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Gauting | | von Polizei Gauting
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Gauting hat sich die Zahl der festgestellten Fahrten unter Akloholeinfluss im Jahr 2020 gegenüber 2019 fast verdoppelt.
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Gauting hat sich die Zahl der festgestellten Fahrten unter Akloholeinfluss im Jahr 2020 gegenüber 2019 fast verdoppelt. (Foto: Dmitriy / stock.adobe.com)

Weniger Unfälle – aber mehr Fahrten unter Alkoholeinfluss

Die Polizeiinspektion Gauting betreut den Gemeindebereich Gauting (ohne Stockdorf) sowie auf Kraillinger Gemeindeflur die Ortschaften Pentenried und Frohnloh, den Weiler Gut Hüll sowie das Kraillinger Gewerbegebiet „KIM“. Für das Jahr 2020 wurde jetzt die nachfolgende, umfangreiche Verkehrsstatistik veröffentlicht.

Verkehrsunfallaufkommen

Die Verkehrsunfallstatistik ist, wie jede andere Statistik auch, eine Momentaufnahme, welche in einem bestimmten Zeitrahmen das Geschehen widerspiegelt. Für den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Gauting ergibt sich jeweils für den Zeitraum 01.01. mit 31.12. folgendes Ergebnis:

Verkehrsunfälle gesamt
2019: 581 / 2020: 433 (-25,47%)

Unfälle mit Personenschaden
2019: 73 / 2020: 81 (+10,95%)

Unfallflucht gesamt
2019: 130 / 2020: 95 (–26,92%)

Geklärte Unfallfluchten
2019: 60 / 2020: 43 (-28,33%)

Wildunfälle
2019: 67 / 2020: 94 (-28,72%)

Schulwegunfälle
2019: 3 / 2020: 0 (-100%)

Unfälle aufgrund überhöhter Geschwindigkeit
2019: 18 / 2020: 15 (-16,66%)

Im vorliegenden Auswertungszeitraum ist im Gautinger Inspektionsbereich, wie auch im Landkreis Starnberg, eine Abnahme der Verkehrsunfälle erkennbar. Viele Bereiche sind auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zurückzuführen.

Bei den Verkehrsunfällen mit verletzten Personen ist im Vergleich zum Vorjahr zwar in der Gesamtzahl eine Zunahme zu verzeichnen (73 => 81), jedoch erlitten neun Personen weniger schwere Verletzungen.

War im Jahr 2019 im Dienstbereich der Polizeiinspektion Gauting noch ein Verkehrstoter zu beklagen, so mussten 2020 drei getötete Personen verzeichnet werden:

Am 30.01.2020 kam ein 21 Jahre alter Autofahrer aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Oberbrunn und Unterbrunn in einer leichten Linkskurve bei Glätte von der Fahrbahn ab. Er rutschte nach rechts in den Graben, drehte sich und prallte mit der linken Fahrzeugseite gegen einen Baum. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

Am 04.04.2020 kam ein 63jähriger Mann aus Krailling bei einem Frontalzusammenstoß auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Gauting und Germering ums Leben. Auf gerader Strecke geriet ein entgegenkommender Kleintransporter auf die Gegenfahrbahn und traf den Pkw des Kraillingers frontal. Während der Fahrer des Transporters, ein Mann aus Germering, schwer verletzt wurde, erlag der Kraillinger noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Am 05.09.2020 befuhr ein 22 Jahre alter Gautinger mit seinem Motorrad die Staatsstraße 2063. Ein Fahrfehler war wohl die Ursache, dass der junge Mann auf der Fahrt zwischen Gauting und Starnberg in einer langgezogenen Linkskurve unweit der sog. „Hauser Kreuzung“ die Kontrolle über sein Motorrad verlor, nach rechts von der Fahrbahn rutschte und letztlich gegen einen Baum prallte. Er verstarb wenig später im Klinikum.

Der regressive Trend der Verkehrsunfallfluchten aus dem Jahr 2017 setzte sich damit auch 2020 fort. Im Jahr 2020 wurden 35 Verkehrsunfallfluchten weniger registriert als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote von 45,26 Prozent bewegt sich nahezu auf Vorjahresniveau (46,15%) und liegt damit auch über der Quote im Landkreis (39,5 %). Die Anzahl der Verkehrsunfallfluchten mit Verletzten stieg von vier auf fünf.

