. Denn die Frage sei, ob es sich um eine „angediente Privilegierung“ handele (Recycling im Zusammenhang mit der Grubenbefüllung). Wenn das Landratsamt diesem Argument folge, dann sei die Genehmigung schnell erklärt und gelte unbefristet. „Wenn nicht, dann gehen wir den längeren Weg über den Bauantrag“, so Wahl.

Über Lärm und Staub müssten sich die Anwohner keineswegs Gedanken machen. Die Gutachter Höfl und Hunecke attestierten der geplanten Anlage „deutlich unterschrittene Grenzwerte“.

Die Kritik der anwesenden Gemeinderäte, Umweltschützer und Anwohner bezog sich vor allem auf die beiden parallel laufenden Maßnahmen – Auskiesung und Anlage, beides wollten die Kritiker nicht und hätten dies niemals unterstützt.

„Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe“, entgegnete der Bürgermeister und rechtfertigte damit, dass er die Gemeinderäte nicht sofort über die Genehmigung zur Auskiesung informiert hatte.

St. Florian in Planegg?

Eine Sprecherin aus dem Publikum veranschaulichte sich die große Menge an Bauschutt mit ihrem Beton-Schwimmbecken im Garten, um die Relationen zu verstehen. Ein weiterer drängte auf den Erhalt des Grünzugs.

Malwina Andrassy vom BUND begrüßte die Kreislaufwirtschaft, wollte aber den „Blick nach oben weiten“ und den Flächenfraß im Gesamten betrachten. „Wir brauchen Flächen für unsere Zukunft“, sagte sie.

Der Geschäftsführer der Firma Glück, Markus Wahl, steht für Informationen zur Verfügung (Foto: Ulrike Seiffert/Unser Würmtal)
Der Geschäftsführer der Firma Glück, Markus Wahl, steht für Informationen zur Verfügung (Foto: Ulrike Seiffert/Unser Würmtal)

Wieder ein nächster verlangte, dass die Anlage nach Gräfelfing käme, wo die Firma Glück zu Hause ist. Auch weitere unabhängige Gutachter wurden gefordert.

Doch im Prinzip waren sich alle einig – die Natur muss geschützt und mit unseren Ressourcen muss pfleglich umgegangen werden. Auch in Zukunft solle gebaut werden, eingestürzte Brücken oder marode Straße wolle keiner hinnehmen müssen. Recycling dafür ist wichtig, aber: eben nicht hier.

Der Transparenz dienen

„Trotz aller Gegensätze reden wir miteinander“, resümierte Wahl nach der Veranstaltung. „Ich hoffe, dass wir einige Befürchtungen entkräften und wesentlich zur Aufklärung beitragen konnten.“ Jederzeit könne man auf ihn zukommen, wenn Infos unklar sind oder weitere Sorgen im Raum stehen. Auch einem runden Tisch stehe er aufgeschlossen gegenüber.

Wahl: „Unsere Position ist klar: wir wollen viele mitnehmen. Unser Weg ist Aufklärung und Transparenz.“ Außerdem werde erst die Entscheidung des Landratsamtes zeigen, wie weiter verfahren werden müsse und könne, betonte Bürgermeister Nafziger. „Noch ist nichts entschieden. Alles ist möglich.“

Redaktion Ulrike Seiffert / Unser Würmtal

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Voll besetztes Kupferhaus zur Informationsveranstaltung über die Pläne der Firma Glück (Foto: Ulrike Seiffert/Unser Würmtal)
Voll besetztes Kupferhaus zur Informationsveranstaltung über die Pläne der Firma Glück (Foto: Ulrike Seiffert/Unser Würmtal)

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Bei der Infoveranstaltung im Kupferhaus erklärte die Firma Glück ihre Pläne bzgl. einer mobile und temporäre Recyclinganlage

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Die Gräfelfinger Firma Glück ist bereits im Planegger Im Grund mit einer Kompostieranlage tätig. Nun wurde der Auskiesungsantrag aus dem Jahr 2017 bewilligt. Und zusätzlich möchte die Firma dort eine mobile und temporäre Recyclinganlage für Baumaterialien aufbauen. Umweltschützer und Anwohner protestierten bereits. Nun gab es eine Infoveranstaltung im Kupferhaus.

Das Kupferhaus war mit über 150 Leuten voll besetzt, so groß war das Interesse an der Infoveranstaltung über alle Glück-Vorhaben an der Grenze zwischen Planegg und Krailling. Bürgermeister Hermann Nafziger hatte zur Infoveranstaltung eingeladen, „um allen die gleichen Informationen zukommen zu lassen, damit alle denselben Wissensstand haben“, erklärte er.

Die Bürgerinitiative „Wir sind Grund genug“ sowie die Vertreter von BUND Naturschutz, dem Grünzugnetzwerk und anderen Initiativen konnten im Vorfeld Fragen schicken. Das Podium blieb den Glück-Vertretern und dem Bürgermeister vorbehalten, auch wenn dies insbesondere vom BUND ganz anders gewünscht wurde.

