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Gesellschaft | | von Unser Würmtal
Einer der Kritikpunkte: Die vielen beim Bau der Stadien ums Leben gekommenen Bauarbeiter (Grafik: Unser Würmtal)
Einer der Kritikpunkte: Die vielen beim Bau der Stadien ums Leben gekommenen Bauarbeiter (Grafik: Unser Würmtal)

„Schauen: ja, Vorfreude: nein“

Noch nie stand eine Fussball-WM so auf dem Prüfstand wie dieses Mal.

Wie stehen die Würmtaler zur WM? Am Ende des Artikels finden Sie einen Link zur Umfrage zur WM.

Zum 22. Mal findet heuer eine Fußball-Weltmeisterschaft statt – im fernen Emirat Katar und ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit. Die Entscheidung fürs Land fiel 2015. Ebenfalls damals einigte man sich – zum ersten Mal in der Fußballgeschichte - auf die Austragung im Dezember aufgrund der erträglichen Wintertemperaturen. Gestern, am Totensonntag, fand das Eröffnungsspiel zwischen Katar und Ecuador statt. Das Endspiel gibt’s am vierten Advent, am 18. Dezember.

WM in der Kritik

Adventsfeeling, Geschenkestress, Weihnachtsfeiern und auch noch die Fußball-WM: auf uns kommt viel zu in den kommenden Wochen. Dabei steht die WM oder besser gesagt der Veranstalter Katar auf kritischem Prüfstand. Korruptionsvorwürfe gegen die FIFA, gegen die Umweltsünden mit gekühlten Stadien und gegen den Umgang mit Gastarbeitern in Katar entfachen die Diskussionen immer wieder aufs Neue. Aus diesen vielen Gründen mag nicht jeder die Spiele schauen.

„Schauen: ja, Vorfreude: nein“, fasst Christian Stigloher, erster Abteilungsleiter Fußball beim TSV Gräfelfing, zusammen. „Politik und Sport sind immer schwer zu vereinbaren und die Sportler sollten auf keinen Fall darunter leiden.“ Hinzukomme der sportliche Aspekt der Vorbereitungen. „Eine WM im Winter aus dem laufenden Ligabetrieb heraus ist einfach schwierig. Ich würde das auch nicht so spielen wollen.“

„Gehirnkino Advent“ ohne Fußball

Die Belastungen seien enorm hoch. Ihn würden verletzungsbedingte Ausfälle in den kommenden Wochen nicht wundern. „Den Spielern steckt doch schon der Ligabetrieb in den Knochen!“ Und auch die Zuschauer seien gefordert. „Wir haben doch jetzt eher das Gehirnkino Advent im Kopf und eben nicht Fußball“, so Stigloher. „Es ist eben alles ganz anders diesmal.“

Bei Josip Hrgovic, Trainer der ersten Herrenmannschaft beim TSV Neuried, ist die Vorfreude auch eher verhalten. „Das ist schwierig, eine WM im Winter passt einfach nicht.“ Im Fußballfieber sei er noch nicht, „aber wenn´s losgeht, dann kommt das sicher auch.“ Auch er ist gedanklich bei den Fußballern. „Eben noch Ligabetrieb, dann umschalten auf WM-Modus – das kann dauern. Ich schätze, dass die Spieler eine lange Anlaufphase haben werden.“

Augenwischerei

Zum politischen Umfeld mit fehlender Sicherheit für die Arbeiter und den Umweltsünden hat Hrgovic eine feste Meinung. „Das war doch bekannt, als Katar die WM bekommen hat! Da muss man nicht plötzlich so tun, als wäre das neu. Es ging eben ums Geld. Einen faden Beigeschmack hat das Ganze aber.“

So sieht das auch Daniel Fischer, Trainer der ersten Herrenmannschaft beim DJK Planegg. „Es ging nur ums Geld. Das war doch klar. Ich finde es Schwachsinn, dass nun so getan wird, als würde man aus allen Wolken fallen.“ Fragwürdig finde Fischer den Zeitpunkt. „Eine WM in der Winterpause – das ist doch kaum zu stemmen. Die Leute werden reihenweise verletzt sein. Aber wer weiß, dieses Mal ist alles möglich. Auf jeden Fall schauen wir aber!“