Dem Verkehrsunfallgeschehen wurde mit Kontrollen und Überwachungsmaßnahmen, insbesondere Alkoholkontrollen und Geschwindigkeitsüberwachungsmaßnahmen, entgegengewirkt. Ebenso wurde bei den Kontrollen versucht, die Verkehrsteilnehmer für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu sensibilisieren.

Im Jahr 2020 waren acht Unfälle mit der Ursache Alkohol zu verzeichnen, 2019 waren dies noch drei.

2020 ereignete sich ein Verkehrsunfall mit Ursache Drogen (2019 keiner).

Die Gautinger Inspektion registrierte 2020 keinen Schulwegunfall. Im Vorjahr waren noch drei Unfälle zu verzeichnen.

Eine der Hauptunfallursachen, überhöhte oder unangepasste Geschwindigkeit, sank im Jahr 2020. So waren 2020 15 Unfälle (2019: 18 Unfälle) mit Ursache Geschwindigkeit zu registrieren. Bei diesen 15 Unfällen waren bei 12 Unfällen 4 schwer und 13 leicht Verletzte zu beklagen. Bei 3 Unfällen blieb es glücklicherweise beim Sachschaden.

Zu unterscheiden ist grundsätzlich, dass im vorliegenden Auswertezeitraum fast ausschließlich unangepasste Geschwindigkeit ursächlich war. Hierbei handelt es sich um Unfälle, bei denen der Unfallverursacher mit einer den Witterungsbedingungen (z.B. winterglatte Fahrbahn) nicht angepassten Geschwindigkeit fuhr und daher den Unfall verursachte.

Ein Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit war bei drei Unfällen feststellbar.

Die auffälligste Veränderung ist trotz rückläufiger Gesamtzahl die Zunahme der Unfälle mit Personenschaden. Hierbei ist signifikant, daß trotz höherer Gesamtzahl von verletzten Personen die Schwere der Verletzungen rückläufig ist.

Keine Unfallschwerpunkte

Gravierende Unfallhäufungspunkte und -linien sind im Gautinger Inspektionsbereich derzeit nicht vorhanden.

Staatsstraße 2063

Die Staatsstraße 2063 wird im Bereich, beginnend ab Ortsende Stockdorf über Gauting bis zur Fischzucht im Mühlthal, von der PI Gauting betreut. Es handelt sich um eine stark frequentierte Straße, welche Verkehrsstärken von ca. 20.000 Fahrzeugen täglich aufweist.

Das Unfallgeschehen, insbesondere im Ortsbereich Gauting (Planegger Straße, Münchener Straße, Hauptplatz und Starnberger Straße) und im Bereich der Kurven im Mühlthal (wie beispielsweise die Würmkurve), bewegt sich im Auswertezeitraum auf dem Vorjahresniveau. Im Jahr 2020 waren außerorts 15 qualifizierte Verkehrsunfälle zu verzeichnen. Bei 11 Unfällen war Personenschaden zu beklagen.

Innerorts sank die Anzahl der qualifizierten Verkehrsunfälle von 30 im Jahr 2019 auf 15 im Jahr 2020. Waren hier 2019 noch bei 14 Verkehrsunfällen Verletzte zu beklagen, so war dies im Jahr 2020 nur noch bei sechs Verkehrsunfällen der Fall.

Staatsstraße 2069

Die Staatsstraße 2069 wird von der Waldkreuzung (Kreuzung mit der Kreisstraße STA3) bis kurz vor die Einmündung Gut Hüll von der PI Gauting betreut. Es handelt sich ebenfalls um eine stark frequentierte Straße. Seit dem Neubau eines Teilbereichs der St2069, die Umgehungsstraße Oberbrunn - Unterbrunn wurde am 27.10.2012 freigegeben, ist eine Zunahme des Verkehrs feststellbar. Diese Tendenz hatte sich bereits kurz nach Eröffnung mit rund 14700 Fahrzeugen täglich (2013) abgezeichnet und als extreme Zunahme erkannt, denn Planer hatten diese Belastung erst für 2025 prognostiziert. Im Zuge des Umbaus der Waldkreuzung und dem Ausbau der Westumfahrung Starnberg wurden weitere kritische Stellen durch bauliche Maßnahmen entschärft.

