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LK München | | von Landkreis München

Von drohender Insolvenz bis zu Expansionsplänen

Der Landkreis München hat am vergangenen Donnerstag zum ersten Mal eine digitale Austauschplattform für die Wirtschaft im Landkreis München gestartet. 44 Entscheidungsträger wie Bürgermeister und Wirtschaftsförderer aus den Landkreiskommunen, Vertreter von Wirtschaftsverbänden, der Bundesagentur für Arbeit sowie einiger Unternehmen nutzten die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.

„Mehr als ein Jahr schon, hat die Pandemie unser aller Leben massiv verändert, die Wirtschaft und nicht zuletzt die Hotel- und Gastronomiebranche, hat es besonders hart getroffen. Nicht überall kann die Digitalisierung wirksam Abhilfe schaffen, und die Langzeitfolgen können wir heute längst noch nicht abschätzen“, bemerkte Landrat Christoph Göbel zu Beginn der Veranstaltung.

Auch Präsenzveranstaltungen lässt die aktuelle Infektionslage nicht zu. Um jedoch nicht länger auf einen persönlichen Erfahrungsaustausch in dieser schwierigen Zeit verzichten zu müssen, verlegte der Landkreis das Treffen von Politik und Wirtschaft – wie so vieles andere auch – kurzerhand ins Virtuelle.

Trotz Corona expansive Entwicklungspläne in der Metropolregion München

Zu Beginn der Veranstaltung präsentierte Josef Rother, Geschäftsführer der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) Daten aus mehreren Unternehmensbefragungen in der Region sowie einer Studie des ifo-Instituts für Wirtschaftsförderung. Letzteren zufolge sind Städte stärker von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie betroffen als ländliche Gebiete. Als Grund dafür nennt das ifo-Institut unter anderen den hohen Dienstleistungsanteil und die große Bedeutung des sozialen und kulturellen Konsums in Städten. Allerdings sind auch nicht-städtische, aber wirtschaftlich starke Regionen, zu denen der Landkreis München zählt, betroffen.

Zwei Drittel der befragten Betriebe aus der umliegenden Region gaben an, dass sich die Corona-Krise negativ oder sogar sehr negativ auf ihr Unternehmen ausgewirkt hat. Außerdem sehen sich ca. vier Prozent von Insolvenz bedroht. Trotz der Umsatzeinbußen bei über der Hälfte der Befragten konnten pandemiebedingte Entlassungen von Personal dank Kurzarbeit beschränkt werden. Überraschenderweise äußerten die Unternehmen trotz Corona viele expansive Entwicklungspläne. Auch wollen die meisten bereits im kommenden Jahr wieder die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit verstärkt auf ihre Agenda setzen.

Wirtschaftsvertreter besorgt um Personalstand und Ausbildungssituation

Der Bezirksvorsitzende des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes für Oberbayern und (Wiesn-)Wirt Christian Schottenhamel beklagte das seit nun schon acht Monaten andauernde Berufsverbot seiner Branche. Es wird erwartet, dass die Hotellerie erst 2024 den wirtschaftlichen Stand von 2019 wieder erreichen wird.

„Durch die Pandemie wird derzeit die Belegschaft der Hotel- und Gaststättenbranche stark ausgedünnt, die beim Hochfahren der Branche allerdings wieder dringend benötigt wird. Große Sorge machen wir uns außerdem um unsere Auszubildenden, die seit über acht Monaten keine praxisbasierte Lehre erhalten“, erklärte Christian Schottenhamel.

Auch der Chef der Agentur für Arbeit in München, Wilfried Hüntelmann, und der Geschäftsführer des IHK Regionalausschusses für den Landkreis München, Christoph Leicher, äußerten ihre Sorge bezüglich des Fachkräftemangels und beklagten den fehlenden Kontakt zu künftigen Auszubildenden.

Unterstützung gewünscht

An den Landkreis München wurden einige Bitten und Wünsche von Seiten der Wirtschaftsvertreter herangetragen. So steht vor allem der Ausbau des Test- und Impfangebots im Vordergrund der Interessen. Es sei außerdem wichtig, Unternehmen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Situation zu beraten und zu unterstützen.

So stehen Corona-Hilfsleistungen nicht nur Großunternehmen, sondern auch Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständigen zu, wie der Leiter des Jobcenters Bernhard Sexl betonte. „Es gehen derzeit drei Mal mehr Anträge von Solo-Selbstständigen ein“, so der Fachbereichsleiter.

„Wir wissen um den Wert unseres Wirtschaftsstandorts und werden hinsichtlich der Maßnahmen, die wir ergreifen müssen, so kreativ wie nur irgend möglich sein, damit das auch in Zukunft auch so bleibt“, versprach Landrat Christoph Göbel den Teilnehmern am Ende der Online-Veranstaltung.