Für Emma Zielinski, Frauentrainerin beim TSV Neuried bleibt die WM diesmal „eher im Hintergrund, vielleicht weil Schweden raus ist“, meinte die Schwedin lachend. „Zum ersten Mal habe ich kein WM-Fieber. Aber zur Endphase wird sich das sicher ändern.“ Auch sie sieht die politischen Diskussionen zwiegespalten. „Wir wussten doch alle, auf was wir uns einlassen, gleich bei der Vergabe der WM. Das ist jetzt alles Augenwischerei.“

Public Viewing? Nur vereinzelt

Die Fragen nach Public Viewing beantworteten die Würmtaler Wirte ebenfalls eher ausweichend. Die gängigen großen Wirtschaften, in denen traditionsgemäß Public Viewing stattfindet, hielten sich bedeckt. Im Biergarten Forst Kasten, in der Kraillinger Brauerei, im Bräustüberl Planegg und im Lochhamer´s wird eher nichts vorbereitet sein. „Wir boykottieren das“, antwortet gar der Alte Wirt in Krailling.

Auch im Vereinsheim des DJK Planegg wird kein Fernseher laufen. Der „Stefano“ beim SC Gauting dagegen freut sich auf die Spiele. „Klar, machen wir an. Wir sind ab 17 Uhr auf, ab dann läuft bei uns Fußball. Also die späten Spiele kann man bei uns im Clubraum sehen.“ Auch im „Molisana“, der Vereinsgaststätte am TSV Neuried gibt’s Fußball. „Ich schätze, dass da einiges los sein wird“, so Hrgovic. „Und das wird sicher super werden.“

Umfrage - wie steht ihr zur WM?

Redaktion Ulrike Seiffert / Unser Würmtal

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Einer der Kritikpunkte: Die vielen beim Bau der Stadien ums Leben gekommenen Bauarbeiter (Grafik: Unser Würmtal)
Einer der Kritikpunkte: Die vielen beim Bau der Stadien ums Leben gekommenen Bauarbeiter (Grafik: Unser Würmtal)

„Schauen: ja, Vorfreude: nein“

Noch nie stand eine Fussball-WM so auf dem Prüfstand wie dieses Mal.

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Wie stehen die Würmtaler zur WM? Am Ende des Artikels finden Sie einen Link zur Umfrage zur WM.

Zum 22. Mal findet heuer eine Fußball-Weltmeisterschaft statt – im fernen Emirat Katar und ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit. Die Entscheidung fürs Land fiel 2015. Ebenfalls damals einigte man sich – zum ersten Mal in der Fußballgeschichte - auf die Austragung im Dezember aufgrund der erträglichen Wintertemperaturen. Gestern, am Totensonntag, fand das Eröffnungsspiel zwischen Katar und Ecuador statt. Das Endspiel gibt’s am vierten Advent, am 18. Dezember.

WM in der Kritik

Adventsfeeling, Geschenkestress, Weihnachtsfeiern und auch noch die Fußball-WM: auf uns kommt viel zu in den kommenden Wochen. Dabei steht die WM oder besser gesagt der Veranstalter Katar auf kritischem Prüfstand. Korruptionsvorwürfe gegen die FIFA, gegen die Umweltsünden mit gekühlten Stadien und gegen den Umgang mit Gastarbeitern in Katar entfachen die Diskussionen immer wieder aufs Neue. Aus diesen vielen Gründen mag nicht jeder die Spiele schauen.

