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Wirtschaft | | von Unser Würmtal
„Arbeit ist bekanntlich die beste Integration," erklärt Landrat Göbel (Foto: AdobeStock / bluedesign)
„Arbeit ist bekanntlich die beste Integration," erklärt Landrat Göbel (Foto: AdobeStock / bluedesign)

Ukrainer im Würmtal: Warten auf den Jobturbo!

Im Landkreis München ist die Beschäftigungsquote ähnlich wie im Bundesdurchschnitt - im Landkreis Starnberg sind die Zahlen deutlich niedriger.

Die Bundesregierung will Flüchtlingen mit dem Jobturbo helfen, schneller Arbeit zu finden. Im Fokus stehen derzeit aufgrund der Entwicklungen der letzten anderthalb Jahre Ukrainerinnen und Ukrainer. Laut aktuelle Zahlen sollen lediglich 19 Prozent von ihnen hierzulande einen Arbeitsplatz gefunden haben. Trotz diverser methodischer Unstimmigkeiten drängt sich beim Vergleich mit den Nachbarländern der Eindruck auf, dass die Integration in den Arbeitsmarkt in Nachbarländern wie Polen und Dänemark, wo Quoten von 66 und 74 Prozent gemeldet werden, besser gelingt.

Wie ist die Situation im Würmtal?

Im Landkreis München zeigt sich bei den Geflüchteten aus der Ukraine in etwa die gleiche Beschäftigungsquote wie im Bundesdurchschnitt. Der Landkreis Starnberg nennt mit einer Integrationsquote von 12 Prozent eine deutlich niedrigere Zahl. Der Unterschied zwischen Beschäftigungsquote und Integrationsquote liegt darin, dass sich erstere auf die erwerbsfähigen Personen insgesamt, die zweite auf die erfolgreichen Integrationen bezieht.

Im Landkreis Starnberg ist man mit dem bisher Errichten keineswegs zufrieden und sieht die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen. O-Ton Landrat Stefan Frey: „Es ist wichtig, dass geflüchtete Ukrainer hier bei uns sobald wie möglich auch beruflich Fuß fassen. Auf Dauer Bürgergeld zu beziehen, ist keine Alternative. Unsere Sprache zu erlernen, ist dabei das Wichtigste. Und dann, angebotene Jobs auch anzunehmen.“

Das Jobcenter Starnberg weist daraufhin, dass trotz der Integrationskurse die Sprachkenntnisse vielfach noch mangelhaft seien. Es wünscht sich seitens der Arbeitgeber die Bereitschaft, auch bei niedrigerem Sprachniveau einzustellen, da im Arbeitsalltag der Spracherwerb besonders schnell funktioniert. Chancen auf eine Einstellung gebe es derzeit ab a1- und b2- Sprachniveau. Es ist geplant, in naher Zukunft Veranstaltungen auf lokaler Ebene zu organisieren, um Arbeitgeber und Migranten - nicht nur aus der Ukraine - zusammenzubringen.

Zahlen im Vergleich niedrig

Als Gründe für die geringen Beschäftigungsquoten werden sowohl auf Bundes- als auch auf Landkreisebene ähnliche Gründe genannt. Tatsache sei, dass viele Geflüchtete derzeit noch Integrations- und Sprachkurse besuchen. Zudem sind fast dreiviertel aller erwerbsfähigen leistungsberechtigten Ukrainer im Landkreis München Frauen. Ein Großteil der Frauen ist auf Kinderbetreuung angewiesen, die bei der aktuell angespannten Betreuungssituation oft nicht zur Verfügung steht. Viele Ukrainer haben zudem den Wunsch, nach dem Krieg möglichst zeitnah in die Heimat zurückzukehren.

Aktuelle Maßnahmen

Das Jobcenter Landkreis München setzt auch weiterhin auf vermehrte persönliche Betreuung und Beratung, führt Jobbörsen durch und setzt die zur Verfügung stehenden Förderinstrumente effektiv ein. Dies gilt nicht nur für die Geflüchteten aus der Ukraine, sondern für alle Geflüchteten bzw. Bürgergeldempfänger im Landkreis München gleichermaßen. Das Interesse an der ersten Jobmesse mit Schwerpunkt Ukraine war sowohl seitens der potenziellen Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber groß.

Um die Integration in den Arbeitsmarkt noch gezielter zu forcieren, hat sich der Integrationsbereich des Jobcenters seit dem 1. Oktober 2023 nach Regionen bzw. Gemeinden und Städten aufgestellt. Damit wird die regionalisierte Vernetzung vor Ort optimal gefördert und alle Akteure, die an einer Integration arbeiten, können voneinander profitieren.

Landrat Christoph Göbel zum Thema Erwerbstätigkeit: „Arbeit ist bekanntlich die beste Integration, am Arbeitsplatz finden intensive soziale Kontakte statt, Erwerbstätigkeit ist ein Katalysator für das Erlernen der deutschen Sprache. Unser Jobcenter engagiert sich deshalb in hohem Maße, um Leistungsbeziehern – mit und ohne Fluchthintergrund – den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Wir werden auch weiterhin alles daransetzen, mögliche Hürden aus dem Weg zu räumen und potenzielle Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenzubringen.“

Personen, die eine Beschäftigung im Landkreis München suchen, steht eine umfangreiche Online-Plattform zur Verfügung. Die Jobzentrale verfügt aktuell über 92.000 Stellenanzeigen. Das Jobportal lässt sich mit einem Klick auch auf Ukrainisch sowie 13 weitere Sprachen umstellen.