Quelle: Landratsamt München

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Der Landkreis München hat am vergangenen Donnerstag zum ersten Mal eine digitale Austauschplattform für die Wirtschaft im Landkreis München gestartet. 44 Entscheidungsträger wie Bürgermeister und Wirtschaftsförderer aus den Landkreiskommunen, Vertreter von Wirtschaftsverbänden, der Bundesagentur für Arbeit sowie einiger Unternehmen nutzten die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.

„Mehr als ein Jahr schon, hat die Pandemie unser aller Leben massiv verändert, die Wirtschaft und nicht zuletzt die Hotel- und Gastronomiebranche, hat es besonders hart getroffen. Nicht überall kann die Digitalisierung wirksam Abhilfe schaffen, und die Langzeitfolgen können wir heute längst noch nicht abschätzen“, bemerkte Landrat Christoph Göbel zu Beginn der Veranstaltung.

Auch Präsenzveranstaltungen lässt die aktuelle Infektionslage nicht zu. Um jedoch nicht länger auf einen persönlichen Erfahrungsaustausch in dieser schwierigen Zeit verzichten zu müssen, verlegte der Landkreis das Treffen von Politik und Wirtschaft – wie so vieles andere auch – kurzerhand ins Virtuelle.

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Zu Beginn der Veranstaltung präsentierte Josef Rother, Geschäftsführer der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) Daten aus mehreren Unternehmensbefragungen in der Region sowie einer Studie des ifo-Instituts für Wirtschaftsförderung. Letzteren zufolge sind Städte stärker von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie betroffen als ländliche Gebiete. Als Grund dafür nennt das ifo-Institut unter anderen den hohen Dienstleistungsanteil und die große Bedeutung des sozialen und kulturellen Konsums in Städten. Allerdings sind auch nicht-städtische, aber wirtschaftlich starke Regionen, zu denen der Landkreis München zählt, betroffen.

Zwei Drittel der befragten Betriebe aus der umliegenden Region gaben an, dass sich die Corona-Krise negativ oder sogar sehr negativ auf ihr Unternehmen ausgewirkt hat. Außerdem sehen sich ca. vier Prozent von Insolvenz bedroht. Trotz der Umsatzeinbußen bei über der Hälfte der Befragten konnten pandemiebedingte Entlassungen von Personal dank Kurzarbeit beschränkt werden. Überraschenderweise äußerten die Unternehmen trotz Corona viele expansive Entwicklungspläne. Auch wollen die meisten bereits im kommenden Jahr wieder die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit verstärkt auf ihre Agenda setzen.

Wirtschaftsvertreter besorgt um Personalstand und Ausbildungssituation

Der Bezirksvorsitzende des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes für Oberbayern und (Wiesn-)Wirt Christian Schottenhamel beklagte das seit nun schon acht Monaten andauernde Berufsverbot seiner Branche. Es wird erwartet, dass die Hotellerie erst 2024 den wirtschaftlichen Stand von 2019 wieder erreichen wird.

„Durch die Pandemie wird derzeit die Belegschaft der Hotel- und Gaststättenbranche stark ausgedünnt, die beim Hochfahren der Branche allerdings wieder dringend benötigt wird. Große Sorge machen wir uns außerdem um unsere Auszubildenden, die seit über acht Monaten keine praxisbasierte Lehre erhalten“, erklärte Christian Schottenhamel.

Auch der Chef der Agentur für Arbeit in München, Wilfried Hüntelmann, und der Geschäftsführer des IHK Regionalausschusses für den Landkreis München, Christoph Leicher, äußerten ihre Sorge bezüglich des Fachkräftemangels und beklagten den fehlenden Kontakt zu künftigen Auszubildenden.

Unterstützung gewünscht

An den Landkreis München wurden einige Bitten und Wünsche von Seiten der Wirtschaftsvertreter herangetragen. So steht vor allem der Ausbau des Test- und Impfangebots im Vordergrund der Interessen. Es sei außerdem wichtig, Unternehmen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Situation zu beraten und zu unterstützen.

So stehen Corona-Hilfsleistungen nicht nur Großunternehmen, sondern auch Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständigen zu, wie der Leiter des Jobcenters Bernhard Sexl betonte. „Es gehen derzeit drei Mal mehr Anträge von Solo-Selbstständigen ein“, so der Fachbereichsleiter.

„Wir wissen um den Wert unseres Wirtschaftsstandorts und werden hinsichtlich der Maßnahmen, die wir ergreifen müssen, so kreativ wie nur irgend möglich sein, damit das auch in Zukunft auch so bleibt“, versprach Landrat Christoph Göbel den Teilnehmern am Ende der Online-Veranstaltung.


Quelle: Landratsamt München

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