„Schauen: ja, Vorfreude: nein“, fasst Christian Stigloher, erster Abteilungsleiter Fußball beim TSV Gräfelfing, zusammen. „Politik und Sport sind immer schwer zu vereinbaren und die Sportler sollten auf keinen Fall darunter leiden.“ Hinzukomme der sportliche Aspekt der Vorbereitungen. „Eine WM im Winter aus dem laufenden Ligabetrieb heraus ist einfach schwierig. Ich würde das auch nicht so spielen wollen.“

„Gehirnkino Advent“ ohne Fußball

Die Belastungen seien enorm hoch. Ihn würden verletzungsbedingte Ausfälle in den kommenden Wochen nicht wundern. „Den Spielern steckt doch schon der Ligabetrieb in den Knochen!“ Und auch die Zuschauer seien gefordert. „Wir haben doch jetzt eher das Gehirnkino Advent im Kopf und eben nicht Fußball“, so Stigloher. „Es ist eben alles ganz anders diesmal.“

Bei Josip Hrgovic, Trainer der ersten Herrenmannschaft beim TSV Neuried, ist die Vorfreude auch eher verhalten. „Das ist schwierig, eine WM im Winter passt einfach nicht.“ Im Fußballfieber sei er noch nicht, „aber wenn´s losgeht, dann kommt das sicher auch.“ Auch er ist gedanklich bei den Fußballern. „Eben noch Ligabetrieb, dann umschalten auf WM-Modus – das kann dauern. Ich schätze, dass die Spieler eine lange Anlaufphase haben werden.“

Augenwischerei

Zum politischen Umfeld mit fehlender Sicherheit für die Arbeiter und den Umweltsünden hat Hrgovic eine feste Meinung. „Das war doch bekannt, als Katar die WM bekommen hat! Da muss man nicht plötzlich so tun, als wäre das neu. Es ging eben ums Geld. Einen faden Beigeschmack hat das Ganze aber.“

So sieht das auch Daniel Fischer, Trainer der ersten Herrenmannschaft beim DJK Planegg. „Es ging nur ums Geld. Das war doch klar. Ich finde es Schwachsinn, dass nun so getan wird, als würde man aus allen Wolken fallen.“ Fragwürdig finde Fischer den Zeitpunkt. „Eine WM in der Winterpause – das ist doch kaum zu stemmen. Die Leute werden reihenweise verletzt sein. Aber wer weiß, dieses Mal ist alles möglich. Auf jeden Fall schauen wir aber!“

Für Emma Zielinski, Frauentrainerin beim TSV Neuried bleibt die WM diesmal „eher im Hintergrund, vielleicht weil Schweden raus ist“, meinte die Schwedin lachend. „Zum ersten Mal habe ich kein WM-Fieber. Aber zur Endphase wird sich das sicher ändern.“ Auch sie sieht die politischen Diskussionen zwiegespalten. „Wir wussten doch alle, auf was wir uns einlassen, gleich bei der Vergabe der WM. Das ist jetzt alles Augenwischerei.“

Public Viewing? Nur vereinzelt

Die Fragen nach Public Viewing beantworteten die Würmtaler Wirte ebenfalls eher ausweichend. Die gängigen großen Wirtschaften, in denen traditionsgemäß Public Viewing stattfindet, hielten sich bedeckt. Im Biergarten Forst Kasten, in der Kraillinger Brauerei, im Bräustüberl Planegg und im Lochhamer´s wird eher nichts vorbereitet sein. „Wir boykottieren das“, antwortet gar der Alte Wirt in Krailling.

Auch im Vereinsheim des DJK Planegg wird kein Fernseher laufen. Der „Stefano“ beim SC Gauting dagegen freut sich auf die Spiele. „Klar, machen wir an. Wir sind ab 17 Uhr auf, ab dann läuft bei uns Fußball. Also die späten Spiele kann man bei uns im Clubraum sehen.“ Auch im „Molisana“, der Vereinsgaststätte am TSV Neuried gibt’s Fußball. „Ich schätze, dass da einiges los sein wird“, so Hrgovic. „Und das wird sicher super werden.“

Umfrage - wie steht ihr zur WM?

Redaktion Ulrike Seiffert / Unser Würmtal

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