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Schockanrufe | | von Unser Würmtal
Die Prävenzionskampagne der Polizei zeigt mittlerweile Wirkung (Foto: AdobeStock/highwaystarz)
Die Prävenzionskampagne der Polizei zeigt mittlerweile Wirkung (Foto: AdobeStock/highwaystarz)

Seniorin in Neuried dreht den Spieß um

Taffe Senioren überführen immer häufiger mit Hilfe der Polizei sogenannte Schockanrufer - so zuletzt in Neuried

Seit mehr als zwei Jahren führt das Polizeipräsidium von Oberbayern und die angeschlossenen Inspektionen eine Präventionskampagne gegen sogenannte Schockanrufe durch. Mittlerweile zeigt die Kampagne Wirkung! Immer häufiger werden Telefonbetrüger mit Hilfe von taffen und aufgeklärten Senioren zur Strecke gebracht.

Letzte Woche erhielt eine 86-jährige Seniorin aus Neuried von einer Betrügerin einen Anruf, in dem sich die Betrügerin als ihre Enkelin ausgab. Mit weinerlicher Stimme schilderte die vermeintliche Enkelin, dass die Mutter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und nur durch Zahlung einer Kaution der Untersuchungshaft entkommen könne.

Die 86-Jährige, welche die geforderte Summe nicht aufbringen konnte, wurde an einen angeblichen Staatsanwalt weitergeleitet. Dieser forderte die 86-Jährige auf, den ihr möglichen Betrag in Höhe von mehreren tausend Euro an eine weitere Person, die zur Abholung vorbeikommen würde, zu übergeben. Die 86-Jährige erkannte den Betrugsversuch jedoch und verständigte, unbemerkt von den Tätern, ihren Enkel, der den Polizeinotruf kontaktierte.

Als ein 19-jähriger Pole ohne festen Wohnsitz in Deutschland die Geldsumme bei der 86-Jährigen abholen wollte, konnte er durch Polizeibeamte auf frischer Tat vorläufig festgenommen werden. Es stellte sich heraus, dass der Pole kein unbeschriebenes Blatt war. Er war an einem Betrug Anfang November beteiligt. Die Betrüger hatten einen 84-jährigen Münchner um mehrere zehntausend Euro gebracht.

In der gleichen Woche

Ebenfalls in der letzten Woche erhielt eine 81-jährige Münchnerin einen Anruf von einer angeblichen Krankenschwester. Diese machte der 81-Jährigen durch perfide Gesprächs­führung zunächst glaubhaft, dass ihre Enkelin einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Anschließend gab die Anruferin vor, die Seniorin mit einer Polizeibeamtin zu verbinden. Als die 81-Jährige, die bereits langsam skeptisch wurde, nach dem Namen ihrer Enkelin gefragt wurde, nannte sie einen Phantasienamen. Dieser wurde von der unbekannten Täterin bestätigt.

Als die 81-Jährige den Betrug durchschaut hatte, ging zum Schein auf die Forderungen zur Zahlung einer Kaution in Höhe von mehreren zehntausend Euro ein. Anschließend verständigte sie unbemerkt von der unbekannten Täterin den Polizeinotruf.

Die falsche Polizistin kündigte nun den angeblichen Bruder des vermeintlichen Unfallopfers zur Abholung der Kaution an. Als dieser vor dem Anwesen der 81-Jährigen erschien und einen, zuvor von ihr präparierten, Briefumschlag entgegengenommen hatte, konnte er auf frischer Tat durch die eingesetzten Polizeibeamten festgenommen werden.

Opfer aus Gauting

Leider enden nicht alle Betrugsversuche mit der Festnahme der Täter. Im Frühjahr diesen Jahres war eine 85-jährige Seniorin Opfer eines Schockanrufs geworden. Die Seniorin übergab mehrere hundert Euro Bargeld in einem Kuvert und ihren Goldschmuck in einem Karton. Erst ein nach der erfolgter Übergabe rief die Senioren bei ihrem Enkel in München an. Dieser klärte das Opfer dann darüber auf, dass sie wohl „eine große Dummheit begangen habe“. Der Schaden wird auf 25.000 EUR geschätzt.

Erfolgreiche Polizeiarbeit

Bereits im Januar 2020 kam es in Neuaubing zu einem versuchten Betrugsdelikt im Zusammenhang mit falschen Polizeibeamten. Hierbei sollte ein 64-jähriger Münchner um mehrere hunderttausend Euro geschädigt werden. Auch in diesem Fall konnte durch die Mitwirkung des Betroffenen eine 33-jährige Abholerin festgenommen werden.