50 Prozent wieder verwertbar

Sachlich und ausführlich sprachen Glück-Geschäftsführer Markus Wahl sowie die von Glück beauftragten Gutachter Hans-Christian Höfl von iMA Richter & Röckle GmbH & Co. KG aus Freiburg (Staubemission) und Jens Hunecke von Steger & Partner GmbH aus München (Schallschutz) über das Recycling-Vorhaben.

Zunächst aber über das geplante Auskiesen: „Es handelt sich um eine Fläche von 2,1 Hektar. Zunächst stellen wir hier ein Biotop mit Flachwasserzonen als Ausgleich her und danach kiesen wir die vorgeschriebene Fläche aus“, so Wahl. Der Zeitpunkt für den Beginn könnte Ende 2023 sein.

Eine Recycling-Anlage für Bauschutt habe Glück bereits im Münchner Osten sowie in Allach, erkläre Wahl. „Das wollen wir ausbauen und hier in Planegg eine regionale mobile Anlage betreiben.“ Schließlich seien nicht nur die Bauressourcen knapp, auch auf Öl und Kraftstoff müsste geachtet werden.

Aus dem recycelten Bauschutt entstünden unter anderem Dachbegrünungssubstrate, Ziegel und anderes. „Alles wertvolle Materialien, die viel zu schade zum Entsorgen sind. Wir sammeln das, danach verfüllen wir mit dem Restmaterial die Kiesgruben.“

Die Anlage sei auf maximal 50.000 Kubikmeter Schutt pro Jahr ausgelegt. „Das wird in den ersten Jahren deutlich weniger sein. Die Anlage läuft auch nicht jeden Tag, sondern in Intervallen.“ Übrigens könnten 50 Prozent des Bauschutts wiederverwendet werden, so Wahl.

Zwei verschiedene Paar Schuhe

Die Auskiesung mit Antrag aus 2017 ist genehmigt. Fürs Recycling verhalte es sich komplizierter. Denn die Frage sei, ob es sich um eine „angediente Privilegierung“ handele (Recycling im Zusammenhang mit der Grubenbefüllung). Wenn das Landratsamt diesem Argument folge, dann sei die Genehmigung schnell erklärt und gelte unbefristet. „Wenn nicht, dann gehen wir den längeren Weg über den Bauantrag“, so Wahl.

Über Lärm und Staub müssten sich die Anwohner keineswegs Gedanken machen. Die Gutachter Höfl und Hunecke attestierten der geplanten Anlage „deutlich unterschrittene Grenzwerte“.

Die Kritik der anwesenden Gemeinderäte, Umweltschützer und Anwohner bezog sich vor allem auf die beiden parallel laufenden Maßnahmen – Auskiesung und Anlage, beides wollten die Kritiker nicht und hätten dies niemals unterstützt.

„Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe“, entgegnete der Bürgermeister und rechtfertigte damit, dass er die Gemeinderäte nicht sofort über die Genehmigung zur Auskiesung informiert hatte.

St. Florian in Planegg?

Eine Sprecherin aus dem Publikum veranschaulichte sich die große Menge an Bauschutt mit ihrem Beton-Schwimmbecken im Garten, um die Relationen zu verstehen. Ein weiterer drängte auf den Erhalt des Grünzugs.

Malwina Andrassy vom BUND begrüßte die Kreislaufwirtschaft, wollte aber den „Blick nach oben weiten“ und den Flächenfraß im Gesamten betrachten. „Wir brauchen Flächen für unsere Zukunft“, sagte sie.

Der Geschäftsführer der Firma Glück, Markus Wahl, steht für Informationen zur Verfügung (Foto: Ulrike Seiffert/Unser Würmtal)
Der Geschäftsführer der Firma Glück, Markus Wahl, steht für Informationen zur Verfügung (Foto: Ulrike Seiffert/Unser Würmtal)

Wieder ein nächster verlangte, dass die Anlage nach Gräfelfing käme, wo die Firma Glück zu Hause ist. Auch weitere unabhängige Gutachter wurden gefordert.

Doch im Prinzip waren sich alle einig – die Natur muss geschützt und mit unseren Ressourcen muss pfleglich umgegangen werden. Auch in Zukunft solle gebaut werden, eingestürzte Brücken oder marode Straße wolle keiner hinnehmen müssen. Recycling dafür ist wichtig, aber: eben nicht hier.

Der Transparenz dienen

„Trotz aller Gegensätze reden wir miteinander“, resümierte Wahl nach der Veranstaltung. „Ich hoffe, dass wir einige Befürchtungen entkräften und wesentlich zur Aufklärung beitragen konnten.“ Jederzeit könne man auf ihn zukommen, wenn Infos unklar sind oder weitere Sorgen im Raum stehen. Auch einem runden Tisch stehe er aufgeschlossen gegenüber.

Wahl: „Unsere Position ist klar: wir wollen viele mitnehmen. Unser Weg ist Aufklärung und Transparenz.“ Außerdem werde erst die Entscheidung des Landratsamtes zeigen, wie weiter verfahren werden müsse und könne, betonte Bürgermeister Nafziger. „Noch ist nichts entschieden. Alles ist möglich.“

Redaktion Ulrike Seiffert / Unser Würmtal

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