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Ortsentwicklung | | von Unser Würmtal
Nach dem aktuell gültigen Bebauungsplan von 1975 sollte von der Bahnhofstraße bis zur Germeringer Straße ein durchgehender Würmpark entstehen (Foto: Unser Würmtal)
Nach dem aktuell gültigen Bebauungsplan von 1975 sollte von der Bahnhofstraße bis zur Germeringer Straße ein durchgehender Würmpark entstehen (Foto: Unser Würmtal)

Planegger Würmpark aufgeben?

Der Ausschusses für Umwelt, Bauleitplanung und Verkehr (UBV-Ausschuss) will den Würmpark in Planegg aufgeben

Mit einer visionären Planung aus dem Jahr 1975 sollte mitten in Planegg eine Oase an der Würm geschaffen werden. Der Plan wurde in den letzten Jahrzehnten so verfolgt, wie er gedacht war: "Die Gemeinde hat das Grundstück Bräuhausstraße 12 erworben und solange genutzt, wie es möglich war. Jetzt könnte dort eine Grünfläche zum Nutzen der Öffentlichkeit entstehen. Der Plan wollte den Würmlauf erlebbar und für ein kühlendes Bad zugänglich machen. Heute kommen auch noch ökologische Argumente dazu," erklärt Gemeinderat Peter von Schall-Riaucour seinen Standpunkt.

Unsere "Fremdenführerin" Angelika Lawo auf der Würmbrücke in der Bahnhofstraße -im Hintergrund einer der beiden Würmarme (Foto: Unser Würmtal)
Unsere "Fremdenführerin" Angelika Lawo auf der Würmbrücke in der Bahnhofstraße -im Hintergrund einer der beiden Würmarme (Foto: Unser Würmtal)

Gemeinderätin Angelika Lawo betätigte sich als "Fremdenführerin" und hat der Redaktion von Unser Würmtal den zum Bebauungsplan 16 gehörenden Bereich gezeigt. Sie zeigte uns, welche Grundstücke und auch Immobilien bereits in Hand der Gemeinde sind. Da ist einmal das oben erwähnte Haus in der Bräuhausstraße. Dieses liegt in unmittelbarer Nähe zum nördlichen Ende des Wellenbades, aber auch nahe an St. Elisabeth und ist damit gut von der Bahnhofstraße erreichbar.

Das Haus Pasinger Straße 25 gehört ebenfalls der Gemeinde. Ab diesem Gebäude zieht sich heute schon ein Grünzug von der Brücke an der Tandlerschlucht kommend zwischen Pasinger Straße und Würm bis zur Germeringer Straße. Auch rückseitige Grundstücke der bestehenden Bebauung an der Pasinger Straße gehören teilweise der Gemeinde Planegg. Es gibt innerhalb des Bebauungsplan 16 schon viele gemeindeeigene Flächen, die man vielleicht eines Tages verbinden kann. Am Ende des Artikel gibt eine Karte mit den ungefähren Umrissen der Grundstücke der Gemeinde Planegg einen Überblick.

Beschluss zur Änderung

Blick von der Tandlerschlucht in Richtung Wellenbad - die gemähte Wiese gehört zum Grundstück Bräuhausstraße 12 (Foto: Unser Würmtal)
Blick von der Tandlerschlucht in Richtung Wellenbad - die gemähte Wiese gehört zum Grundstück Bräuhausstraße 12. Zwischen den beiden Pfeilen (Würmarme) befindet sich das nördliche Ende des Wellenbades (Foto: Unser Würmtal)

Entsprechend dem Bebauungsplan von 1975 hat die Gemeinde Vorkaufsrechte für Grundstücke und Immobilien im Quartier zwischen Bahnhofstraße, Bräuhausstraße, Germeringer Straße und Pasinger Straße. Hier will die Mehrheit der Mitglieder des UBV-Ausschuss anstatt des Würmparks Baurecht schaffen. Nur ein schmaler Streifen direkt an der Würm soll der Öffentlichkeit vorbehalten bleiben.

Die Mitglieder des UBV-Ausschuss stimmten am 15.05.2023 mit 7:2 Stimmen für die Änderung. Lediglich von Schall-Riaucour (Pro Planegg & Martinsried) und Angelika Lawo (Grüne Gruppe 21) stimmten gegen die Abkehr von der Planung eines Würmparks. Die anderen Mitglieder, einschließlich Bürgermeister Nafziger, wollen den Bebauungsplan von 1975 verändern.

Initiative zur Nachprüfung

Auf Initiative der Gemeinderäte Eva Schreier und Lawo sowie von Schall-Riaucour wurde über das Wochenende eine ausreichende Anzahl Unterschriften von aktiven Gemeinderäten für einen Nachprüfungsantrag des UBV Beschlusses vom 15.5.23 zum betroffenen Bebauungsplan 16 zusammengetragen.