Weitere intensive Ermittlungen durch die mittlerweile gegründete Arbeitsgruppe "Phänomene" des Polizeipräsidiums München führten anschließend zu einem 22-jährigen Mittäter, der sich dauerhaft im Ausland aufhielt. Mit Hilfe eines europäischer Haftbefehls konnte der flüchtige Beschuldigte mit türkischer Staatsangehörigkeit am Samstag, 30.10.2022, in Thessaloniki von der griechischen Polizei festgenommen werden. Er wartet nun auf seine Auslieferung nach München.

Zahlreiche Festnahmen

Vor über zwei Jahren, im März 2020, waren bei der zuständigen AG Phänomene erste Hinweise eingegangen, dass die Hintermänner der Callcenter von der Türkei aus agierten. Die nicht immer reibungslose Zusammenarbeit mit den türkischen Behörden war dieses Mal sehr erfolgreich: Ende September wurden 67 Mitglieder einer Bande von Callcenter-Betrügern in der Türkei zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

In diesem Zusammenhang wurden Vermögenswerte von über 60 Millionen Euro sichergestellt. Dieser Summer steht ein doppelt so hoher Schaden durch die Betrügereien gegenüber.

Am Samstag, 1. Oktober, wurden bei einer weiteren Razzia in der Türkei mehrere Callcenter durchsucht. Insgesamt wurden 41 Objekte in den Städten Mersin, Izmir, Istanbul, Trabzon, Antalya und Denizli überprüft. 30 Personen wurden festgenommen. Die Opfer kommen überwiegend aus dem Großraum München. Die Staatsanwaltschaft München I wirft der Betrügerbande vor, als falsche Polizisten insgesamt 2,1 Millionen Euro von den Opfern erbeutet zu haben.

Mittlerweile sind die größten betrügerischen Callcenter-Organisationen zerschlagen. Dadurch ist die Zahl der betrügerischen Anrufe laut der stellvertretenden Leiterin der AG Phänomene bei der Münchner Polizei, Desiree Schelshorn, zurückgegangen.

Redaktion Jürgen Haubeil / Unser Würmtal

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Schockanrufe | | von Unser Würmtal
Die Prävenzionskampagne der Polizei zeigt mittlerweile Wirkung (Foto: AdobeStock/highwaystarz)
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Taffe Senioren überführen immer häufiger mit Hilfe der Polizei sogenannte Schockanrufer - so zuletzt in Neuried

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Seit mehr als zwei Jahren führt das Polizeipräsidium von Oberbayern und die angeschlossenen Inspektionen eine Präventionskampagne gegen sogenannte Schockanrufe durch. Mittlerweile zeigt die Kampagne Wirkung! Immer häufiger werden Telefonbetrüger mit Hilfe von taffen und aufgeklärten Senioren zur Strecke gebracht.

Letzte Woche erhielt eine 86-jährige Seniorin aus Neuried von einer Betrügerin einen Anruf, in dem sich die Betrügerin als ihre Enkelin ausgab. Mit weinerlicher Stimme schilderte die vermeintliche Enkelin, dass die Mutter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und nur durch Zahlung einer Kaution der Untersuchungshaft entkommen könne.

Die 86-Jährige, welche die geforderte Summe nicht aufbringen konnte, wurde an einen angeblichen Staatsanwalt weitergeleitet. Dieser forderte die 86-Jährige auf, den ihr möglichen Betrag in Höhe von mehreren tausend Euro an eine weitere Person, die zur Abholung vorbeikommen würde, zu übergeben. Die 86-Jährige erkannte den Betrugsversuch jedoch und verständigte, unbemerkt von den Tätern, ihren Enkel, der den Polizeinotruf kontaktierte.

Als ein 19-jähriger Pole ohne festen Wohnsitz in Deutschland die Geldsumme bei der 86-Jährigen abholen wollte, konnte er durch Polizeibeamte auf frischer Tat vorläufig festgenommen werden. Es stellte sich heraus, dass der Pole kein unbeschriebenes Blatt war. Er war an einem Betrug Anfang November beteiligt. Die Betrüger hatten einen 84-jährigen Münchner um mehrere zehntausend Euro gebracht.