Redaktion Unser Würmtal / tc

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Ukrainer im Würmtal: Warten auf den Jobturbo!

Im Landkreis München ist die Beschäftigungsquote ähnlich wie im Bundesdurchschnitt - im Landkreis Starnberg sind die Zahlen deutlich niedriger.

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Die Bundesregierung will Flüchtlingen mit dem Jobturbo helfen, schneller Arbeit zu finden. Im Fokus stehen derzeit aufgrund der Entwicklungen der letzten anderthalb Jahre Ukrainerinnen und Ukrainer. Laut aktuelle Zahlen sollen lediglich 19 Prozent von ihnen hierzulande einen Arbeitsplatz gefunden haben. Trotz diverser methodischer Unstimmigkeiten drängt sich beim Vergleich mit den Nachbarländern der Eindruck auf, dass die Integration in den Arbeitsmarkt in Nachbarländern wie Polen und Dänemark, wo Quoten von 66 und 74 Prozent gemeldet werden, besser gelingt.

Wie ist die Situation im Würmtal?

Im Landkreis München zeigt sich bei den Geflüchteten aus der Ukraine in etwa die gleiche Beschäftigungsquote wie im Bundesdurchschnitt. Der Landkreis Starnberg nennt mit einer Integrationsquote von 12 Prozent eine deutlich niedrigere Zahl. Der Unterschied zwischen Beschäftigungsquote und Integrationsquote liegt darin, dass sich erstere auf die erwerbsfähigen Personen insgesamt, die zweite auf die erfolgreichen Integrationen bezieht.

Im Landkreis Starnberg ist man mit dem bisher Errichten keineswegs zufrieden und sieht die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen. O-Ton Landrat Stefan Frey: „Es ist wichtig, dass geflüchtete Ukrainer hier bei uns sobald wie möglich auch beruflich Fuß fassen. Auf Dauer Bürgergeld zu beziehen, ist keine Alternative. Unsere Sprache zu erlernen, ist dabei das Wichtigste. Und dann, angebotene Jobs auch anzunehmen.“

Das Jobcenter Starnberg weist daraufhin, dass trotz der Integrationskurse die Sprachkenntnisse vielfach noch mangelhaft seien. Es wünscht sich seitens der Arbeitgeber die Bereitschaft, auch bei niedrigerem Sprachniveau einzustellen, da im Arbeitsalltag der Spracherwerb besonders schnell funktioniert. Chancen auf eine Einstellung gebe es derzeit ab a1- und b2- Sprachniveau. Es ist geplant, in naher Zukunft Veranstaltungen auf lokaler Ebene zu organisieren, um Arbeitgeber und Migranten - nicht nur aus der Ukraine - zusammenzubringen.

Zahlen im Vergleich niedrig

Als Gründe für die geringen Beschäftigungsquoten werden sowohl auf Bundes- als auch auf Landkreisebene ähnliche Gründe genannt. Tatsache sei, dass viele Geflüchtete derzeit noch Integrations- und Sprachkurse besuchen. Zudem sind fast dreiviertel aller erwerbsfähigen leistungsberechtigten Ukrainer im Landkreis München Frauen. Ein Großteil der Frauen ist auf Kinderbetreuung angewiesen, die bei der aktuell angespannten Betreuungssituation oft nicht zur Verfügung steht. Viele Ukrainer haben zudem den Wunsch, nach dem Krieg möglichst zeitnah in die Heimat zurückzukehren.

Aktuelle Maßnahmen

Das Jobcenter Landkreis München setzt auch weiterhin auf vermehrte persönliche Betreuung und Beratung, führt Jobbörsen durch und setzt die zur Verfügung stehenden Förderinstrumente effektiv ein. Dies gilt nicht nur für die Geflüchteten aus der Ukraine, sondern für alle Geflüchteten bzw. Bürgergeldempfänger im Landkreis München gleichermaßen. Das Interesse an der ersten Jobmesse mit Schwerpunkt Ukraine war sowohl seitens der potenziellen Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber groß.

Um die Integration in den Arbeitsmarkt noch gezielter zu forcieren, hat sich der Integrationsbereich des Jobcenters seit dem 1. Oktober 2023 nach Regionen bzw. Gemeinden und Städten aufgestellt. Damit wird die regionalisierte Vernetzung vor Ort optimal gefördert und alle Akteure, die an einer Integration arbeiten, können voneinander profitieren.

Landrat Christoph Göbel zum Thema Erwerbstätigkeit: „Arbeit ist bekanntlich die beste Integration, am Arbeitsplatz finden intensive soziale Kontakte statt, Erwerbstätigkeit ist ein Katalysator für das Erlernen der deutschen Sprache. Unser Jobcenter engagiert sich deshalb in hohem Maße, um Leistungsbeziehern – mit und ohne Fluchthintergrund – den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Wir werden auch weiterhin alles daransetzen, mögliche Hürden aus dem Weg zu räumen und potenzielle Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenzubringen.“

Personen, die eine Beschäftigung im Landkreis München suchen, steht eine umfangreiche Online-Plattform zur Verfügung. Die Jobzentrale verfügt aktuell über 92.000 Stellenanzeigen. Das Jobportal lässt sich mit einem Klick auch auf Ukrainisch sowie 13 weitere Sprachen umstellen.

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