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Umfang des Tanklager-Geländes bei Krailling (Grafik: Geolis)
Umfang des Tanklager-Geländes bei Krailling - für die Gesamtansicht in einem neuem Fenster anklicken (Grafik: Geolis)

Tanklager - Kontroverse im Gemeinderat

Die auf Antrag der CSU-Fraktion einberufene Sondersitzung zum Tanklager im Kraillinger Gemeinderat führt zu einem Schlagabtausch

Die Überlegungen der Firma Metrans zur Errichtung eines Container-Umschlag-Bahnhofs auf dem Tanklager-Gelände hat die Verwaltung aller Kommunen im Würmtal, des Landkreises Starnberg und der Stadt Germering aufgeschreckt.

Der Kraillinger Gemeinderat will sich "das Heft nicht aus der Hand nehmen lassen" und bei Regierung von Oberbayern beantragen, Teile des Gebietes unter Naturschutz zu stellen. Außerdem soll ein Bebauungsplanverfahren gemäß der Kraillinger Pläne für das Tanklager-Gelände eingeleitet werden. Alle Parteien im Kraillinger Gemeinderat sprechen sich gegen die Pläne zu einem Umschlag-Bahnhof aus!

Wahltheater

Inzwischen weckt das 24 Hektar große Gelände auch bei anderen Unternehmen und Investoren Begehrlichkeiten. "Regelmäßig gehen Anfragen zu allen möglichen Ideen bei der Gemeinde Krailling ein. Das ist alles entstanden, weil der Starnberger Landrat und der Bürgermeister Kollege aus Germering diese Pläne vor lauter Wahltheater an die Öffentlichkeit gebracht haben," ärgerte sich Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux in der Sondersitzung am Mittwochabend. Dem widersprachen die CSU-Gemeinderäte Dr. Ute Richter und Hans Wechner vehement.

Alles zu träge

Der CSU-Fraktion gehen derzeit alle Aktivitäten, die das Tanklager betreffen, zu langsam voran. Wechner will zügig agieren, um die Planungshoheit zu behalten. Gemeinderätin Andrea Schulte-Krauss entgegnete, dass man jetzt nicht in Aktionismus verfallen müsse, um die verpassten Aktivitäten der letzten 25 Jahre aufzuholen. "Zwei Wochen bis zum Ende der Osterferien und die damit verbundenen Urlaube von Verwaltung und Planern hätten wir schon abwarten können. Das bringt uns jetzt überhaupt nicht weiter," so Schulte-Krauss zur einberufenen Sitzung.

Richter bezichtigt die planende Firma Metrans, durch Salamitaktik Zeit zu schinden und befürchtet, am Ende keinen Einfluss auf die Entwicklung zu haben. Sie befand das Vorgehen von Bürgermeister und Verwaltung als zu träge. Dem widersprach Haux. Anschließend spitzte sich der Wortwechsel zu bis Haux drohte, Richter das Wort zu entziehen.

Bekanntgabe erzwingen

Mathias Walterspiel wollte den Tanklagereigentümer zwingen, den Gegenstand von Gutachten der Firma Metrans preiszugeben. "Der Eigentümer muss uns sagen was untersucht wird, sonst werden wir nicht mehr kooperativ sein! Der Eigentümer weiß ganz genau was untersucht wird," echauffierte sich Walterspiel. Haux entgegnete, dass die Gemeinde lieber weiter ihre Ziele durch Kooperation mit dem Eigentümer verfolgen wolle. Letztlich stimmte Walterspiel dem zu.

"Die Gemeinde arbeitet sich nicht an der Firma Metrans ab, sondern verfolgt ihre eigenen Ziele," erklärte Haux. Gemeinderat Sebastian Sefzig setzte sich für strukturiertes Vorgehen ein. Sefzig war dafür, die Beauftragung zeitnah anzugehen, aber vorher genau festzulegen was beauftragt wird.

Abstimmung

Die Gemeinderäte einigten sich darauf, die Gemeindeverwaltung in Absprache mit den eingebundenen Rechtsanwälten zu beauftragen, zeitnah Angebote zur Überplanung des Tanklagergeländes von den bisher in die Planung eingebundenen Planungsbüros und der Firma Terrabiota einzuholen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Schulte-Krauss wollte zum Schuss noch besser von Bürgermeister und Verwaltung informiert werden. Einmal pro Woche könnte doch ein Update per E-Mail an die Gemeinderäte gehen. "Sonst erfahre ich die Infos nur aus der Presse - z.B. von Unser Würmtal," so Schulte-Krauss. Bürgermeister Haux erwiderte, dass sich die Kommunikation durch die neue, für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Mitarbeiterin, Solveig Butzert schon stark verbessert habe. Auch die interne Kommunikation werde sich verbessern.

Gemeinderatsbeschluss im Wortlaut:
Die Verwaltung wird beauftragt, so schnell wie möglich mit den bisher involvierten Planern, Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München und Terrabiota Starnberg, in Absprache mit dem bereits involvierten Rechtsanwalt den erforderlichen Planungsumfang und -inhalt zu besprechen sowie Angebote einzuholen (Planungsbeginn und zeitl. Horizont bis zur Entwicklung eines Bebauungsplans sollen abgefragt werden) und dem Gemeinderat bis zur nächsten Gemeinderatssitzung, spätestens jedoch zur Sitzung im Mai, zur Entscheidung vorzulegen.