In der gleichen Woche

Ebenfalls in der letzten Woche erhielt eine 81-jährige Münchnerin einen Anruf von einer angeblichen Krankenschwester. Diese machte der 81-Jährigen durch perfide Gesprächs­führung zunächst glaubhaft, dass ihre Enkelin einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Anschließend gab die Anruferin vor, die Seniorin mit einer Polizeibeamtin zu verbinden. Als die 81-Jährige, die bereits langsam skeptisch wurde, nach dem Namen ihrer Enkelin gefragt wurde, nannte sie einen Phantasienamen. Dieser wurde von der unbekannten Täterin bestätigt.

Als die 81-Jährige den Betrug durchschaut hatte, ging zum Schein auf die Forderungen zur Zahlung einer Kaution in Höhe von mehreren zehntausend Euro ein. Anschließend verständigte sie unbemerkt von der unbekannten Täterin den Polizeinotruf.

Die falsche Polizistin kündigte nun den angeblichen Bruder des vermeintlichen Unfallopfers zur Abholung der Kaution an. Als dieser vor dem Anwesen der 81-Jährigen erschien und einen, zuvor von ihr präparierten, Briefumschlag entgegengenommen hatte, konnte er auf frischer Tat durch die eingesetzten Polizeibeamten festgenommen werden.

Opfer aus Gauting

Leider enden nicht alle Betrugsversuche mit der Festnahme der Täter. Im Frühjahr diesen Jahres war eine 85-jährige Seniorin Opfer eines Schockanrufs geworden. Die Seniorin übergab mehrere hundert Euro Bargeld in einem Kuvert und ihren Goldschmuck in einem Karton. Erst ein nach der erfolgter Übergabe rief die Senioren bei ihrem Enkel in München an. Dieser klärte das Opfer dann darüber auf, dass sie wohl „eine große Dummheit begangen habe“. Der Schaden wird auf 25.000 EUR geschätzt.

Erfolgreiche Polizeiarbeit

Bereits im Januar 2020 kam es in Neuaubing zu einem versuchten Betrugsdelikt im Zusammenhang mit falschen Polizeibeamten. Hierbei sollte ein 64-jähriger Münchner um mehrere hunderttausend Euro geschädigt werden. Auch in diesem Fall konnte durch die Mitwirkung des Betroffenen eine 33-jährige Abholerin festgenommen werden.

Weitere intensive Ermittlungen durch die mittlerweile gegründete Arbeitsgruppe "Phänomene" des Polizeipräsidiums München führten anschließend zu einem 22-jährigen Mittäter, der sich dauerhaft im Ausland aufhielt. Mit Hilfe eines europäischer Haftbefehls konnte der flüchtige Beschuldigte mit türkischer Staatsangehörigkeit am Samstag, 30.10.2022, in Thessaloniki von der griechischen Polizei festgenommen werden. Er wartet nun auf seine Auslieferung nach München.

Zahlreiche Festnahmen

Vor über zwei Jahren, im März 2020, waren bei der zuständigen AG Phänomene erste Hinweise eingegangen, dass die Hintermänner der Callcenter von der Türkei aus agierten. Die nicht immer reibungslose Zusammenarbeit mit den türkischen Behörden war dieses Mal sehr erfolgreich: Ende September wurden 67 Mitglieder einer Bande von Callcenter-Betrügern in der Türkei zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

In diesem Zusammenhang wurden Vermögenswerte von über 60 Millionen Euro sichergestellt. Dieser Summer steht ein doppelt so hoher Schaden durch die Betrügereien gegenüber.

Am Samstag, 1. Oktober, wurden bei einer weiteren Razzia in der Türkei mehrere Callcenter durchsucht. Insgesamt wurden 41 Objekte in den Städten Mersin, Izmir, Istanbul, Trabzon, Antalya und Denizli überprüft. 30 Personen wurden festgenommen. Die Opfer kommen überwiegend aus dem Großraum München. Die Staatsanwaltschaft München I wirft der Betrügerbande vor, als falsche Polizisten insgesamt 2,1 Millionen Euro von den Opfern erbeutet zu haben.

Mittlerweile sind die größten betrügerischen Callcenter-Organisationen zerschlagen. Dadurch ist die Zahl der betrügerischen Anrufe laut der stellvertretenden Leiterin der AG Phänomene bei der Münchner Polizei, Desiree Schelshorn, zurückgegangen.

Redaktion Jürgen Haubeil / Unser Würmtal

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