"Die ehemaligen Gemeinderäte Anneliese Bradel und Herbert Stepp (Vorsitzender Grünzug-Netzwerk Würmtal), die sich wie Generationen von Gemeinderäten und Bürgermeistern vor ihnen, jahrelang für die Freihaltung des Würmufers eingesetzt hatten sowie Astrid Pfeiffer, Umweltschützerin und Tochter des ehemaligen Bürgermeisters Alfred Pfeiffer, der sich sein Leben lang für die Freihaltung der Würm und gegen weitere Bebauung stark gemacht hatte, unterstützen dies nachdrücklich," erklären Lawo und von Schall-Riaucour in einer gemeinsamen Presseerklärung.

"Mit dem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat der Ausschuss Baurecht geschaffen. Würde diese Planung im Gemeinderat bestätigt, wäre eine jahrzehntelang verfolgte Planung begraben. Die Bürger und die Natur würden um eine große Chance gebracht," endet die gemeinsame Erklärung.

Das Vorkaufsrecht könnte von der Gemeinde Planegg auch bei einem geänderten Bebauungsplan ausgeübt werden. Allerdings wären die Kosten für Grundstücke mit dem neuen Baurecht wesentlich höher als bisher, merkte Lawo schon in UBV-Sitzung an.

Den Nachprüfungsantrag des UBV-Beschlusses haben Angelika Lawo, Eva Schreier (beide Grüne Gruppe 21), Dr. Cornelia David (Freie Wähler), Philipp Pollems und Peter von Schall-Riaucour sowie die die gesamte SPD-Fraktion unterschrieben. Ein Termin für die Behandlung des Nachtprüfungsantrags im Gemeinderat steht noch nicht fest.

Quelle: Grüne Gruppe 21 und PPM

Übersicht Gemeindegrundstücke im Bebauungsplan 16

grünschrafierte Flächen gehören der Gemeinde Planegg. Innerhalb des hellblauen Bereichs liegen auch noch teilweise gemeindeeigene Flächen (Quelle; Google)
grünschrafierte Flächen gehören der Gemeinde Planegg. Innerhalb des hellblauen Bereichs liegen auch noch teilweise gemeindeeigene Flächen (Quelle; Google)

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Nach dem aktuell gültigen Bebauungsplan von 1975 sollte von der Bahnhofstraße bis zur Germeringer Straße ein durchgehender Würmpark entstehen (Foto: Unser Würmtal)
Nach dem aktuell gültigen Bebauungsplan von 1975 sollte von der Bahnhofstraße bis zur Germeringer Straße ein durchgehender Würmpark entstehen (Foto: Unser Würmtal)

Planegger Würmpark aufgeben?

Der Ausschusses für Umwelt, Bauleitplanung und Verkehr (UBV-Ausschuss) will den Würmpark in Planegg aufgeben

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Mit einer visionären Planung aus dem Jahr 1975 sollte mitten in Planegg eine Oase an der Würm geschaffen werden. Der Plan wurde in den letzten Jahrzehnten so verfolgt, wie er gedacht war: "Die Gemeinde hat das Grundstück Bräuhausstraße 12 erworben und solange genutzt, wie es möglich war. Jetzt könnte dort eine Grünfläche zum Nutzen der Öffentlichkeit entstehen. Der Plan wollte den Würmlauf erlebbar und für ein kühlendes Bad zugänglich machen. Heute kommen auch noch ökologische Argumente dazu," erklärt Gemeinderat Peter von Schall-Riaucour seinen Standpunkt.

Unsere "Fremdenführerin" Angelika Lawo auf der Würmbrücke in der Bahnhofstraße -im Hintergrund einer der beiden Würmarme (Foto: Unser Würmtal)
Unsere "Fremdenführerin" Angelika Lawo auf der Würmbrücke in der Bahnhofstraße -im Hintergrund einer der beiden Würmarme (Foto: Unser Würmtal)

Gemeinderätin Angelika Lawo betätigte sich als "Fremdenführerin" und hat der Redaktion von Unser Würmtal den zum Bebauungsplan 16 gehörenden Bereich gezeigt. Sie zeigte uns, welche Grundstücke und auch Immobilien bereits in Hand der Gemeinde sind. Da ist einmal das oben erwähnte Haus in der Bräuhausstraße. Dieses liegt in unmittelbarer Nähe zum nördlichen Ende des Wellenbades, aber auch nahe an St. Elisabeth und ist damit gut von der Bahnhofstraße erreichbar.