Das Unfallgeschehen auf der Strecke zeichnete sich 2020 mit 11 qualifizierten Verkehrsunfällen ab. Bei fünf Verkehrsunfällen wurden 10 Personen leicht verletzt. Schwerverletzte waren glücklicherweise nicht zu beklagen. 2019 wurden auf gleicher Strecke noch 18 qualifizierte Unfälle (sechs mit Personenschaden - davon vier leicht und sechs schwer verletzte Personen sowie eine getötete Person) aufgenommen.

Nachdem sich im Bereich Oberbrunn West (Richtung Hochstadt) eine Unfallhäufung abzeichnete, wurde im dortigen Bereich die Geschwindigkeit auf 70 km/h reduziert und die Beschilderung angepasst. Ob diese Maßnahmen den gewünschten Effekt, die Reduktion der Verkehrsunfälle in diesem Bereich, bringen, bleibt abzuwarten.

Staatsstraße 2349

Die Staatsstraße 2349 wird im Bereich, beginnend am Gautinger Hauptplatz über Oberbrunn bis zu den Kiesgruben bei Mitterwies (Richtung Oberpfaffenhofen), von der PI Gauting betreut. Es handelt sich ebenfalls um eine stark frequentierte Straße – insbesondere im Ortsbereich Gauting (Bahnhofstraße und Ammerseestraße).

Innerorts wurden 2020 15 qualifizierte Unfälle registriert (2019: 14). Bei fünf Verkehrsunfällen (2019: vier) wurden fünf Personen (2019: zwei) glücklicherweise nur leicht verletzt. Schwerverletzte waren, im Gegensatz zum Vorjahr (2019: zwei) nicht zu beklagen.

Außerorts mussten 2020 sechs qualifizierte Unfälle, davon fünf mit Personenschaden, aufgenommen werden. Hierbei waren je drei schwer und leicht verletzte Personen feststellbar. Im Vorjahr 2019 waren es außerorts nur drei qualifizierte Unfälle, wovon bei zweien eine Person schwer und drei Personen leicht verletzt wurden.

Unfallursachen

Hauptunfallursachen im Gautinger Dienstbereich waren im Jahr 2020 in der Gesamtzahl aller hier registrierten Verkehrsunfälle ungenügender Sicherheitsabstand (178 Unfälle - auch zur Seite - z.B. beim Einparken), Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren (zusammen 96 Unfälle), falsche Straßenbenutzung (40 Unfälle), Nichtbeachten der Vorfahrt bzw. des Vorranges (26 Unfälle), Geschwindigkeit (15 Unfälle), Fehler beim Überholen (12 Unfälle) und letztendlich Alkoholeinfluss beim Fahrzeugführer bzw. Fußgänger (8 Unfälle).

2019 waren ungenügender Sicherheitsabstand (220 Unfälle), Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren (zusammen 131 Unfälle), falsche Straßenbenutzung (54 Unfälle), Nichtbeachten der Vorfahrt bzw. des Vorranges (28 Unfälle), Geschwindigkeit (18 Unfälle), Fehler beim Überholen (17 Unfälle), Fehler beim Vorbeifahren (3 Unfälle) und letztendlich Alkoholeinfluss beim Fahrzeugführer bzw. Fußgänger (3 Unfälle).

Alkohol- und Drogendelikte

Die Alkohol- und Drogenproblematik im Straßenverkehr ist auch der Polizeiinspektion Gauting bekannt und vorhanden. Zu diesem Zwecke werden und wurden immer wieder entsprechende Kontrollen oder Überprüfungen von Fahrzeugführern durchgeführt. Die Anzahl der kontrollierten Verkehrsteilnehmer sowie der durchgeführten Kontrollen bewegt sich pandemiebedingt unter dem Vorjahresniveau.