Redaktion Unser Würmtal / jh

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Die auf Antrag der CSU-Fraktion einberufene Sondersitzung zum Tanklager im Kraillinger Gemeinderat führt zu einem Schlagabtausch

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Die Überlegungen der Firma Metrans zur Errichtung eines Container-Umschlag-Bahnhofs auf dem Tanklager-Gelände hat die Verwaltung aller Kommunen im Würmtal, des Landkreises Starnberg und der Stadt Germering aufgeschreckt.

Der Kraillinger Gemeinderat will sich "das Heft nicht aus der Hand nehmen lassen" und bei Regierung von Oberbayern beantragen, Teile des Gebietes unter Naturschutz zu stellen. Außerdem soll ein Bebauungsplanverfahren gemäß der Kraillinger Pläne für das Tanklager-Gelände eingeleitet werden. Alle Parteien im Kraillinger Gemeinderat sprechen sich gegen die Pläne zu einem Umschlag-Bahnhof aus!

Wahltheater

Inzwischen weckt das 24 Hektar große Gelände auch bei anderen Unternehmen und Investoren Begehrlichkeiten. "Regelmäßig gehen Anfragen zu allen möglichen Ideen bei der Gemeinde Krailling ein. Das ist alles entstanden, weil der Starnberger Landrat und der Bürgermeister Kollege aus Germering diese Pläne vor lauter Wahltheater an die Öffentlichkeit gebracht haben," ärgerte sich Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux in der Sondersitzung am Mittwochabend. Dem widersprachen die CSU-Gemeinderäte Dr. Ute Richter und Hans Wechner vehement.

Alles zu träge

Der CSU-Fraktion gehen derzeit alle Aktivitäten, die das Tanklager betreffen, zu langsam voran. Wechner will zügig agieren, um die Planungshoheit zu behalten. Gemeinderätin Andrea Schulte-Krauss entgegnete, dass man jetzt nicht in Aktionismus verfallen müsse, um die verpassten Aktivitäten der letzten 25 Jahre aufzuholen. "Zwei Wochen bis zum Ende der Osterferien und die damit verbundenen Urlaube von Verwaltung und Planern hätten wir schon abwarten können. Das bringt uns jetzt überhaupt nicht weiter," so Schulte-Krauss zur einberufenen Sitzung.

Richter bezichtigt die planende Firma Metrans, durch Salamitaktik Zeit zu schinden und befürchtet, am Ende keinen Einfluss auf die Entwicklung zu haben. Sie befand das Vorgehen von Bürgermeister und Verwaltung als zu träge. Dem widersprach Haux. Anschließend spitzte sich der Wortwechsel zu bis Haux drohte, Richter das Wort zu entziehen.

Bekanntgabe erzwingen

Mathias Walterspiel wollte den Tanklagereigentümer zwingen, den Gegenstand von Gutachten der Firma Metrans preiszugeben. "Der Eigentümer muss uns sagen was untersucht wird, sonst werden wir nicht mehr kooperativ sein! Der Eigentümer weiß ganz genau was untersucht wird," echauffierte sich Walterspiel. Haux entgegnete, dass die Gemeinde lieber weiter ihre Ziele durch Kooperation mit dem Eigentümer verfolgen wolle. Letztlich stimmte Walterspiel dem zu.

"Die Gemeinde arbeitet sich nicht an der Firma Metrans ab, sondern verfolgt ihre eigenen Ziele," erklärte Haux. Gemeinderat Sebastian Sefzig setzte sich für strukturiertes Vorgehen ein. Sefzig war dafür, die Beauftragung zeitnah anzugehen, aber vorher genau festzulegen was beauftragt wird.

Abstimmung

Die Gemeinderäte einigten sich darauf, die Gemeindeverwaltung in Absprache mit den eingebundenen Rechtsanwälten zu beauftragen, zeitnah Angebote zur Überplanung des Tanklagergeländes von den bisher in die Planung eingebundenen Planungsbüros und der Firma Terrabiota einzuholen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Schulte-Krauss wollte zum Schuss noch besser von Bürgermeister und Verwaltung informiert werden. Einmal pro Woche könnte doch ein Update per E-Mail an die Gemeinderäte gehen. "Sonst erfahre ich die Infos nur aus der Presse - z.B. von Unser Würmtal," so Schulte-Krauss. Bürgermeister Haux erwiderte, dass sich die Kommunikation durch die neue, für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Mitarbeiterin, Solveig Butzert schon stark verbessert habe. Auch die interne Kommunikation werde sich verbessern.

Gemeinderatsbeschluss im Wortlaut:
Die Verwaltung wird beauftragt, so schnell wie möglich mit den bisher involvierten Planern, Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München und Terrabiota Starnberg, in Absprache mit dem bereits involvierten Rechtsanwalt den erforderlichen Planungsumfang und -inhalt zu besprechen sowie Angebote einzuholen (Planungsbeginn und zeitl. Horizont bis zur Entwicklung eines Bebauungsplans sollen abgefragt werden) und dem Gemeinderat bis zur nächsten Gemeinderatssitzung, spätestens jedoch zur Sitzung im Mai, zur Entscheidung vorzulegen.

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