Das Haus Pasinger Straße 25 gehört ebenfalls der Gemeinde. Ab diesem Gebäude zieht sich heute schon ein Grünzug von der Brücke an der Tandlerschlucht kommend zwischen Pasinger Straße und Würm bis zur Germeringer Straße. Auch rückseitige Grundstücke der bestehenden Bebauung an der Pasinger Straße gehören teilweise der Gemeinde Planegg. Es gibt innerhalb des Bebauungsplan 16 schon viele gemeindeeigene Flächen, die man vielleicht eines Tages verbinden kann. Am Ende des Artikel gibt eine Karte mit den ungefähren Umrissen der Grundstücke der Gemeinde Planegg einen Überblick.

Beschluss zur Änderung

Blick von der Tandlerschlucht in Richtung Wellenbad - die gemähte Wiese gehört zum Grundstück Bräuhausstraße 12 (Foto: Unser Würmtal)
Blick von der Tandlerschlucht in Richtung Wellenbad - die gemähte Wiese gehört zum Grundstück Bräuhausstraße 12. Zwischen den beiden Pfeilen (Würmarme) befindet sich das nördliche Ende des Wellenbades (Foto: Unser Würmtal)

Entsprechend dem Bebauungsplan von 1975 hat die Gemeinde Vorkaufsrechte für Grundstücke und Immobilien im Quartier zwischen Bahnhofstraße, Bräuhausstraße, Germeringer Straße und Pasinger Straße. Hier will die Mehrheit der Mitglieder des UBV-Ausschuss anstatt des Würmparks Baurecht schaffen. Nur ein schmaler Streifen direkt an der Würm soll der Öffentlichkeit vorbehalten bleiben.

Die Mitglieder des UBV-Ausschuss stimmten am 15.05.2023 mit 7:2 Stimmen für die Änderung. Lediglich von Schall-Riaucour (Pro Planegg & Martinsried) und Angelika Lawo (Grüne Gruppe 21) stimmten gegen die Abkehr von der Planung eines Würmparks. Die anderen Mitglieder, einschließlich Bürgermeister Nafziger, wollen den Bebauungsplan von 1975 verändern.

Initiative zur Nachprüfung

Auf Initiative der Gemeinderäte Eva Schreier und Lawo sowie von Schall-Riaucour wurde über das Wochenende eine ausreichende Anzahl Unterschriften von aktiven Gemeinderäten für einen Nachprüfungsantrag des UBV Beschlusses vom 15.5.23 zum betroffenen Bebauungsplan 16 zusammengetragen.

"Die ehemaligen Gemeinderäte Anneliese Bradel und Herbert Stepp (Vorsitzender Grünzug-Netzwerk Würmtal), die sich wie Generationen von Gemeinderäten und Bürgermeistern vor ihnen, jahrelang für die Freihaltung des Würmufers eingesetzt hatten sowie Astrid Pfeiffer, Umweltschützerin und Tochter des ehemaligen Bürgermeisters Alfred Pfeiffer, der sich sein Leben lang für die Freihaltung der Würm und gegen weitere Bebauung stark gemacht hatte, unterstützen dies nachdrücklich," erklären Lawo und von Schall-Riaucour in einer gemeinsamen Presseerklärung.

"Mit dem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat der Ausschuss Baurecht geschaffen. Würde diese Planung im Gemeinderat bestätigt, wäre eine jahrzehntelang verfolgte Planung begraben. Die Bürger und die Natur würden um eine große Chance gebracht," endet die gemeinsame Erklärung.

Das Vorkaufsrecht könnte von der Gemeinde Planegg auch bei einem geänderten Bebauungsplan ausgeübt werden. Allerdings wären die Kosten für Grundstücke mit dem neuen Baurecht wesentlich höher als bisher, merkte Lawo schon in UBV-Sitzung an.

Den Nachprüfungsantrag des UBV-Beschlusses haben Angelika Lawo, Eva Schreier (beide Grüne Gruppe 21), Dr. Cornelia David (Freie Wähler), Philipp Pollems und Peter von Schall-Riaucour sowie die die gesamte SPD-Fraktion unterschrieben. Ein Termin für die Behandlung des Nachtprüfungsantrags im Gemeinderat steht noch nicht fest.

Quelle: Grüne Gruppe 21 und PPM

Übersicht Gemeindegrundstücke im Bebauungsplan 16

grünschrafierte Flächen gehören der Gemeinde Planegg. Innerhalb des hellblauen Bereichs liegen auch noch teilweise gemeindeeigene Flächen (Quelle; Google)
grünschrafierte Flächen gehören der Gemeinde Planegg. Innerhalb des hellblauen Bereichs liegen auch noch teilweise gemeindeeigene Flächen (Quelle; Google)

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