Die Statistik für den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Gauting im Zeitraum 01.01. bis 31.12.2020 sieht wie folgt aus:

Trunkenheitsfahrten (Straftaten/OWI)
2019: 16 / 2020: 29 (+81,25%)

Verhütete Trunkenheitsfahrten
2019: 8 / 2020: 7 (-12,5%)

Drogen im Straßenverkehr (Straftaten/OWI)
2019: 1 / 2020: 8 (+700%)

Verhütete Fahrt unter Drogeneinfluss
2019: 0 / 2020: 1 (+100%)


Quelle: Polizeiinspektion Gauting

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Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Gauting hat sich die Zahl der festgestellten Fahrten unter Akloholeinfluss im Jahr 2020 gegenüber 2019 fast verdoppelt.
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Gauting hat sich die Zahl der festgestellten Fahrten unter Akloholeinfluss im Jahr 2020 gegenüber 2019 fast verdoppelt. (Foto: Dmitriy / stock.adobe.com)

Weniger Unfälle – aber mehr Fahrten unter Alkoholeinfluss

Die Polizeiinspektion Gauting betreut den Gemeindebereich Gauting (ohne Stockdorf) sowie auf Kraillinger Gemeindeflur die Ortschaften Pentenried und Frohnloh, den Weiler Gut Hüll sowie das Kraillinger Gewerbegebiet „KIM“. Für das Jahr 2020 wurde jetzt die nachfolgende, umfangreiche Verkehrsstatistik veröffentlicht.

Verkehrsunfallaufkommen

Die Verkehrsunfallstatistik ist, wie jede andere Statistik auch, eine Momentaufnahme, welche in einem bestimmten Zeitrahmen das Geschehen widerspiegelt. Für den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Gauting ergibt sich jeweils für den Zeitraum 01.01. mit 31.12. folgendes Ergebnis:

Verkehrsunfälle gesamt
2019: 581 / 2020: 433 (-25,47%)

Unfälle mit Personenschaden
2019: 73 / 2020: 81 (+10,95%)

Unfallflucht gesamt
2019: 130 / 2020: 95 (–26,92%)

Geklärte Unfallfluchten
2019: 60 / 2020: 43 (-28,33%)

Wildunfälle
2019: 67 / 2020: 94 (-28,72%)

Schulwegunfälle
2019: 3 / 2020: 0 (-100%)

Unfälle aufgrund überhöhter Geschwindigkeit
2019: 18 / 2020: 15 (-16,66%)

Im vorliegenden Auswertungszeitraum ist im Gautinger Inspektionsbereich, wie auch im Landkreis Starnberg, eine Abnahme der Verkehrsunfälle erkennbar. Viele Bereiche sind auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zurückzuführen.

Bei den Verkehrsunfällen mit verletzten Personen ist im Vergleich zum Vorjahr zwar in der Gesamtzahl eine Zunahme zu verzeichnen (73 => 81), jedoch erlitten neun Personen weniger schwere Verletzungen.

War im Jahr 2019 im Dienstbereich der Polizeiinspektion Gauting noch ein Verkehrstoter zu beklagen, so mussten 2020 drei getötete Personen verzeichnet werden:

Am 30.01.2020 kam ein 21 Jahre alter Autofahrer aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Oberbrunn und Unterbrunn in einer leichten Linkskurve bei Glätte von der Fahrbahn ab. Er rutschte nach rechts in den Graben, drehte sich und prallte mit der linken Fahrzeugseite gegen einen Baum. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

Am 04.04.2020 kam ein 63jähriger Mann aus Krailling bei einem Frontalzusammenstoß auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Gauting und Germering ums Leben. Auf gerader Strecke geriet ein entgegenkommender Kleintransporter auf die Gegenfahrbahn und traf den Pkw des Kraillingers frontal. Während der Fahrer des Transporters, ein Mann aus Germering, schwer verletzt wurde, erlag der Kraillinger noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Am 05.09.2020 befuhr ein 22 Jahre alter Gautinger mit seinem Motorrad die Staatsstraße 2063. Ein Fahrfehler war wohl die Ursache, dass der junge Mann auf der Fahrt zwischen Gauting und Starnberg in einer langgezogenen Linkskurve unweit der sog. „Hauser Kreuzung“ die Kontrolle über sein Motorrad verlor, nach rechts von der Fahrbahn rutschte und letztlich gegen einen Baum prallte. Er verstarb wenig später im Klinikum.

Der regressive Trend der Verkehrsunfallfluchten aus dem Jahr 2017 setzte sich damit auch 2020 fort. Im Jahr 2020 wurden 35 Verkehrsunfallfluchten weniger registriert als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote von 45,26 Prozent bewegt sich nahezu auf Vorjahresniveau (46,15%) und liegt damit auch über der Quote im Landkreis (39,5 %). Die Anzahl der Verkehrsunfallfluchten mit Verletzten stieg von vier auf fünf.

Dem Verkehrsunfallgeschehen wurde mit Kontrollen und Überwachungsmaßnahmen, insbesondere Alkoholkontrollen und Geschwindigkeitsüberwachungsmaßnahmen, entgegengewirkt. Ebenso wurde bei den Kontrollen versucht, die Verkehrsteilnehmer für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu sensibilisieren.

Im Jahr 2020 waren acht Unfälle mit der Ursache Alkohol zu verzeichnen, 2019 waren dies noch drei.

2020 ereignete sich ein Verkehrsunfall mit Ursache Drogen (2019 keiner).

Die Gautinger Inspektion registrierte 2020 keinen Schulwegunfall. Im Vorjahr waren noch drei Unfälle zu verzeichnen.

Eine der Hauptunfallursachen, überhöhte oder unangepasste Geschwindigkeit, sank im Jahr 2020. So waren 2020 15 Unfälle (2019: 18 Unfälle) mit Ursache Geschwindigkeit zu registrieren. Bei diesen 15 Unfällen waren bei 12 Unfällen 4 schwer und 13 leicht Verletzte zu beklagen. Bei 3 Unfällen blieb es glücklicherweise beim Sachschaden.

Zu unterscheiden ist grundsätzlich, dass im vorliegenden Auswertezeitraum fast ausschließlich unangepasste Geschwindigkeit ursächlich war. Hierbei handelt es sich um Unfälle, bei denen der Unfallverursacher mit einer den Witterungsbedingungen (z.B. winterglatte Fahrbahn) nicht angepassten Geschwindigkeit fuhr und daher den Unfall verursachte.

Ein Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit war bei drei Unfällen feststellbar.

Die auffälligste Veränderung ist trotz rückläufiger Gesamtzahl die Zunahme der Unfälle mit Personenschaden. Hierbei ist signifikant, daß trotz höherer Gesamtzahl von verletzten Personen die Schwere der Verletzungen rückläufig ist.

Keine Unfallschwerpunkte

Gravierende Unfallhäufungspunkte und -linien sind im Gautinger Inspektionsbereich derzeit nicht vorhanden.

Staatsstraße 2063

Die Staatsstraße 2063 wird im Bereich, beginnend ab Ortsende Stockdorf über Gauting bis zur Fischzucht im Mühlthal, von der PI Gauting betreut. Es handelt sich um eine stark frequentierte Straße, welche Verkehrsstärken von ca. 20.000 Fahrzeugen täglich aufweist.

Das Unfallgeschehen, insbesondere im Ortsbereich Gauting (Planegger Straße, Münchener Straße, Hauptplatz und Starnberger Straße) und im Bereich der Kurven im Mühlthal (wie beispielsweise die Würmkurve), bewegt sich im Auswertezeitraum auf dem Vorjahresniveau. Im Jahr 2020 waren außerorts 15 qualifizierte Verkehrsunfälle zu verzeichnen. Bei 11 Unfällen war Personenschaden zu beklagen.

Innerorts sank die Anzahl der qualifizierten Verkehrsunfälle von 30 im Jahr 2019 auf 15 im Jahr 2020. Waren hier 2019 noch bei 14 Verkehrsunfällen Verletzte zu beklagen, so war dies im Jahr 2020 nur noch bei sechs Verkehrsunfällen der Fall.

Staatsstraße 2069

Die Staatsstraße 2069 wird von der Waldkreuzung (Kreuzung mit der Kreisstraße STA3) bis kurz vor die Einmündung Gut Hüll von der PI Gauting betreut. Es handelt sich ebenfalls um eine stark frequentierte Straße. Seit dem Neubau eines Teilbereichs der St2069, die Umgehungsstraße Oberbrunn - Unterbrunn wurde am 27.10.2012 freigegeben, ist eine Zunahme des Verkehrs feststellbar. Diese Tendenz hatte sich bereits kurz nach Eröffnung mit rund 14700 Fahrzeugen täglich (2013) abgezeichnet und als extreme Zunahme erkannt, denn Planer hatten diese Belastung erst für 2025 prognostiziert. Im Zuge des Umbaus der Waldkreuzung und dem Ausbau der Westumfahrung Starnberg wurden weitere kritische Stellen durch bauliche Maßnahmen entschärft.

Das Unfallgeschehen auf der Strecke zeichnete sich 2020 mit 11 qualifizierten Verkehrsunfällen ab. Bei fünf Verkehrsunfällen wurden 10 Personen leicht verletzt. Schwerverletzte waren glücklicherweise nicht zu beklagen. 2019 wurden auf gleicher Strecke noch 18 qualifizierte Unfälle (sechs mit Personenschaden - davon vier leicht und sechs schwer verletzte Personen sowie eine getötete Person) aufgenommen.

Nachdem sich im Bereich Oberbrunn West (Richtung Hochstadt) eine Unfallhäufung abzeichnete, wurde im dortigen Bereich die Geschwindigkeit auf 70 km/h reduziert und die Beschilderung angepasst. Ob diese Maßnahmen den gewünschten Effekt, die Reduktion der Verkehrsunfälle in diesem Bereich, bringen, bleibt abzuwarten.

Staatsstraße 2349

Die Staatsstraße 2349 wird im Bereich, beginnend am Gautinger Hauptplatz über Oberbrunn bis zu den Kiesgruben bei Mitterwies (Richtung Oberpfaffenhofen), von der PI Gauting betreut. Es handelt sich ebenfalls um eine stark frequentierte Straße – insbesondere im Ortsbereich Gauting (Bahnhofstraße und Ammerseestraße).

Innerorts wurden 2020 15 qualifizierte Unfälle registriert (2019: 14). Bei fünf Verkehrsunfällen (2019: vier) wurden fünf Personen (2019: zwei) glücklicherweise nur leicht verletzt. Schwerverletzte waren, im Gegensatz zum Vorjahr (2019: zwei) nicht zu beklagen.

Außerorts mussten 2020 sechs qualifizierte Unfälle, davon fünf mit Personenschaden, aufgenommen werden. Hierbei waren je drei schwer und leicht verletzte Personen feststellbar. Im Vorjahr 2019 waren es außerorts nur drei qualifizierte Unfälle, wovon bei zweien eine Person schwer und drei Personen leicht verletzt wurden.

Unfallursachen

Hauptunfallursachen im Gautinger Dienstbereich waren im Jahr 2020 in der Gesamtzahl aller hier registrierten Verkehrsunfälle ungenügender Sicherheitsabstand (178 Unfälle - auch zur Seite - z.B. beim Einparken), Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren (zusammen 96 Unfälle), falsche Straßenbenutzung (40 Unfälle), Nichtbeachten der Vorfahrt bzw. des Vorranges (26 Unfälle), Geschwindigkeit (15 Unfälle), Fehler beim Überholen (12 Unfälle) und letztendlich Alkoholeinfluss beim Fahrzeugführer bzw. Fußgänger (8 Unfälle).

2019 waren ungenügender Sicherheitsabstand (220 Unfälle), Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren (zusammen 131 Unfälle), falsche Straßenbenutzung (54 Unfälle), Nichtbeachten der Vorfahrt bzw. des Vorranges (28 Unfälle), Geschwindigkeit (18 Unfälle), Fehler beim Überholen (17 Unfälle), Fehler beim Vorbeifahren (3 Unfälle) und letztendlich Alkoholeinfluss beim Fahrzeugführer bzw. Fußgänger (3 Unfälle).

Alkohol- und Drogendelikte

Die Alkohol- und Drogenproblematik im Straßenverkehr ist auch der Polizeiinspektion Gauting bekannt und vorhanden. Zu diesem Zwecke werden und wurden immer wieder entsprechende Kontrollen oder Überprüfungen von Fahrzeugführern durchgeführt. Die Anzahl der kontrollierten Verkehrsteilnehmer sowie der durchgeführten Kontrollen bewegt sich pandemiebedingt unter dem Vorjahresniveau.

Die Statistik für den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Gauting im Zeitraum 01.01. bis 31.12.2020 sieht wie folgt aus:

Trunkenheitsfahrten (Straftaten/OWI)
2019: 16 / 2020: 29 (+81,25%)

Verhütete Trunkenheitsfahrten
2019: 8 / 2020: 7 (-12,5%)

Drogen im Straßenverkehr (Straftaten/OWI)
2019: 1 / 2020: 8 (+700%)

Verhütete Fahrt unter Drogeneinfluss
2019: 0 / 2020: 1 (+100%)


Quelle: Polizeiinspektion Gauting

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